Spargelzeit – jetzt noch bis Ende Juni!
Den frischen Spargel aus der Region erhalten Sie noch bis zum 24. Juni, dem sogenannten „Spargelsilvester“. Zwar können die Bauern ihn danach auch noch ernten, aber dann würde die Folgeernte im nächsten Jahr spärlicher ausfallen. Die Pflanze braucht die Zeit zur Regeneration.
Gar nicht so einfach, die reifen Stangen fachgerecht zu stechen. Und eine beschwerliche Arbeit ist es auch, da man über Stunden in gebückter Haltung auf dem Feld steht. Da kann man verstehen, dass das Gemüse seinen Preis hat. Lassen Sie sich die leckeren Stangen nicht entgehen, denn sie sind nur noch wenige Wochen in der Region erhältlich und schmecken am besten frisch gestochen und natürlich schnellstmöglich zubereitet.
Kennen Sie die alte Bauernregel: Kirschen rot, Spargel tot? So ganz richtig ist sie natürlich nicht, denn mit den reifenden Kirschen stirbt das Gemüse nicht ab. Man möchte die Pflanzen lediglich schonen. Spargelpflanzen können über zehn Jahre alt werden. Mit dem Einstellen der Ernte kann die Pflanze neue Reservestoffe in der Wurzel anlegen, sodass im kommenden Frühjahr wieder die edlen Stangen wachsen. Verwöhnen Sie sich und Ihre Lieben jetzt und bringen Sie sie auf den Tisch. Man kann es nicht oft genug sagen: Am besten schmecken sie, wenn sie frisch vom Feld kommen.
Frisch aus der Region!
Knackfrisch: Das kann man sehen, fühlen und riechen. Vertrauen Sie Ihren Sinnen und betrachten Sie die Stangen beim Kauf. Frischer Spargel ist leicht glänzend, knackig und prall. Die Köpfe sind geschlossen. Nehmen Sie ihn in die Hand; er muss sich fest anfühlen. Reiben Sie die Stangen aneinander, quietschen sie. Probieren Sie das mal aus. Die Schnittstellen sind saftig und riechen angenehm, eben nach Spargel. Hat das Gemüse Risse, biegt es sich und sind die Enden ausgetrocknet, lassen Sie die Finger davon. Seien Sie kritisch als Verbraucher und lassen Sie sich das königliche Gemüse in verschiedenen Varianten schmecken.
Richtig zubereiten
Ausreichend groß genug sollte der Topf sein. Legen Sie die gesäuberten, geschälten und an den Enden gekürzten Stangen in den Topf und gießen Sie so viel Wasser hinein, dass sie gerade bedeckt sind. Salzen Sie und geben Sie eine Prise Zucker dazu. Da die Köpfe eher gar sind, empfiehlt sich ein spezieller Spargeltopf, der aus einem hohen schmalen Kochtopf mit einem Siebeinsatz oder Drahtgestell besteht. Aufrecht stehend wird das Gemüse darin positioniert. Bedecken Sie den Spargel nur zu zwei Dritteln mit Wasser. Bei geschlossenem Deckel im Wasserdampf garen die Stangen perfekt und auch die zarten Köpfe bleiben bissfest. Übrigens, das Wasser können Sie prima für eine Soße verwenden. Schmeißen Sie die Spargelabfälle auch nicht weg. Zusammen mit dem Spargelwasser erhalten Sie eine aromatische Suppe. Der Zucker im Kochwasser neutralisiert vor allem beim Grünspargel die Bitterstoffe. Die weiße Schwester enthält weniger davon, verträgt aber auch gut etwas Zucker. Beim violetten Bleichspargel verhindern Sie Verfärbungen mit einem Spritzer Zitrone. Aber nehmen Sie nicht zu viel. Bei grünem Spargel lieber keinen Zitronensaft verwenden; er verfärbt sie sonst gräulich. Tipp: Ein wenig Butter verfeinert das Aroma aller Spargelsorten optimal. Die Garzeit ist unterschiedlich, je nach Dicke der Stangen von acht bis zwanzig Minuten.
Neues ausprobieren
Haben Sie schon mal gegrillten Spargel gegessen? Der schmeckt einfach ausgezeichnet. Dazu nehmen Sie weißen oder grünen Spargel, waschen und schälen ihn und legen die Stangen in eine Alufolie. Würzen Sie mit Salz, Pfeffer und einer selbst gemachten Kräuterbutter. Lassen Sie sie auf dem Grill 15 bis 20 Minuten garen. Mit einem knusprigen Baguettes schmeckt dieses Gericht köstlich. Sie können den Spargel aber auch direkt auf den Grill legen. Mit grünen Stangen geht es bestens, ohne sie vorher zu garen. Das feine Röstaroma passt perfekt dazu. Tipp: Spießen Sie mehrere Stangen auf einen Holzspieß, rutscht das Gemüse nicht durch den Rost. Auch das Wenden ist einfacher. Legen Sie die Spieße eine halbe Stunde in ein Wasserbad, damit sie nicht verbrennen. Bevor Sie die Spieße auf den Grill legen, können Sie den Spargel mit einer Marinade aus Öl, Salz, Gewürzen, Knoblauch und Kräutern einreiben. Mischen Sie dazu Olivenöl mit etwas Honig und einigen Spritzern Zitrone. Dann geben Sie alles Weitere nach Wahl hinzu und vermengen es gut, bevor Sie die Stangen bepinseln. Dazu passt gegrilltes Hühnchen oder ein Risotto. Aber auch ein leckeres Ciabatta mit Oliven und Schafskäse harmonieren bestens.
Viel Spaß beim Ausprobieren neuer Rezepte!
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