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Piepmätze im Winter richtig füttern!

Foto: NABU Arne von Brill

Spatzen, Meisen, Amseln, Zaunkönige und andere zwitschernde Gesellen sind auch im Winter bei uns in den Gärten zu beobachten. Der NABU empfiehlt die Fütterung im Winter. So haben Sie Gelegenheit viel mehr Vögel zu beobachten. Von November bis Ende Februar können Sie die flinken Flieger mit Futter versorgen. Gerade bei Schnee und Frost freuen sie sich besonders über das zusätzliche Angebot.

Zu beachten sind bei der Fütterung einige Regeln. Wichtig ist es zum Beispiel, dass die Vögel nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot beschmutzen. Futterspender oder Futtersilos sind eine gute Wahl. Durch sie lässt sich die Übertragung von Krankheitserregern minimieren und zudem verdirbt das Futter nicht so leicht. Denken Sie daran, die Spender so anzubringen, dass sie starkem Wind trotzen und nicht durchnässt werden. Gute Futterspender sind sozusagen wartungsfrei. Sie müssen lediglich vor und nach der Wintersaison gereinigt werden.
Aber auch das herkömmliche Futterhäuschen dürfen Sie verwenden. Es muss nur regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden. Tragen Sie am besten dabei Handschuhe. Die Spender und Häuschen sollten Sie an einer übersichtlichen Stelle platzieren, die Sie gut beobachten können und an die sich Katzen nicht so leicht anschleichen können. Büsche und Bäume, die nicht allzu weit entfernt sind, bieten ihnen Schutz vor Sperberangriffen.

Welches Futter Sie wählen, richtet sich nach den Arten. Doch Sonnenblumenkerne werden von fast allen gefressen. Bei ungeschälten Kernen fällt zwar mehr Abfall an, dafür verweilen die Vögel aber länger an Ihrer Futterstelle. Freiland-Futtermischungen enthalten zusätzlich andere Samen unterschiedlicher Größe, die von verschiedenen Arten bevorzugt werden. Die häufigsten Körnerfresser an Ihrer Futterstelle sind Meisen, Finken und Sperlinge. Bei uns überwintern daneben auch Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Amseln, Wacholderdrosseln oder Zaunkönig. Für sie kann man Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie in Bodennähe anbieten. Dabei ist darauf zu achten, dass dieses Futter nicht verdirbt. Es gibt spezielle Bodenfutterspender, die sich dafür besonders eignen. Insbesondere Meisen lieben auch Gemische aus Fett und Samen, die man selbst herstellen oder als Meisenknödel kaufen kann. Achtung: Achten Sie beim Kauf von Meisenknödeln und ähnlichen Produkten darauf, dass diese nicht, wie leider noch häufig üblich, in Plastiknetzen eingewickelt sind. Vögel können sich mit ihren Beinen darin verheddern und schwer verletzen. Keinesfalls sollte man salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln anbieten. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt und schnell verdirbt.

Billiges Vogelfutter wird meist mit großen Anteilen an Weizenkörnern gestreckt. Diese werden von den Vögeln erst dann gefressen, wenn alle anderen Samen aufgebraucht sind. Dies führt daher meist zu großen Mengen ungenutzten Vogelfutters am Boden. Zudem ist bei billigem Vogelfutter nicht gewährleistet, dass durch das Vogelfutter keine invasiven Pflanzenarten, wie zum Beispiel die stark allergieauslösende Ambrosie, verbreitet werden. Es lohnt sich also, hochwertigeres Vogelfutter zu verwenden.
Infos unter www.nabu.de.

Noch ein Tipp: Im Museum für Umwelt und Natur findet am 15. Februar ab 11 Uhr ein Workshop zum Thema „Ein Zuhause für Meisen – Nistkastenbau und Vogelbeobachtung für Kinder und Erwachsene“ statt. Bitte telefonisch anmelden unter 0451 122-2296. Alles Weitere finden Sie unter www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de.

Foto: NABU Arne von Brill

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