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Rally-Obedience

– Anfeuern erlaubt!

Die bei uns im Norden relativ junge Sportart für Hund und Mensch erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Im August hat es sogar die ersten Deutschen Meisterschaften gegeben. Der Spaß für Vierbeiner und Halter steht immer im Vordergrund. Bei der Kombination aus Parcours und Obedience-Übungen sind Präzision und Tempo zugleich gefragt. Das Schöne an der Sportart ist, dass sie durch die Vielfalt zu den meisten Hunden passt. Ebenso werden sich viele Frauchen und Herrchen  angesprochen fühlen. Viel braucht man nicht zum Training, denn es kommt mit wenig Zubehör aus und ist unkompliziert durchzuführen. Nicht nur Profis sind gefragt, selbst Kinder können schon spielerisch mit ihrem treuen Freund Übungen ausprobieren.

Auf die Kommunikation kommt es an. Wichtig ist es, dass eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Team trainiert wird und später gut funktioniert. In der in den USA entwickelten Sportart muss das Hund-Mensch-Team einen vorgegebenen immer anders gestellten Parcours innerhalb von vier Minuten mit so wenigen Fehlern wie möglich absolvieren. Benötigt man länger, ist die Prüfung nicht bestanden. Ein Parcours enthält je nach Leistungsklasse von Beginner bis Klasse 3 zwischen 15 und 25 Schildern mit Anweisungen, deren Schwierigkeitsgrade sich von Klasse zu Klasse steigern. Der Halter darf die ganze Zeit mit seinem Hund reden und ihn motovieren. Allerdings führen Leinendruck und wiederholte Kommandos zu Punktabzügen. Jedes Team beginnt mit 100 Punkten und jeder Fehler wird davon abgezogen. Die Prüfung wird mit „gut“ bestanden, wenn man zwischen 70 und 79 Punkten erreicht. Von 80 bis 89 gibt es ein „sehr gut“ und ein „vorzüglich“ bei einer Punktezahl zwischen 90 und 100. Dafür muss man allerdings schon eine Weile trainieren. Da die Sportart aber nicht nur dem Vierbeiner viel Freude bereitet, ist das sicher kein Problem. Bewegung an der frischen Luft tut jedem gut, abgesehen davon fördert so ein Training die Bindung zwischen Mensch und Tier.

Den Aufstieg in die nächst höhere Klasse erreicht man, wenn man mindestens dreimal eine Klasse bestanden hat. An bestimmten Stationen ist das Belohnen mit Futter in den Klassen Beginner und 1 erlaubt. Ob Sie mit oder ohne Leine laufen möchten, können Sie wählen. Allerdings haben diese Erleichterungen irgendwann auch ein Ende. Ab Klasse 2 ist weder die Leine noch das Futter erlaubt. Um im Verein mitzumachen, muss der Hund mindestens 15 Monate alt sein, braucht aber keine Begleithundeprüfung. Das Beherrschen einiger Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Steh“ sowie Richtungsänderungen sind von Vorteil. Manche Schilder fordern auf, im Slalom zu laufen oder der Hund muss eine Hürde überspringen und zurückkommen. Bleib- und Abrufübungen sind fester Bestandteil. Eine Besonderheit ist die Futterverweigerung, bei der das Team an gefüllten Futternäpfen vorbeigehen muss, ohne dass sich der Hund bedient. Nicht ganz einfach für Schnuppernasen, aber möglich. Infos und Angebote finden Sie unter www.gsv-kuecknitz.de. Ansprechpartnerin ist Bettina Saremba unter b.saremba1@gmx.de. Trainiert wird in Kücknitz immer freitags ab 18 Uhr. Bitte vorher anmelden. Weitere Vereine, die den Sport anbieten finden Sie unter www.rally-obedience-nord.de.

Foto: Rally-Obedience-B.Saremba

 

 

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