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Pflanztipp – Die Montbretie (Crocosmia)

Text/Foto Wolfgang Assmann

Bei der Montbretie (Crocosmia) handelt es sich um eine Zwiebelblume, deren ursprüngliche Heimat in den Höhenlagen des südlichen Afrikas liegt. Der botanische Gattungsname Crocosmia stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern „crocos“ (Safran) und „osme“ (Duft) zusammen. Sie verdankt diesen vermutlich den nach Safran riechenden Blüten. Der deutsche Name wurde nach dem französischen Botaniker Ernest de Montbret benannt.

Die zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) gehörende ausdauernde Pflanze kann je nach Sorte und Standort eine Höhe zwischen 60 und 100 cm erreichen. Charakteristisch für die Montbretie sind ihre schmalen überhängenden bis zu 50 Zentimeter langen Laubblätter, welche fächerförmig aus der Pflanzenmitte entspringen, ein schwertförmiges Aussehen haben und gerippt sind.
Die dicht beieinander stehenden Blätter und deren Blütenrispen erheben sich wie längliche Lanzetten. Die einzelnen trichterförmigen attraktiven Blüten sind an einer Rispe zweiseitig aufgereiht und verleihen der Staude eine exotische Ausstrahlung. Ihre Farbenskala reicht von Gelb, Orange bis hin zu einem feurigen Rot, das an lodernde Flammen erinnert und jedes Staudenbeet zum Leuchten bringt. Die Blütezeit der Montbretie dauert in der Regel von Juli bis September, manchmal sogar bis Oktober.
In Mitteleuropa sind Montbretien nur bedingt winterhart. Neue Züchtungen sind inzwischen jedoch robuster und können kalte Winter eher überstehen. Die Crocosmia gedeiht in fast jedem Gartenboden, jedoch muss darauf geachtet werden, dass dieser gut gelockert und wasserdurchlässig ist. In feuchten Böden besteht die Gefahr, dass Knollen und Wurzeln verfaulen. Der optimale Standort für die Montbretie wäre ein sonniger und windgeschützter, wie an einer nach Süden ausgerichteten Hauswand, an der sich die Wärme länger hält. Auch halbschattige Plätze sind geeignet, sie sollten jedoch vor kalten Winden geschützt sein. Kühle und windige Standorte können eine reduzierte oder sogar ein Ausbleiben der Blüte zur Folge haben.
Mit ihrer Farbenpracht zählt die Montbretie zu den Klassikern in Bauerngärten. Ihre zarte Schönheit und ihre grazilen Blütenformen verbreiten einen nostalgischen Charme, der fast jeden Gartenliebhaber emotional einfängt. Ausgesprochen gut zur Geltung kommt sie in kleinen Gruppen zu je 5 Pflanzen. Eine schöne Kombination ergibt sich auch mit anderen Sommerblühern wie Patagonischem Eisenkraut, Margeriten oder Duftnesseln. Außerdem lassen sie sich mit ihren feurigen Blüten als Aufheller vor Gehölzen wirkungsvoll in Szene setzen.
Gepflanzt werden die Knollen Ende April, Anfang Mai. Als Pflanztiefe wird das dreifache der Knollengröße, ca. 10 Zentimeter, empfohlen. Jetzt fügt man auch Kompost oder Hornspäne hinzu, anschließend werden Montbretien nicht mehr gedüngt. Eine zu reiche Nährstoffversorgung fördert zwar die Bildung von Blättern, nicht jedoch die von Blüten.
Von den vielen verschiedenen Zuchtformen an Montbretien, ist die Sorte „Lucifer“ mit ihren leuchtenden roten Blüten die bekannteste und beliebteste. Weitere Sorten sind „Norwich Canary“ und „Rheingold“ mit jeweils gelben, sowie die spätblühende „Fire King“ mit roten Blüten.
Zu erwähnen bleibt noch, dass die Montbretie auch als Schnittblume für die Vase gut geeignet ist. Allerdings dürfen die Blüten tragenden Triebe erst geschnitten werden, wenn sich bereits einige der zahlreichen Knospen geöffnet haben. Werden sie zu früh im knospigen Zustand geschnitten, bleiben die Blüten häufig geschlossen und verwelken stattdessen in der Vase.

Text/Foto Wolfgang Assmann

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