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„UNDINE II“ – Umweltschützer, Touristiker und Meeresforscher an einem Tisch

©Beate Lorenzen

„Man liebt nur, was man kennt, und man schützt nur, was man liebt“, so Konrad Lorenz. Dieses Motto des bekannten Zoologen und „Gänsevaters“ passt gut zum deutsch-dänischen Projekt, das jetzt in die zweite Runde gegangen ist und bei dem nachhaltiger Tourismus und Meeresschutz die Hauptrolle spielen. „UNDINE II“ möchte für das Leben unter Wasser begeistern und zur Entdeckung einladen.

Das Projekt, das mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert wird, möchte mit einer bunten Mischung aus Angeboten das Interesse wecken, das Eintauchen in die Ostsee erleichtern und das in einem ganz wörtlichen Sinn. Dazu werden in den nächsten drei Jahren eine nachhaltige Taucherplatzkarte sowie eine entsprechende App entwickelt. Ostseespiele und geführte Touren sind Teil des Konzeptes. Grundgedanke ist es, den Touristen und Bewohnern des Nordens zu vermitteln, dass unsere Ostsee lebt und trotz unserer massiven Eingriffe einzigartig ist.
Tipp: Sehr Interessant für Ostseefans wird die Tauchplatzkarte für Neustadt und Scharbeutz sein, die Sie kostenlos auf der Projekthomepage http://www.undine-baltic.eu/ unter Material Download herunterladen können. In diesem Zusammenhang möchten wir auch darauf aufmerksam machen, dass Taucher und Schnorchler ihre liebsten Tauchplätze mitteilen können, die dann in die nachhaltige Tauchplatzkarte/App einfließen werden.

Die Laufzeit des Projektes ist auf drei Jahre angesetzt und neun dänische und deutsche Partner arbeiten gemeinsam an der Umsetzung. Die interaktive Karte mit Tauch- und Schnorchelplätzen wird bewusst sensible Gebiete ausklammern. Die neuen Angebote werden sich auch gerade an Familien mit ihren Kindern richten, die gern die Ostsee und deren Bewohner kennenlernen möchten. Für Kinder, die nicht gern tauchen oder noch nicht schwimmen können, wird es spezielle Beobachtungstrichter mit einer Glasscheibe geben. Eine Medienkampagne mit Undine-Filmen, die vor den Kinofilmen und in Arztpraxen gezeigt werden, soll das Projekt bekannt machen. Auch Plakatwerbung und Messeauftritte wird es geben, um „UNDINE II“ und den Meeresschutz der Ostsee in den Fokus zu stellen.

Nachhaltiger Tourismus und Meeresschutz müssen keine Gegensätze sein. „UNDINE II“ steht für „UNderwater Discovery and Nature Experience II“ und ist das Folgeprojekt von UNDINE und Diving Denmark. Die nachhaltige Erschließung der Unterwasserwelt bezieht sich auf die westliche Ostsee und die dänische Südsee. Bekannt ist, dass viele Menschen meinen, die Ostsee sei langweilig. In der vor Kurzem stattfindenden Auftaktveranstaltung bezeichnete Projektleiterin Stefanie Sudhaus die Lebenswelt unter Wasser als „faszinierend und schön“. Es gebe viel mehr Leben und beeindruckende Pflanzenwelten, als viele wüssten. Da kommt ein solches Projekt gerade recht, denn das Interesse an unserer heimischen Natur hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Einen Einblick in die voraus gegangene Arbeit findet sich unter www.undine-baltic.eu sowie unter www.visitfyn.com/ln-int/divingdenmark.

©Foto: Beate Lorenzen

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