25. Juli 2026
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Auf Schienen zu den Juwelen der Wüste

Es ist Nachmittag und der Zug tuckelt durch die Landschaft. In Deutschland würde man sich über den Lokführer und seine Gemütlichkeit ärgern – hier am Ende Afrikas ist es Genuss pur.
Die Sonne scheint und es ist – trotz des südafrikanischen Winters – sehr warm. Einige der Gäste genießen die Aussicht von ihren Abteilen aus, während es andere auf die Aussichtsplattform am Ende des Zuges zieht. Mit 30 km/h rattert der African Explorer durch die abwechslungsreiche Natur. Rechts und links der Gleise erscheinen die Giraffen, Impalas und Springböcke zum Greifen nah. Eine Safari auf Schienen, das hat was, vor allem viele Naturerlebnisse: Im Licht der untergehenden Sonne glühen die Termitenhügel dunkelrot und das trockene Gras leuchtet in einem sanften Orange. All das ist nur eine Vorschau auf das, was die Gäste in den kommenden Tagen erwarten werden, denn die Reise „Juwel der Wüste“ von Lernidee führt zu den Naturwundern Namibias. Aber der Reihe nach.
Auftakt der Reise ist Windhoek. Die Hauptstadt von Namibia liegt 1.600 m hoch und wird umrahmt von den Bergen des Khomas-Hochland. Mit rund 325.000 Einwohnern ist es die größte Stadt des Landes. Sie fasziniert mit ihrer Mischung aus afrikanischer und europäischer Lebensart. Hier begegnet man Herero-Frauen in ihrer viktorianischen Tracht und jungen Mädchen mit kunstvoll geflochtenen Haaren ebenso wie Farmern aus der Provinz. Nach einer Stadtrundfahrt mit einem Stopp an der bekannten Christuskirche und dem Tintenpalast, dem Sitz des namibischen Parlaments, geht es zum historischen Bahnhof von Windhoek. Dort wartet im Schein der untergehenden Sonne der African Explorer auf die Gäste. Er wird, abgesehen von kurzen Unterbrechungen, das „Zuhause“ für die kommenden Tage sein.

Foto: Chris Letzeisen


Der Shongololo Express, übersetzt Tausendfüßler, so heißt der African Explorer in seiner Heimat, macht seinem Namen alle Ehre. Insgesamt 18 Waggons rattern mit den 55 Passagieren und einem deutschsprachigen Arzt auf der Schmalspurbahn von Windhoek nach Kapstadt. Das rollende Luxushotel, das von Rovos Rail betrieben wird, verfügt über zehn Schlafwagen mit zwei Abteilkategorien – entweder mit Doppel- oder Einzelbetten. Alle haben ein eigenes Bad mit Dusche und in den größeren Abteilen gibt es zusätzlich noch eine Sitzecke zum Chillen. Aber auch der Barwagen bietet bei einem Bier oder einem Glas Wein viel Platz zur Entspannung. In den Restaurantwagen stehen afrikanische und europäische Spezialitäten auf dem Speiseplan, welche in der kleinen Bordküche täglich frisch zubereitet und als 3-Gänge-Menü serviert werden. Aber das Highlight ist die rollende Veranda des Zuges. Der Lounge-Wagen ist ein Paradies für Fotografen und Naturliebhaber gleichermaßen. Der freie Blick in die Wildnis ist der perfekte Platz für zahlreiche Fotomotive entlang der Strecke. So wird bereits die Fahrt zur einzigartigen Safari.
Noch mehr Safarifeeling gibt es später im Etosha-Nationalpark. Nach einer kurzen Nacht wird der Schlafplatz im Zug mit einem Sitzplatz im Bus getauscht. In kleinen Gruppen geht es zur „Großwildjagd“ mit der Kamera, in der Hoffnung, die „Big Five“ für die Lieben zuhause festhalten zu können. Die Chancen stehen hierzu nicht schlecht, denn der 22.000 km² große Park hat nicht nur die höchste Anzahl an Wildtieren in ganz Namibia, sondern bietet mit seinen Wasserlöchern ideale Voraussetzungen für das Beobachten der Tiere.

Foto: Chris Letzeisen


Wieder an Bord setzt der von Lernidee exklusiv gecharterte und durch die ARD-Fernsehserie „Verrückt nach Zug“ bekannte African Explorer mit aufwendig renovierten und luxuriös ausgestatteten Abteilen seine Fahrt über die älteste Bahntrasse des Landes fort. Unterbrochen wird diese Nostalgiefahrt nur zu zahlreichen Ausflügen wie zum Matterhorn Namibias – die Spitzkoppe oder in die sehr deutsch anmutende Kleinstadt Swakopmund, wo im beliebten Café Anton noch heute Schwarzwälder Kirschtorte serviert wird.
Vom Sahneberg weiter zum Sandberg. Die höchsten Dünen der Welt in der Namib-Wüsten sind vor allem in den frühen Morgenstunden ein begehrter Hotspot. Denn dann leuchten die Wahrzeichen der Namib, die riesigen Sanddünen bei Sossusvlei, im Licht der aufgehenden Sonne in allen Rottönen. Der mühsame Aufstieg wird mit Ausblicken auf ein Meer aus Sand belohnt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum die Namib (leerer Platz) so benannt wurde. Mit einer Ausdehnung von rund 2.000 km Länge und etwa 160 km Breite berührt sie im Norden die Skelettküste, in der Mitte die Walfischbucht und im Süden das für Touristen unzugängliche Diamantenfördergebiet.
Für Touristen zugänglich ist die ehemalige Diamantenstadt Kolmanskop. Hier fand man einst die ersten Diamanten Namibias. Von dem damaligen Reichtum und Wohlstand zeugt heute nur ein Lost Place, trotzdem oder gerade deshalb zählt die Geisterstadt zu den beliebten Sehenswürdigkeiten der Region.
Ein weiteres Must-see ist der Fish River Canyon. Der zweitgrößte Canyon der Welt beeindruckt mit einer Tiefe von bis zu 550 Meter vom Fischfluss ausgewaschenen Flussbett. Aber auch der bizarre Köcherwald versetzt die Gäste ins Staunen.
Mit so vielen Eindrücken im Gepäck endet die Reise mit dem African Explorer am schönsten Ende der Welt – in Kapstadt. Spätestens jetzt bin auch ich „Verrückt nach Zug“!

Die 16-tägige Reise mit dem African Explorer wird vom Spezialisten für Bahnreisen 2024 insgesamt an vier Terminen angeboten. Im Preis enthalten sind die Übernachtungen im Zug, den Hotels und Lodges, die Mahlzeiten lt. Reiseverlauf, Deutsch sprechende Reiseleiter, zahlreiche Ausflüge und Stadtrundfahrten sowie ein Grillfest unter dem Sternenhimmel.
Mehr Infos gibt es unter Tel.: 030 786 000 95 und im Internet unter www.lernidee.de

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