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News rund um die Bucht!

© Foto: Konermann Siegmund Architekten BDA

FLIRT-Akku bald im Norden unterwegs
Langsam tut sich etwas im Bereich Umweltschutz hier im Norden. Zwar müssen Sie sich noch etwa zwei Jahre gedulden, bis Sie mit den neuen elektrischen Triebwagen schnell und leise durch Schleswig-Holstein fahren können, doch immerhin ist der Liefervertrag für die Akku-Triebwagen jetzt in Kiel unterzeichnet worden. Die lokal emissionsfreien Fahrzeuge sollen ab Ende 2022 in den bisher mit Diesel-Triebzügen betriebenen Netzen Nord und Ost zum Einsatz kommen. Neben der Lieferung der Fahrzeuge ist Stadler über einen Zeitraum von 30 Jahren für die Instandhaltung der Fahrzeuge verantwortlich. Immerhin liegt der Auftragswert bei rund 600 Millionen Euro. „FLIRT-Akku“ ist die Typbezeichnung der neuen Züge. Sicher lässt es sich in ihnen auch flirten, doch der Name steht für „Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug“. Das klingt dann schon nicht mehr so ganz romantisch – hat schließlich auch mit Technik zu tun. Bis wir uns nur noch elektrisch fortbewegen, wird noch eine Zeit vergehen. Verkehrsminister Bernd Buchholz geht davon aus, dass man im Nahverkehr noch lange auf alternative Antriebe angewiesen sei. Im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung stellte Stadler dem Verkehrsminister die neuen Züge während einer Fahrt mit einem „FLIRT-Akku“-Testträger von Kiel nach Oppendorf vor. Sie sind leiser, spurtstärker und dank einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h deutlich schneller. Betrieben werden die Fahrzeuge auf den nicht elektrifizierten Strecken über zusätzlich installierte Akkus. Für die Aufladung werden bereits vorhandene bzw. vereinzelt neu zu errichtende Oberleitungen als auch weitere Ladevorrichtungen genutzt. Indem bei den neuen Fahrzeugen Bremsenergie in die Batterie zurückgespeist wird, kann zusätzlich Energie eingespart werden. Das ist schon mal ein Anfang auf dem langen Weg einer umweltbewussten Mobilität.

Neues Gebäude für DLRG in Niendorf
Das Richtfest wurde gerade groß gefeiert und die Gäste waren erstaunt über die großzügigen Räume am Rethwarder in Niendorf. Rechtzeitig zur Saison im nächsten Jahr soll alles fertig sein. Bieten wird das schicke Gebäude unter anderem 16 Übernachtungszimmer und zwei Büros. Dafür muss die Gemeinde Timmendorfer Strand zwei Millionen Euro aufbringen. Die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer haben dann ab 2020 viel Platz auf zwei Stockwerken und im Staffelgeschoss. Neben 13 Doppelzimmern und drei Einzelzimmern gibt es zwei Büros, einen Besprechungs-, einen Multifunktions- und einen Trockenraum. Natürlich fehlt auch eine Küche nicht. Entworfen hat das Gebäude mit einer Grundfläche von 300 Quadratmetern der Neustädter Architekt Martin Spieß, der auch schon für die DLRG-Station in Pelzerhaken und den Anbau am DLRG-Landeszentrum in Eckernförde verantwortlich war. „Es ist wichtig, dass sich jeder Ehrenamtler wohlfühlt und Kraft schöpfen kann“, erklärt der Timmendorfer Bürgermeister Robert Wagner. Ab April oder Mai 2020 können die Rettungsschwimmer ihr neues Quartier beziehen.

Theaterfiguren bekommen neues Zuhause
Besucher des Petrikirchhofs werden zurzeit im bunten Theater-Figuren-Mobil über das neue Zuhause des Figurentheaters informiert. Seit eineinhalb Jahren schon sind die Häuser im Kolk geschlossen und die Marionetten treten derweil im Hansemuseum auf. Doch es tut sich etwas und bald, nämlich 2022, ist es wieder soweit und Museum und Theater öffnen dann ihre Türen für kleine und große Fans des Figurenspiels. Denn jetzt hat es grünes Licht für den überarbeiteten Architekten-Entwurf gegeben. „Jetzt ist alles abgesegnet“, versichert Ingo Siegmund vom Büro Konermann + Siegmund. Gestaltungs- und Welterberat sind sich einig geworden.
Das Gebäude, in dem jetzt das Museum beheimatet ist, wird abgerissen. Dort entsteht ein Theaterneubau. Das Museum wird auf die andere Seite zur Kleinen Petersgrube ziehen. Durch einen Tunnel werden Theater und Museum im Kellergeschoss miteinander verbunden sein. „Wenn wir wiedereröffnen, werden wir nicht mehr zwischen Theater und Museum trennen“, sagt die Direktorin Dr. Antonia Napp. Jetzt wird ein Name für beide gesucht. Ob das alles mit dem Zeitplan so klappt, ist aber noch nicht genau zu sagen. Denn Archäologen werden die Baustelle studieren und außerdem habe man es mit alter und so nicht immer solider Bausubstanz zu tun, erklärt Ingo Siegmund. Finanziert wird das Projekt von der Possehl-Stiftung. Wir sind gespannt auf das Ergebnis und die erste Aufführung.

© Foto: Konermann Siegmund Architekten BDA

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