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Interveiw – Im Gespräch mit Benni Stark

© Foto: Benni Stark

Benni Stark hat einen rasanten Aufstieg hingelegt: Vom Mitglied einer Jugendgang aus dem Halbghetto, dank des Einsatzes seiner Logopädin zum Herrenausstatter und von dort aus weiter auf die festen und fahrenden Bühnen Deutschlands als Comedian. Wir trafen den Lübecker und erfuhren, wo er – neben der Timmendorfer Trinkkurhalle im Sommer – sonst noch die Leute zum Lachen bringt und was er persönlich witzig findet…

Du bist gebürtiger Kieler, hast aber Lübeck als Deine Wahlheimat auserkoren. Was gefällt Dir so sehr an der Königin der Hanse?
Ich mag Lübeck deswegen, weil es so einen Slogan gibt: „Stadt der kurzen Wege.“ Ich liebe das. Du bist gefühlt in zwanzig Minuten überall und Lübeck hat einfach eine tolle Altstadt und eine super Umgebung. Und Lübeck wächst- es kommen immer mehr schöne Dinge dazu.

Dein Bühnenprogramm handelt von Geschichten, die speziell Dein Leben geschrieben hat. Da wäre z.B. Deine Zeit als Herrenausstatter oder auch die Erlebnisse deiner Jugend. Was ist noch dabei?
Es gibt so viele Themen. Zum Beispiel das ganz normale Leben – just life. Wie zum Beispiel der Urlaub mit der Freundin in der Türkei. Man kann immer mitschreiben, immer mit offenen Augen und offenen Ohren durch die Welt gehen, dann passt das. Auf jeden Fall ist auch noch die Hochzeit meines besten Freundes Thema. Da war ich Trauzeuge und es hat mich fast die Freundschaft gekostet… Es passieren immer Dinge, die man wunderbar verarbeiten kann. Außerdem natürlich eines meiner Lieblingsthemen: der dänische Akzent – Urlaub in Dänemark. Deren Auftreten und deren Akzent, gerade wenn sie deutsch-dänisch sprechen: I love it!

Denkst Du gerne an Deine Zeit als Herrenausstatter zurück?
Auf jeden Fall. An dieser Stelle ganz liebe Grüße an meine alte Abteilung. War´ne richtig coole Zeit, aber der Reiz der Bühne war halt immer größer. Es hat schon Spaß gemacht Stammkunden zu haben, sich zu entwickeln und die Abteilung nach vorne zu bringen.

In Deinem Bühnenprogramm „kleider. lachen. leute.“ greifst Du ja auch die Unterschiede zwischen Mann und Frau, insbesondere beim Shoppen, auf. Ein gern behandeltes Thema. Was macht es so speziell?
Ganz einfach: Frauen haben im Verkaufsraum das Sagen. Es hat immer wieder Spaß gemacht zu beobachten, wie Frauen zuerst die Abteilung betreten und Männer vielleicht einen Joker haben um ihre Äußerungen loszuwerden. Aber generell sprichst Du mit der Frau zu 95 Prozent. Jetzt werden Leute wieder sagen „Nein, das ist bei uns anders.“ Ja, dann gebt euch die Hand. Glückwunsch!

Auf die Schnelle: was ist typisch weiblich und was typisch männlich beim shoppen? (Stichworte)
Das coole bei Frauen ist natürlich: Frauen arbeiten aus. Wenn Du Frauen zwei Optionen gibst, zum Beispiel bei einem Anzug, dann haben die mindestens noch vier weitere Optionen gesehen, die Du vorher noch nicht kanntest. Bei Männern ist es so: Mann sagt „Ja. Brauch ich. Will ich. Danke. Tschüss.“ Wenn Du einem Mann eine Hose zeigst, dann ist es schon zu viel. Die nimmt er dann einfach.

Kommt es auf der Bühne auch mal vor, dass Witze nicht zünden?
Tja, dazu kann ich leider nichts sagen. Da müsst ihr mal meine Kolleginnen und Kollegen fragen… Kleiner Scherz! Natürlich kommt das vor. Wenn Du voller Enthusiasmus bist und rocken willst und dann auf einmal eine Reaktion kommt, mit der Du nicht gerechnet hast. Hey, vielleicht muss man auch mal selber drüber lachen, dass das jetzt nicht so funktioniert hat. Aber weiter geht´s und man kann immer wieder was draus machen.

