Zu genießen lernen wir schon in Kindheitstagen und nehmen diese Erinnerungen bestenfalls mit in unser Erwachsenenleben. Etwa, wenn wir versuchen den unnachahmlichen Milchreis von der Großmutter mit Butter, Vanille und Zimt nachzukochen. Besuchten wir sie nach der Schule, empfing uns schon in ihrer Küche dieser besondere Duft, den wir heute noch im Kopf haben. Irgendwie gelingt es uns nicht, dass der Reis wie früher schmeckt. Aber da spielten wohl noch ganz andere Dinge eine Rolle.
Mit allen Sinnen genießen, das können wir gerade zur Weihnachtszeit, wenn verlockende kulinarische Leckereien auf den Tischen stehen. Wer selbst in der Küche steht, findet jetzt auf Wochenmärkten, in Hofläden und Supermärkten eine Fülle frischer, saisonaler Produkte aus der Region. Meist zweimal in der Woche bieten die Märkte in den Städten und Küstenorten Wintergemüse, Obst aus dem Norden und Süden. Neben verschiedenen heimischen Apfel- und Birnensorten gibt es jetzt aromatische Apfelsinen und Granatäpfel, aus denen sich leckere Nachspeisen zaubern lassen. Die Marktleute geben gern Auskunft zur Herkunft, Qualität und Lagerung. Einen Zubereitungstipp haben Sie meist auch noch für Sie. Probieren Sie Obst aus biologischem Anbau. Meist finden Sie auf den Wochenmärkten auch einen Biostand wie zum Beispiel in Neustadt, Eutin oder Scharbeutz. Zurzeit wird auch eine Vielfalt an Kohlsorten angeboten vom Spitz-, über den Weiß- und Rotkohl bis zum Wirsing. Tipp: Daraus lassen sich nicht nur deftige Gemüsegerichte kochen, sondern auch Rohkostsalate, die im Nu auf dem Tisch stehen. Wie wär’s mit einem Krautsalat aus Spitzkohl mit Olivenöl und Balsamico. Den Kohl einfach in feine Streifen schneiden und mit der Vinaigrette kräftig mit den Händen durchkneten. Dazu können Sie gebratene Bioputenbrust reichen und ein kräftiges Bauernbrot. Oder testen Sie mal Sauerkraut aus Rotkohl.
Überlegen Sie zeitig, was Sie an den Feiertagen zubereiten wollen und bestellen Sie die Gans, das Wildfleisch oder den Karpfen vorher. Auch über die passenden Beilagen sollten Sie sich Gedanken machen. Bestimmte Zutaten wie etwa Meerrettich oder Zitronengras sind nicht immer und überall vorrätig. Ein Besuch in den Hofläden ist außerdem eine gute Idee. Dort finden Sie meist selbst hergestellte Produkte wie Aufstriche und Liköre sowie Hausmacherwurst, und Wildspezialitäten. Manche Höfe halten alte Rassen wie die Angler Sattelschweine, aus denen sie besonderen Schinken aus dem Räucherofen herstellen. Meist verkaufen die Läden ebenso Käseprodukte aus eigenen Käsereien der Region. Doch haben Sie einfach keine Lust und Zeit zum Kochen, lassen Sie sich mit Ihren Lieben in den regionalen Restaurants verwöhnen. Wir empfehlen jedoch, rechtzeitig zu buchen und informieren Sie sich auch über die aktuellen Coronaregeln. Dann steht dem Genuss nichts mehr im Weg. Ob Karpfen „blau“ mit Sahnemeerrettich, die traditionelle Gans mit Rotkohl und dunkler Sauce oder die Rehkeule mit frischen Pilzen – die Auswahl ist groß. Genießen Sie die Feiertage gemeinsam in fröhlicher Runde bei einem köstlichen Mahl.
© Foto: Stadtmarketing Neustadt