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Im Gespräch mit Jürgen Drews

© Foto: Manfred Esser

Der „König von Mallorca“ ist fester Bestandteil der Schlagerszene und noch längst nicht müde – im Gegenteil: er hat noch viel vor. So steht
er zum Beispiel am 24. und 25. August beim großen „Sommer-Hit-Festival“ in Timmendorfer Strand auf der Bühne. Wir sprachen mit dem 72-jährigen Sänger, Schauspieler und Gastronom und erfuhren, was ihn jung hält und warum er einen besonderen Bezug zu unserer Gegend hat…

Herr Drews, haben Sie alles das erreicht, was Sie erreichen wollten?
Nö, ich wollte nie Schlager singen, aber jetzt tu´ich es mit Erfolg.
Ich wollte nie Partylieder singen, auch das mach ich jetzt mit Erfolg. Ich wollte nie deutsche Lieder singen, mach ich aber und das mit
Erfolg. Summa summarum kann ich nur sagen: Alles das, was ich nicht wollte, ist erfolgreich geworden und ich bedanke mich ganz herzlich bei ihm da oben für alles. Das was ich früher nicht mochte, macht mir heute tierischen Spaß!

Mit Timmendorfer Strand, insbesondere dem Maritim Hotel, verbinden Sie etwas Besonderes. Mögen Sie uns verraten, was das ist?
Ohne das Timmendorfer Maritim Hotel wäre ich heute nicht mit Ramona zusammen. Zum ersten Mal habe ich die Ramona – da war sie 16 –  bei einer Miss Germany Endwahl in Gran Canaria gesehen. Ich moderierte die Veranstaltung. Ein Jahr später moderierte ich in der Grömitzer Strandhalle eine Miss-Ostsee-Wahl. Da sollten sich unsere Wege ein zweites Mal kreuzen. Sie machte mit ihren Eltern in Grömitz auf dem Campingplatz Urlaub und stand erneut bei mir auf der Bühne. Mir fiel auf, dass sie ein sehr tolles Mädel war. Wieder ein Jahr weiter…wieder Grömitz….und wieder Ramona. Am Ende der Veranstaltung wollte ich mir ein Eis in der Halle holen. Dort am Tisch saßen der Veranstalter, Ramona und ihre Eltern. Ich weiß nicht warum ich Folgendes getan habe, aber es war definitiv richtig: Ich sprach ihre Eltern an und sagte, dass ich morgen im Timmendorfer Maritim Hotel auf einem Event bin: „Talk, Tanz, Tips „ und ob ich ihre Tochter dorthin entführen dürfte. Meine Rechnung ging auf und ab diesem Tag haben Ramona und ich eine Verbindung miteinander. Ende gut, alles gut – nun sind wir seit 26 Jahren glücklich verheiratet.

Sie sind viel unterwegs. Mal alleine auf der Bühne und mal mit der Band. Wer kümmert sich in dieser Zeit um Ihr Kultbistro „König von Mallorca“ in Santa Ponsa?
Das Kultbistro wird geführt von meinem guten Freund Maurice. Er ist ein guter Gastronom und sehr zuverlässig.

Man hört ja oft, dass Ihre Beziehung zur Schlagerwelt keine Liebe auf den ersten Blick war. Wie kamen Sie dann doch zu der Überzeugung, Schlager zu singen?
Ich habe während meines Medizinstudiums in einer Band gesungen. „The Les Humphries Singers“. Das Bett im Kornfeld habe ich nur gesungen, weil ich einfach keinen Bock mehr hatte auf die Uni zu gehen. Zu der Zeit kam ich zu der Erkenntnis, dass es lustiger ist ein Mikrofon in der Hand zu halten als ein Skalpell.

Jetzt mal ehrlich: Hängen einem die eigenen Lieder eigentlich irgendwann mal zum Halse raus, wenn man sie ständig singt?
Wenn die Leute richtig abfeiern – und das machen sie immer – dann bringt es immer wieder Spaß. Sonst würde ich es auch nicht mehr
machen.  

Sie sagten einmal in einem Interview, dass Sie weder Bier trinken noch Nächte lang durchfeiern…
Das stimmt. Ich brauch das alles nicht. Ich therapiere mich mit Musik – ohne Alkohol und Drogen. Dafür aber mit der schönsten Frau der Welt an meiner Seite.

Wie halten Sie sich für Ihre Auftritte fit?
Dit wees ik och nich. Ich esse ja nicht viel, dafür aber gesund. Der Lachs, den Ramona mir heute zubereitet hat, ist das erste was ich heute gegessen habe. Ich trinke auch, wie schon gesagt, so wenig Alkohol, dass es gesund ist. Dazu habe ich wohl gute Gene und Spaß am Leben. Und ich fühle mich wohl in der Beziehung, in der ich lebe und das ist sehr viel wert.

Verraten Sie uns Ihr persönliches Erfolgsgeheimnis?
Ich lass einfach alles auf mich zukommen. Ein bekanntes lateinisches Sprichwort lautet: „carpe diem“ – genieße den Tag. Und das ist mein Motto. So ist Ramona auch. Sie sagt immer: „Das Schicksal kannst du nur im gewissen Sinne lenken. Es kommt, wie es kommt.“ Das Leben ist kurz genug.  

Schon mal ans Aufhören gedacht?
Nein bisher nicht. Ramona hat oft gesagt: „Lass uns aufhören und wir machen eine Weltreise“. Klingt verlockend, aber es ist auch geil, im Studio zu sitzen und mir was auszudenken, um zu sehen wie es dann beim Publikum ankommt.

In Ihrem Song „Es war alles am besten“ singen Sie „Jedes Auf und ab, Ich seh´ gern zurück. Und hab noch lange nicht genug“. Klingt nach großen Plänen. Auf was dürfen wir uns noch freuen?
Was ich noch machen will ist eine „Best-Of-CD“ mit 22 Titeln. Danach mach ich noch eine normale LP. Und wenn ich gesund bleibe, mache ich noch meine Tour.  

Wir bedanken uns für das tolle Gespräch und wünschen einen königlichen Sommer!

© Foto: Manfred Esser

Jürgen Drews © Foto: Manfred Esser

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