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Barfuß auf Gras – Kinder lieben das grüne Reich

© Foto: famveldman / Fotolia

Kaum, dass das erste Grün zu sprießen begann, ist meine Tochter in den Garten gestürmt, hat sich aufs Gras geschmissen und die Wildbienen auf dem Löwenzahn beobachtet. Sie ging noch nicht zur Schule, wollte aber unbedingt ihr kleines eigenes Reich im Garten zum Pflanzen haben. Im Kindergarten, der gar nicht groß sein, nur ausreichend Licht haben muss, hat sie dann Blumen, die sie zuvor drinnen in Töpfe ausgesät hatte, in die Erde gepflanzt. Und genau geschaut, wie sie gedeihen. Dazu gehörten natürlich auch das Unkrautzupfen, Gießen und das Entfernen des Verblühten später.

Wenn eure Eltern einen Garten haben, habt ihr euer Paradies direkt vor der Haustür. Ihr könnt barfuß auf dem Gras laufen und mit euren Freunden Fußball spielen. In der Sandkiste könnt ihr buddeln, Burgen bauen und Sandkuchen backen. Mit eigener kleiner Schaufel und einer kleinen Gießkanne könnt ihr eure Eltern beim Gärtnern unterstützen. Fragt sie, ob sie euch ein kleines Stück von ihrem Garten abgeben, so dass ihr euer eigenes Gemüse und eigene Blumen anpflanzen könnt. Das ist gar nicht so schwierig und garantiert schmeckt euch das selbst Angepflanzte doppelt gut. Nicht vergessen, vor dem Pflanzen die Erde aufzulockern. Vielleicht haben eure Eltern auch ein Hochbeet und überlassen euch ein Stück davon für das, was ihr besonders mögt. Gut eignen sich zum Beispiel Erdbeeren, Radieschen, Tomaten oder Salat. Auch Kräuter gedeihen meist problemlos. Probiert es mal mit Kapuzinerkresse. Die Pflanze hat rundliche Blätter und schöne orange- oder gelbfarbene Blüten.

Wenn möglich sät sie an einem sonnigen bis halbschattigen Platz. Das könnt ihr im Mai wunderbar machen, denn dann ist der Boden schon leicht erwärmt. Merken müsst ihr euch, dass die Saat niemals austrocknen, aber auch nicht übergossen werden darf. Also immer schön feucht halten. Die Kresse ist nicht nur hübsch, sondern auch gesund und kann komplett gegessen werden. Blüten und Blätter sind essbar und aus der Saat kann man sogar leckere Kapern herstellen. Sehr dekorativ sieht es aus, wenn ihr einen Salat mit den Blüten anrichtet. Die Pflege der Pflanze ist nicht aufwendig. Sie wächst und blüht sehr zuverlässig. Leider lieben auch Blattläuse und Raupen Kapuzinerkresse. Sind es nur wenige der Schädlinge, könnt ihr sie einfach absammeln. Sonst braust sie kräftig mit einem Wasserschlauch ab. Wenn ihr erst einmal mit dem Gärtnern angefangen habt, packt euch die Lust, es mit komplizierteren Pflanzen zu versuchen oder gar einen Teil der Gartenarbeit eurer Eltern zu übernehmen. Meine Tochter ist inzwischen erwachsen. Sie liebt Gärten, Pflanzen und auch die Tiere wie Hummeln, Schmetterlinge und Libellen, die sich in ihnen tummeln. Gut kann ich mir vorstellen, dass sie später einen eigenen Rosengarten pflegt.

© Foto: famveldman / Fotolia

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