ANZEIGE

Neptun ruft zum Anbaden! – Die Lübecker Bucht eröffnet die Saison!

© Foto: cppzone / Fotolia

Der Winter kam spät und versuchte sogar die Bucht mit einer Eisdecke einzukleiden. Allerdings ist ihm dies nicht gelungen. Im Uferbereich schoben sich zwar die Eismassen ineinander, aber dann begann das Tauwetter. Im Anschluss brachte ein eisiger Ostwind tagelang Sonnenschein. Diese Nachricht dürfte für einige Unerschrockene, die sich ganz früh in die Ostsee wagen, von Bedeutung sein. Denn die Ostsee wird kalt sein, sehr kalt sogar, vielleicht ein paar Grad über Null. Doch das kann Seebären und Stranddeerns nicht erschüttern.

Nasser spaß für alle…

Während andere dick eingehüllt auf den Seebrücken und am Strand so rumstehen, stürzen sich Mutige beim Anbaden in die recht frische Ostsee an der Lübecker Bucht, sobald sie das Signal von Neptun erhalten. Wenn der mit seinen Nixen dem Meer entsteigt und in sein Muschelhorn bläst, machen sich die Tollkühnen auf zu ihrem beherzten Sprung in die See. Dabei sind auch immer wieder Prominente aus allen möglichen Bereichen. Aus dem Rahmen fallen aber besonders ältere Menschen, die jedes Jahr zur Stelle sind und mit gutem Beispiel vorangehen. So eine Dame, die um die 80 Jahre alt sein wird, und mit einem Lächeln ins Meer hüpft. Frohgemut entspringt sie ihm auch wieder und scheint gar nicht zu frieren. Das bestätigt auch Sönke Sela, der Bürgervorsteher in Neustadt, der seit 20 Jahren bei der Saisoneröffnung mit Anbaden dabei ist. In den letzten Jahren hat die Veranstaltung in Rettin stattgefunden. „Etwa 20 bis 50 Menschen trauen sich in die kalte Ostsee, während 300 bis 400 Schaulustige die Wagemutigen anfeuern“, sagt Sela. Der 72-Jährige wählt sein Ringeldress zum Bad im frischen Nass. „Danach gibt es Schnaps und Schmalzbrote, wobei mir ein Stück Kuchen lieber wäre“, meint der Kommunalpolitiker auch als Anregung für den Veranstalter. Gesund ist der Sprung in die Ostsee allemal. Doch sollte man die Abhärtung Schritt für Schritt trainieren und sich nicht gleich beim ersten Mal eine halbe Stunde im vier Grad kalten Wasser aufhalten. Bei Kälte schmeißen wir unsere innere Heizung an und lassen die Muskeln zittern. Auch unser Fettgewebe produziert Wärme. Wenn man sich jetzt regelmäßig der Kälte aussetzt, kann man leichter Wärme erzeugen. Untersuchungen in den achtziger Jahren an japanischen Perlentaucherinnen haben das bestätigt. Die Frauen tauchten stundenlang ohne Schutzanzug im kalten Wasser. Die Folge war, dass sie einen erhöhten Stoffwechsel hatten und später anfingen zu zittern. Die Haut von abgehärteten Menschen wird schneller durchblutet. Aber ohne regelmäßiges Training geht die Fähigkeit auch wieder verloren. Weiterer guter Nebeneffekt ist, dass Erkältungen meist spurlos an den Unempfindlichen vorüberziehen.

Ahoi Ostsee, wir kommen!

