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Interview – Im Gespräch mit Anna Funck

© Foto: Anna Funck

Erfolgreiche Moderatorin, Schriftstellerin und Zweifach-Mama: Anna Funck ist ein echtes Allround-Talent! Erst im letzten Jahr hat sie die Schriftstellerei für sich entdeckt und ihre Bücher sind schon unter den Bestsellern. Welche Pläne sie in diesem Jahr verwirklichen will und warum sie ihrer alten Heimat bald wieder einen Besuch abstattet, verriet sie uns im Talk…

Hallo Frau Funck. Erzählen Sie uns kurz, wie ein Tag in Ihrem Leben aussieht?

Da muss ich Sie enttäuschen: Den gibt es nicht. Eigentlich ist jeder Tag anders- entweder ich lerne Moderationstexte oder drehe, schreibe an Buch Nummer 3 oder beantworte Interviewfragen wie Ihre. Das einzig Konstante sind meine Kinder- um ihre Aktivitäten und unsere gemeinsamen Mahlzeiten „baue“ ich den gesamten Tag. Wo Sie mich immer finden ist an meinem Schreibtisch, auf der Schaukel im Garten mit unserer Kleinsten oder in der Küche, um zu kochen, neue Smoothies zu mixen oder mir eine „Apfelessig-Limo“ zusammenzugießen.

Was mögen Sie ganz besonders an Ihrem Job?
Dass jeder Tag anders ist. (lacht) Die Vielfalt ist so spannend. Vor ein paar Jahren habe ich täglich Nachrichten gemacht, stand live im Studio oder draußen vor der Kamera im MDR Fernsehen. Dann kam noch ein großer Autobauer und hat mich für ein Weltformat rund um den Globus geschickt. Alle zwei Wochen bin ich ins Flugzeug gestiegen und habe aus den Straßen Neu-Delhis, vom Schiff auf dem Bosporus oder vom Treff mit J.Lo in Dubai berichtet. Das war eine sehr aufregende Zeit- bis die Familienplanung in den Vordergrund rückte. Und jetzt habe ich das Schreiben für mich entdeckt, suche mir nur einzelne Events aus, die ich moderiere, und kann dadurch viel Zeit mit meinen Kindern verbringen. Ich bin sehr glücklich damit.

Gerade ist Ihr Buch „Egal, ich ess das jetzt!“ erschienen. Im Rahmen der Recherche haben Sie verschiedene Ernährungstrends an sich selbst ausprobiert.
Wie entstand die Idee?
Das war so eine Mischung aus Neugier und Leidensdruck: Einerseits wollte ich endlich mal Licht in diesen undurchdringlichen Food-Dschungel bringen, denn man weiß ja heutzutage schon gar nicht mehr, was man eigentlich essen darf, wenn Gluten ungesund, Milch voller Hormone und Fleisch der Teufel ist. Und andererseits wollte ich mich einfach schöner, fitter und gesünder futtern und das auch gleich mit der ganzen Familie. Ich war das Nachmittagstief oder das Unwohlsein nach einigen Mahlzeiten einfach leid. Und da es so viele Ernährungstrends gibt, dachte ich, ich teste jetzt mal für alle. Dann müssen wir nicht alle Trinkmoor runterschlucken oder 21 Tage keine Kohlenhydrate essen, wenn sich das nicht lohnt. Und am Ende habe ich herausgefunden, wie ich mein Wohlbefinden durch das richtige Essen nach oben schrauben kann und wie man ohne Verbote sein Gewicht hält und nie wieder zunimmt. Das ist ein großer Gewinn an Lebensqualität.

Buch Nummer drei ist im Anmarsch. Verraten Sie uns, um was es geht?
Ja. Um den inneren Schweinehund und wie man am besten mit ihm kooperiert. Jeder kennt das ja: Innere Zwänge, Konventionen, Regeln- und oft hinterfragt man die gar nicht mehr. Ich mache jetzt ab sofort mal alles anders. Aus reiner Selbstliebe. Denn häufig vergisst man sich selbst ja- typisch für alle meine Freundinnen. Das muss anders werden. Es wird also ein Sachbuch- aber ein lustiges, wieder in Geschichten erzählt.

Bei Moderationen stehen Sie auch mal im eng anliegenden Paillettenkleid auf der Bühne. Was ist Ihr Rezept, um schlank zu bleiben?
Ich folge strikt der Ein-Kohlenhydrat-pro-Mahlzeit-Regel, auf die ich bei meinen Recherchen gestoßen bin. Wenn ich die nicht gerade breche, was auch vorkommt. Okay, Spaß bei Seite: Der Trick, um nicht zuzunehmen, ist tatsächlich sich für ein Kohlenhydrat zu entscheiden- also nicht im Restaurant den Brotkorb leerfuttern und dann Fisch und Kartoffeln essen, weil dann der Körper eins der Kohlenhydrate schön auf die Hüfte packt. Außerdem sollte man zwischen den Mahlzeiten immer mindestens zwei Stunden pausieren. Und zwischendurch mal eine Apfelessig-Schorle trinken, die hält den Stoffwechel am Laufen und den Körper basisch. Wunderbar. Dann passt jedes Kleid- immer. Und wer das ausführlich braucht, holt sich mein Buch. Da wird´s genau erklärt. 😉

Haben Sie vor Moderationen Lampenfieber? Wenn ja, wie gehen Sie damit um?
Ja, das gehört dazu. Sonst kommt das nötige Adrenalin ja nicht, das man braucht, um über sich selbst hinauszuwachsen. Und das muss man ja, wenn man vor 10.000 Menschen vor der Semperoper und ein paar Hunderttausend an den Fernsehern steht. Das Gute ist: Wenn der erste Satz gesprochen ist, ist das Lampenfieber weg. Und das weiß ich ja vorher. Nach dem ersten Satz genieße ich die Situation.

Im April sind Sie beim Unicef-Talk in Timmendorfer Strand und damit Ihrer alten Heimat. Bleiben Sie noch eine Weile hier, um Freunde/Familie zu besuchen?
Ich wohne inzwischen wieder hier – also ja. Zum Arbeiten steige ich ins Flugzeug.

Was mögen Sie besonders an dieser Gegend?
Den Wind. Den vermisse ich überall woanders immer sehr. Und natürlich die Ostsee. Und die Gelassenheit der Schleswig-Holsteiner.

Welche beruflichen Pläne wollen Sie 2019 verwirklichen?
Genau das, was ich gerade mache. Und etwas, was ich hier noch nicht verraten kann. Aber ich halte Sie auf dem Laufenden.

Sie sind Mama von zwei Kindern. Was haben Sie von Ihren eigenen Eltern mit auf den Weg bekommen und was möchten Sie Ihrem Nachwuchs mitgeben?
Dass sie immer nach den Sternen greifen sollen. Das ist typisch in meiner Familie. Mein Vater ist Bundesverdienstkreuzträger, mein Bruder Musiker in New York, ich Moderatorin und Buch-Autorin. Wir haben immer das gemacht, wovon wir geträumt haben. Egal, wie aussichtlos es war. Es hat immer geklappt. Aus reinem Sicherheitsdenken heraus eine Banklehre machen, kann nicht das Richtige sein. Es sei denn, ich liebe Zahlen, Scheine und Bausparer. Dann ist das völlig okay. Jeder träumt ja von etwas anderem. Außerdem hoffe ich, dass sie sich immer gesund ernähren werden. Denn Du bist, was Du isst. Und so sieht man auch aus und fühlt sich. Je lebendiger die Nahrung, desto lebendiger der Mensch.

© Foto: Anna Funck

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