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Interview – Im Gespräch mit Alexander Mazza

© Foto: Christian Hartmann

Egal ob als Moderator einschlägiger Formate und Shows oder als Schauspieler in bekannten Serien und Filmen – Alexander Mazza ist aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken. Doch auch abseits der Kamera ist er sehr engagiert: Anfang November etwa moderiert er in Timmendorfer Strand den UNICEF-Talk. Wir sprachen mit dem 45-jährigen über Lebensweisheiten und seine weiteren Pläne…

Hallo Herr Mazza. Was ist die bedeutendste Lektion, die Ihre Eltern Sie gelehrt haben?
Sich grundsätzlich seinen Mitmenschen gegenüber so zu verhalten, wie man sich selbst wünscht behandelt zu werden. Meine Eltern sind aufgeschlossene, tolerante und respektvolle Menschen. Werte, die ich unter anderem ebenfalls als sehr wichtig empfinde und lebe.

Wo wir gerade beim Thema „Lebensweisheiten“ sind: Was möchten Sie Ihren beiden Töchtern mit auf den Weg geben?
In erster Linie die Gewissheit, dass sie von ihren Eltern stets bedingungslos geliebt werden. Neben dem Vermitteln der gerade genannten Werte, möchte ich meinen beiden Töchtern ebenfalls mit auf den Weg geben, wie wichtig es ist, sich darüber bewusst zu werden, was man will und vor allen Dingen nicht will.

Wie sieht ein typischer Tag in Ihrem Leben aus?
Es gibt keinen „typischen“ Tag in meinem Leben. Vielmehr ist es typisch für mich, dass ich meine freien Tage fast ausschließlich mit meiner Familie verbringe. Dann verbarrikadieren wir uns entweder zuhause und spielen alle möglichen Spiele oder schnappen uns Fahrräder, Roller oder Laufrad und sind an der frischen Luft unterwegs.

Sie schaffen es immer wieder mit Ihrer aufgeschlossenen und unkomplizierten Art, das Publikum zu überzeugen. Haben Sie vor den Auftritten Lampenfieber?
Nein, Lampenfieber ist da der falsche Begriff und würde mich auch eher bremsen. Vielmehr ist es eine gesunde Portion Nervosität, die ich brauche um vollkonzentriert und auf dem Punkt zu sein. Aber natürlich kenne ich das Gefühl von Lampenfieber aus den Anfängen meiner Tätigkeit als Moderator.

Welches waren Ihre persönlichen Höhepunkte als Moderator?
Ich durfte in den vergangenen über 20 Jahren zum Glück so viele tolle Sendungen und Events moderieren. Da fällt es mir schwer ein paar wenige Highlights herauszufiltern. Aus dem Stehgreif fällt mir die ZDF Silvestershow am Brandenburger Tor ein. An einer so tollen Location den Jahreswechsel gemeinsam mit einer Millionen Menschen vor Ort zu erleben und live zu moderieren, war schon ein geniales Erlebnis.

Stehen nach dem Auslaufen des ZDF-Magazins Mona Lisa im letzten Jahr langfristige Moderationsprojekte vor der Tür?
Nein, ich moderiere zurzeit sehr viel auf Eventbasis und habe dabei das Glück, für ganz unterschiedliche Branchen tätig sein zu dürfen. Das bringt viel Abwechslung und ganz nah am Publikum zu sein, macht mir besonders viel Freude.

Wie hat sich die Medienwelt aus Ihrer Sicht seit Beginn Ihrer Karriere verändert?
Als ich Mitte der 90er anfing als TV Moderator zu arbeiten, steckte das Internet noch in den Kinderschuhen. Heutzutage hat es gerade bei der jungen Generation dem linearen Fernsehen längst den Rang abgelaufen. Junge Menschen wollen heute selbst bestimmen, was sie wann, wo und auf welchem Gerät konsumieren. Noch dazu bieten internetbasierte Dienste meist anspruchsvollere Stoffe und Erzählweisen. Die Herausforderung der TV Sender liegt darin, sich diesen Bedürfnissen und Gewohnheiten anzupassen. Keine einfache Aufgabe. Und doch gehöre ich nicht zu denjenigen, die glauben das lineare Fernsehen sei schon so gut wie tot.

Wie sieht es mit schauspielerischen Plänen aus?
Ich habe gerade erst wieder eine Episodenrolle für die SOKO München abgedreht. Als Schauspieler arbeiten zu können empfinde ich immer wieder als Herausforderung und zugleich besonderes Vergnügen. Immerhin bin ich nach so vielen Jahren in den Köpfen der Zuschauer schon sehr stark als Moderator verankert. Dann in eine komplett
andere Rolle zu schlüpfen und vielleicht sogar mal als der Mörder zu überzeugen, ist nicht einfach.

Am 8. November moderieren Sie in Timmendorfer Strand den UNICEF-Talk. Auch sind Sie UNICEF-Pate. Auf welcher Problematik liegt derzeit Ihr Hauptaugenmerk?
Ich freue mich schon sehr auf den UNICEF-Talk am Timmendorfer Strand. Erst vor kurzem haben wir mit der UNICEF-Kampagne #Stop10Seconds ein erstes Ziel erreicht: 10000 Kinder im Südsudan vor dem Hungertod zu retten. Nicht nur dort stirbt alle 10 Sekunden ein Kind unter 5 Jahren an den Folgen von Hunger. Unfassbar. Der Kampf gegen die Spirale aus Hunger und Tod muss dringend weitergehen.

Wir befinden uns gerade wieder in der gemütlichen Jahreszeit. Was macht den Winter für Sie besonders?
Ich mag es, wenn es im Winter so richtig schön schneit und ich mit meinen Mädels auf Ski, Schlitten oder Eislaufschuhen unterwegs sein kann. Es sich danach zuhause gemütlich machen, Kuchen backen und sich gemeinsam einen Film anschauen klingt schon ziemlich nach einem perfekten Wintertag..

Vielen Dank für das freundliche Gespräch.

Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute!

© Foto: Christian Hartmann

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