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Interview – Im Gespräch mit Roland Kaiser

© Foto: Sandro Halank

44 Jahre Bühne, 67 Mal ZDF-Hitparade, 2010 das Comeback und 2 Mal Timmendorfer Strand: Roland Kaiser heizt am 9. September bei „Stars am Strand“ mit alten Liedern wie „Dich zu lieben“, aber auch neuen Songs der Menge ordentlich ein. Wir nutzten seinen Aufenthalt an der Lübecker Bucht, um mit ihm ins Gespräch zu kommen…

Sie betonen gerne die enge Verbundenheit zu Ihrer Heimatstadt Münster. Was genau schätzen Sie so sehr an dieser Stadt?
Die Kombination aus Stadtbild und Menschen gefällt mir einfach gut.

Als großer Rolling-Stones-Fan waren Sie beim letzten Konzert in Berlin dabei. Gibt es weitere „Oldschool-Größen“, die Sie gerne noch einmal auf der Bühne sehen würden??
Da gäbe es z.B. Billy Joel und Paul McCartney. Im nächsten Jahr gehe ich zur sogenannten Abschiedstournee von Elton John. Im vergangenen Jahr habe ich ein Konzert von Rod Stewart gesehen. Auch das war großartig.

Am 9. September haben Sie einen Auftritt beim Open-Air „Stars am Strand“ in Timmendorfer Strand. Haben Sie auch die Gelegenheit, die frische Ostseeluft ein paar Tage auszukosten?
Leider nein.

Sie waren 1979 auch schon einmal hier und haben sich in das Gästebuch mit der Bemerkung „Bis zum nächsten Mal“ eingetragen. Ist dieser Besuch das nächste Mal? Und: Wird es ein weiteres „Nächstes Mal“ geben?
Offensichtlich ja. Ob ich für ein weiteres Konzert wiederkomme, liegt aber an den Veranstaltern. Ich habe keinen Einfluss darauf, ob man mich eventuell bitten wird, hier noch einmal aufzutreten.

1974 veröffentlichten Sie mit „Was ist wohl aus ihr geworden?“ Ihre erste Single. Diese entpuppte sich zum Flop. Erst zwei Jahre später hatten Sie mit „Frei, das heißt allein“ Ihren ersten Verkaufserfolg. Wie kam es Ihrer Meinung nach zu dem Wandel?
Wenn Sie es einen Wandel nennen möchten, dann wird es wohl daran gelegen haben, dass der Titel „Frei, das heißt allein“ zweifelsfrei
kommerzieller produziert war und den Menschen einfach besser
gefallen hat.

Sie selbst sind als Vollwaise aufgewachsen und engagieren sich ehrenamtlich in vielen Einrichtungen für Kinder. Gibt es ein weiteres Thema, welches Ihnen sehr am Herzen liegt?
Ich bin der stellvertretende Vorsitzende der Solidarfonds-Stiftung NRW. Wir kümmern uns um das Kernthema Schule und Ausbildung. Ich engagiere mich für „Die Tafel“ in Cottbus und unterstütze seit langem als Botschafter die Rudolf Pichlmayr Stiftung, Trägerin des Ederhof Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche, die eine Organtransplantation hinter oder noch vor sich haben. Darüber hinaus gibt es noch verschiedene andere Dinge. Ich empfinde es als Verpflichtung, der Gesellschaft, die mich auf die Straße des Glücks geführt hat, etwas zurückzugeben.

Ende 2017 veröffentlichten Sie ein Best Of-Album. Ihre größten Hits in modernen, zeitgemäßen Arrangements. Sprechen Sie damit gezielt die jüngere Generation an?
Ich versuche die Menschen generell zu erreichen, nicht nur die jüngere Generation. Aber natürlich freut es mich, dass die Jugend sich ebenfalls für meine Musik interessiert.

Sind Ihre Kinder Roland Kaiser-Fans?
Nein. Für meine Kinder bin ich in erster Linie ihr Vater und nicht der Künstler Roland Kaiser.
In Ihren Liedern geht es sehr viel um Gefühl und Romantik. Verarbeiten Sie mit Ihren Texten persönliche Erlebnisse oder basieren diese auf Fiktion?
Diese Titel sind eine Mischung aus Erlebtem, Beobachtetem und Erfundenem.

Was für Projekte haben Sie künftig geplant? Gibt es vielleicht mal ein Duett?
Im Frühjahr 2019 wird mein nächstes Album veröffentlicht. Ansonsten gab es ja gerade erst ein Duett.

Vielen Dank für das freundliche Gespräch.

Wir wünschen Ihnen alles Gute!

© Foto: Sandro Halank

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