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Männer – Die Sache mit den Vorsätzen

© Foto: everettovrk / Fotolia

Mit den Vorsätzen ist es ja so eine Sache. Meist werden sie bereits in den ersten Tagen des neuen Jahres beiseite gefegt wie die allgegenwärtigen Relikte des unvermeidbaren Böllerirrsins und doch gehören sie zum Silvesterfest wie Berliner, Bleigießen und der Kater danach.

Auch dieses Mal sollte alles anders werden. Wieder war es der dauerhafte Abschied vom liebgewonnenen Glimmstengel, den meine Frau und ich uns schworen, als die Uhren das Jahr 2018 einläuteten. Wie so oft blieb es beim hehren Vorsatz. Deshalb ging ich auch nicht allzu hart mit mir ins Gericht, als ich die erste Fluppe des Jahres als Dessert nach einem guten Essen entzündete. Gesund geht anders, schon klar, aber in unserem medizinisch so aufgeklärtem Zeitalter findet zum Glück jeder die passende Rechtfertigung, um seinen Lastern treu zu bleiben. „Sitzen genauso schlimm wie Rauchen“ titelte die Tageszeitung jüngst ein wenig reißerisch und beschrieb en détail, warum eine statische Körperhaltung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhe.

Ähnlich verhalte es sich bei zu viel oder zu wenig Schlaf und auch Liebeskummer sei dem körperlichen Wohlergehen abträglich. Wer Jahrzehnte partnerlos lebt, verkürze sein eigenes Leben laut einer Studie um bis zu neun Jahre. Puh – dachte ich mir beim Lesen dieser Zeilen – da muss ich was tun. Wenn mich das nächste Mal die mittägliche Müdigkeit überkommt, verzichtete ich auf diesen furchtbar ungesunden Schlaf und mach mit meiner besseren Hälfte einen ausgedehnten Spaziergang. In der freien Natur schmeckt die Kippe doch eh viel besser. Bewegungsmangel, Schlafüberfluss und Liebeskummer – gleich drei potenziellen Gefahrenquellen sage ich damit den Kampf an. Da wird mich die eine oder andere Zigarette schon nicht umbringen. Endgültig aufhören kann ich ja immer noch im nächsten Jahr. pa

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