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Im Gespräch mit…Cheryl Shepard

Cheryl_Shepard_2016

Nach einer langen Zeit bei „In aller Freundschaft“ wird sie ab Ende Mai als Hauptdarstellerin, zusammen mit Mickey Hardt als männliches Pendant, in der quotenträchtigen Telenovela „Rote Rosen“, immer montags bis freitags um 14.10 Uhr auf ARD zu sehen sein. Was sich aufgrund der neuen Herausforderung alles im Leben der 50-jährigen Schauspielerin ändert, haben wir von der gebürtigen New Yorkerin im Talk erfahren….

Sie wurden in Manhattan geboren, sind aber mit vier Jahren in die Schweiz gezogen. Haben Sie noch vage Erinnerungen an Ihre Kindheit in Amerika?
Ja die habe ich. Zwar nicht an Manhattan direkt – da war ich noch zu klein – aber danach lebten wir in Washington D.C.. Ich habe Bilder von Häusern, Straßen, dem Hasen vom Nachbarmädchen oder Gesichter von Menschen aus dieser Zeit im Kopf. Das sind teilweise sogar Dinge, die meine Eltern vergessen haben, und auch meine Zwillingsschwester hat nicht diese Art von Erinnerungen. Vielleicht liegt es daran, dass wir zweieiig sind und auch vom Charakter her komplett unterschiedlich.

Um Zeit für die Dreharbeiten der 13. Staffel von „Rote Rosen“ zu haben, gaben Sie ihren Traum „Cheryl´s Café“ auf. Ein Abschied für immer?
Das weiß ich tatsächlich noch nicht. Ich weiß aber, dass es jetzt
nicht mehr gepasst hat. Während der Dreharbeiten kann ich meine
Zeit dem Café nicht widmen. Nicht alle, aber viele Gäste kamen auch in der Hoffnung, mich dort hinterm Tresen zu sehen. Da meine persönliche Anwesenheit nur noch ganz selten möglich wäre, können
durch die Schließung auch Enttäuschungen verhindert werden.
Darüber hinaus will ich meine Energie und Kraft in die Dreharbeiten stecken. Das Schauspielern ist halt mein wahrer Beruf, dem ich mich auch voll und ganz widmen möchte.

Wie viel Ähnlichkeit hat Ihre Figur bei „Rote Rosen“ mit der echten Cheryl Shepard?
Charakterlich gibt es so einige Parallelen: Sydney Flickenschild ist aufgeschlossen, modern, neugierig, leidenschaftlich und selbstbewusst. Ich behaupte, dass einige dieser Dinge auch auf mich zutreffen. Ihre Risikobereitschaft ist ebenfalls eine Parallele zu mir – ich habe mir selber bewiesen dass ich Risiken eingehen kann und will. Das passt und deshalb macht es auch besonders Spass die Rolle zu spielen.

Wir sind sehr neugierig und hoffen, dass Sie uns einen kleinen Ausblick darauf geben können, wie es rund um das Rosenhaus in Lüneburg weitergeht…

Das kann und darf ich leider nicht.(lacht) Ersteres, weil die Besetzung den Verlauf selbst nicht weiß. Ich bekomme jede Woche fünf Drehbücher – für jeden Tag eins. Von daher weiß ich selber auch nur die Story der nächsten fünf Tage.

In der 13. Staffel gibt es aufgrund einiger neuer Darsteller ordentlich frischen Wind. Wie ist die Stimmung am Set?

Die Stimmung ist fantastisch, kollegial, freundschaftlich, heiter und hilfsbereit. Es könnte wirklich nicht besser sein. Darüber hinaus besteht seit der ersten Woche ein toller privater Kontakt zwischen uns. Wir telefonieren, gehen aus oder lernen Texte gemeinsam. Man kann schon sagen, dass sich bereits jetzt Freundschaften entwickelt haben.

Ihren Durchbruch hatten Sie mit der Vorabendserie „Hinter Gittern – Der Frauenknast“ im Jahr 1997? Was nehmen Sie aus dieser Zeit mit?

Seitdem sind 18 Jahre vergangen. Was ich mir seither angeeignet
habe ist die Kondition. Damals wie auch heute gab es ein volles
Drehpensum zu bewältigen. Wobei ich den größten Teil meiner heutigen Erfahrung bei „In aller Freundschaft“ sammeln konnte. Dort gehörte ich 12 Jahre dazu. Bei „Hinter Gittern“ drehte ich dagegen nur 2 Jahre.

„Nicht viel nachdenken – einfach machen“ ist ein Alltagsrezept,welches Sie sich selbst verordnet haben. Birgt diese Einstellung nicht auch ein gewisses Risiko?

Auf jeden Fall. Aber wenn man das Wort „Risiko“ nicht negativ behaftet, sondern es sich einfach als Lebenselixir vorstellt, dann ist das Risiko etwas sehr Schönes. Sie kümmern sich um zwei Pflegekinder aus Madagaskar. Wie gestaltet sich der Kontakt? Die beiden leben bei uns in der Familie. Somit besteht täglicher Kontakt. Wir machen zusammen Urlaub und wir leben einfach zusammen. Diesen Teil unserer Familie möchte ich niemals mehr missen.

Ältere Bilder zeigen Sie noch mit längeren Haaren. Nun sind diese ja raspelkurz, was Ihnen übrigens ausgezeichnet steht. Eine mutige Entscheidung, an die sich viele Frauen nicht heranwagen. Wie kam dieser Entschluss?

Mein Kurzhaarschnitt war eine spontane Entscheidung aus dem Bauch heraus. Ich muss dazu sagen, dass ich früher bereits mal kurze Haare hatte und von daher wusste, dass ich diese Frisur tragen kann. Ich wollte mir einfach eine Veränderung gönnen, nachdem ich viele Jahre gleich aussah. Also hab ich beschlossen: Wenn meine Figur bei „In aller Feundschaft“ aus Australien wiederkehrt, sollen die Haare kurz sein . Ich fühl mich wohl damit und finde es toll, dass ich damit jetzt auch drehen kann. Ich darf bei „Rote Rosen“ sogar meine Frau stehen und mit bereits grau melierten Haaren arbeiten. Die finde ich nämlich sehr schön. Ich bin sogar eine der wenigen Frauen, die sich auch mit schon grauen Haaren noch durchaus weiblich findet.

Wir bedanken uns für das freundliche Gespräch und wünschen eine tolle und erfolgreiche Zeit bei „Rote Rosen“!

 

©Foto:  Das Erste / Presse und Information

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