Wollen Sie den Kältetest wagen und das nicht nur mit dem großen Zeh? Dann empfehlen wir die verschiedenen traditionellen Anbade-Events an unserer Küste. So können Sie mit Ihrer Abhärtephase gleich beginnen. Am 28. April ruft der Meeresgott Neptun alle Wasserratten zum erfrischenden Anbaden mit buntem Programm für Groß und Klein in Rettin. Damit wird die Badesaison an der Lübecker Bucht offiziell eröffnet. Der große Anbadespaß findet am familienfreundlichen Strand von Neustadt-Rettin statt, wo der breite Strand und flach abfallende Sandbänke zur Riesen-Anbadesause einladen. Der Ort ist gut gewählt: Denn im Flachen kann sich das Wasser leichter aufwärmen, worüber sich sicher nicht nur die Lütten freuen. Wenn Neptun in sein Muschelhorn bläst, stürmen die mutigen Badewilligen in die kühlen Fluten. Zum Aufwärmen gibt es dann für die Kleinen kostenlos heißen Tee und für die Großen Schnaps (Kräuterlikör „Schit-Lot-Em“) und Schmalzbrote. Am gesamten langen Wochenende steht ein abwechslungsreiches Programm mit viel Livemusik, Maibaumtanz, Tanz in den Mai und Strand-Gottesdienst auf dem Programm. Für die Kleinen wird eine Kindereisenbahn aufgebaut und ist Ponyreiten angesagt. Ende der Strandparty ist am 1. Mai um 17 Uhr. Infos finden Sie unter www.luebecker-bucht-ostsee.de.
Das lustige Familienfest „Baden-Baden“ wird am 12. Mai in Niendorf auf dem Niendorfer Balkon an der Seebrücke gefeiert. Schon seit 1989 wird der offizielle Start in die Badesaison in dem Küstenort eingeläutet. Da darf natürlich ein maritimes Unterhaltungsprogramm mit DJ René Kleinschmidt nicht fehlen. Der unterhält Sie von 11 bis 21 Uhr mit toller Musik und Entertainment. Ostseeluft macht bekanntlich hungrig: Brat- und Currywurst, Pommes, Prager Schinken, Kaffee und Kuchen und verschiedene Getränke stehen zur Auswahl. Und dann kommt es zum Höhepunkt des Tages und alle Tollkühnen machen sich um 15:15 Uhr zum Sprung in die frischen Fluten bereit. Anschließend erhält jeder Teilnehmer eine Urkunde zur Erinnerung und das Restaurant Johannsen verteilt Schmalzbrote und einen Rum zum Aufwärmen. Inzwischen wird der Shantychor eingetroffen sein und beglückt von 15:30 bis 16:30 Uhr die Gäste mit Seemannsliedern. Damit die Kleinen sich nicht langweilen, bastelt und gestaltet Daniela Konradowski von 15:30 bis 17:30 Uhr Besonderes. Für beste Stimmung mit Schlagern, aktuellen Hits und Oldies sorgt die Atlantic Dance Band ab 18 Uhr. Infos unter www.timmendorfer-strand.de.

Travemünde macht sich auch am 12. Mai startklar für die Badesaison 2018. Dabei ist die traditionelle Anbade-Zeremonie ein Muss für alle Badenixen und Wagemutigen. Der kühne Sprung ins Meer gehört einfach dazu. Nach dem musikalischen Aufwärmen und dem offiziellen Countdown stürzen sich die Badegäste in ihren bunten Kostümkreationen und historischen Badeanzügen unter dem Applaus der neugierigen Zaungäste mutig in die Fluten. Für die ersten 250 Badegäste wird der Sprung ins kalte Nass neben einer tollen Urkunde, mit leckerem Schinkenbrot, wärmendem Rum und einem tollen „Anbade“-T-Shirt belohnt. Auch die Kleinen werden ganz glücklich sein, denn sie bekommen eine prima Überraschung. Nachmittags geht es bei chilliger Loungemusik direkt am Strand ganz entspannt zu. Treffpunkt ist in Höhe Brügmanngarten. Infos unter www.travemünde-tourismus.de.

Oder Lust auf Surfen?

Dem einen oder der anderen wird der Sprung in die Ostsee vielleicht nicht aufregend genug sein. Dafür gibt es in Timmendorfer Strand vom 10. bis 13. Mai die Surf-Days mit der mobilen Surfanlage. An der Seebrücke sind Anfänger und Surfprofis eingeladen, sich auf einer einzigartigen mobilen Surfwelle im Wellenreiten auszuprobieren. In jeweils 30-minütigen Slots teilen sich maximal vier Surfer unter professioneller Anleitung eines Coaches die Anlage, sodass garantiert jeder in den Genuss seiner perfekten Welle kommt. Vom Könner, der aufrecht fast wie auf einer echten Welle surft, bis zum Anfänger, der auf dem Brett liegt oder kniet, kann jeder mitmachen. Das Board und, falls nötig, ein wärmender Neoprenanzug werden vor Ort auf Wunsch bereitgestellt. Infos unter www.surf-days.com. Wir wünschen einen vergnüglichen Saisonstart – ob nun beim Surfen oder dem traditionellen Sprung in die Ostsee!

You must be logged in to post a comment Login