Mit der „DB Roadshow“ bist du als fahrender Komiker unterwegs. Wie können wir uns das vorstellen?
Das ist eine geile Sache. Das läuft über „NightWash“ und wir fahren in neun verschiedene Städte und zeigen immer wieder eine Show in den Deutschen –Bahn-Locations und dann heißt es: „Abfahrt nächste Show“. Wir sind ein Team: Ich bin Moderator, wir haben zwei Künstler und Tourbegleiter dabei und das macht natürlich richtig Spaß. Dub ist in dieser Runde und weiß, Du hast jetzt acht Tage vor Dir und kennst die Leute. Die Show hosten und präsentieren zu dürfen macht natürlich doppelt Spaß.

Wie kam es, dass du die Verkaufsfläche gegen die Bühne getauscht hast?
Indem ich gemerkt habe, dass der Reiz „Bühne“ immer größer war. Also, es hat Spaß gemacht Kunden zu bedienen aber es macht noch mehr Spaß wenn Du es schaffst, Leute zum Lachen zu bringen. Das funktioniert natürlich bis zu einem gewissen Grad aber irgendwann ist der Fokus dann ein anderer und dann entwickelst Du schnell diesen einen Reiz: Ja, da geht mehr. .

Sollen in diesem Jahr neue berufliche Pläne hinzukommen?
Es gibt zwei drei Projekte.. Ich freu mich jetzt tierisch auf den NightWash-Auftritt im TV und auf „One“, das ist im Februar. Man schreibt ab und zu auch schon mal neue Nummern oder ein neues Programm. „kleider.lachen.leute.“ ist natürlich jetzt erstmal das Hauptthema und es macht Spaß das nach vorne zu bringen. Auch freu ich mich sehr, zusammen mit meinem Bühnenpartner Don Clarke die „Clarke und Stark Show“ voran zu bringen, die jetzt -nach Hamburg im letzten Jahr – das erste Mal größer im Metro in Kiel stattfinden wird. Nämlich an meinen Fast-  Geburtstag am 10. April. Somit wird dann ordentlich reingefeiert. Das ist eine Show, die ist interaktiv. Es wird viel mit dem Publikum gemacht. Wir haben Special-Guests In dem Fall Thiess Neubert, den kennt man vom „Postillion“.

Zum Schluss würden wir gerne noch Deinen Lieblingswitz hören.
Da habe ich einen pädagogisch sinnvollen Witz: Vater und Sohn haben ein schwerwiegendes Verhältnis: Der Sohn kommt immer nach Hause und ist am lügen. Der Vater kauft einen Roboter, der Lügen sofort erkennt und klatsch bei jeder Lüge eine mitten ins Gesicht. So kommt der Sohn nach Hause und der Vater fragt: Sohn, wie war die Schule? Naja Papa, wie Immer. Und das erste Mal kriegt der Sohn volle Elle eine geklatscht. Der Sohn ist irritiert. Der Vater: Hör auf zu lügen.  Wo warst Du wirklich? Der Sohn: Ja ok, wir waren im Kino. Ach im Kino? Entgegnet der Vater. In welchem Film denn? Der Sohn: Tribute von Panem. Und zack, kriegt der Sohn das zweite Mal volle Elle eine gelatscht. Der Vater: Hör auf zu lügen. Wo warst Du wirklich? Sohn: Ja ok. Wir waren im Porno-Kino. Der Vater ist entrüstet: Pornokino? In Deinem Alter wusste ich gar nicht, was das überhaupt ist. Und zack: kriegt der Vater eine mitten ins Gesicht. In dem Moment kommt die Mutter in die Küche und sagt: Tja, ist ja auch Dein Sohn und zack: kriegt die Mutter voll eine mitten ins Gesicht. In diesem Sinne: Vielen Dank und bis dann! Tschüss Tschüss!

Auch wir sagen „Danke“ und wünschen ein erfolgreiches Jahr 2017.

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