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Interview – Im Gespräch mit Jochen Horst

© Foto: Jürgen Magg

Er ist bekannt aus zahlreichen TV-Filmen. In Serien wie „Rote Rosen“ und „Typisch Sophie“ konnte Jochen Horst seine romantische Seite zeigen. Noch bekannter ist er vielleicht als „Balko“, der gleichnamigen RTL-Krimiserie, in der er den freundlich-lässigen Kriminalhauptkommissar spielte. Auf der Theaterbühne konnte man Horst bisher auf Tournee mit den Stücken “Der Steppenwolf” und “Jenseits von Eden” erleben, sowie in “Und Gott sprach: Wir müssen reden!”, “Unsere Frauen” oder “Romeo und Julia”. In diesem Jahr verschlägt es den Schauspieler in den Wilden Westen nach Bad Segeberg. Dort wird er an der Seite von Christine Neubauer den bösen Harry Melton verkörpern.

Hallo Herr Horst, am 23. Juni ist Premiere in Bad Segeberg. Sind Sie schon aufgeregt?
Ja, sehr. Ich freu mich darauf und kann es kaum erwarten.

Sie übernehmen die Rolle des Gangsters Harry Melton, die ursprünglich Karsten Speck spielen sollte. Aus gesundheitlichen Gründen fällt Speck jedoch aus. Ehrt es Sie, dass Sie gefragt wurden?
Ich würde mich geehrt fühlen, wenn ich ein IT-Girl, ein TV-Moderator oder ein Fernsehkoch wäre, dem man die Gelegenheit gibt, sich einmal auszuprobieren… aber ich bin Schauspieler, das ist ein ganz normaler geschäftlicher Vorgang und mein Job, wenn Sie so wollen. Falls Sie aber meinen, dass bespielsweise ein Klempner sich geehrt fühlen sollte, wenn er gefragt werden würde, sein Rohr verlegen zu dürfen, dann haben Sie natürlich recht. Dann sollte ich mich geehrt fühlen. Bin aber kein Klempner.

Was fasziniert Sie an der Rolle des Schurken Harry Melton?
Ich möchte diese Figur des Harry Melton so nachvollziehbar wie nur irgend möglich zeigen. Er ist ein Bösewicht in diesem Märchen, aber ich hoffe, dass man ihn trotzdem ein kleines bisschen versteht in seiner Handlungsweise.

Können Sie gut reiten oder mussten Sie erst einmal fleißig trainieren?
Ich habe in den letzten Jahrzehnten für TV-Produktionen und meistens in internationalen Filmen immer wieder im Sattel gesessen, aber ich hatte nie richtigen Reitunterricht. Mit Sylvia Kassel hat man mir aber eine tolle Reitlehrerin zur Verfügung gestellt, um einer alten Diva wie mir zu zeigen, wie man elegant rauf und runter kommt vom Gaul.

Haben Sie schon geplant, was Sie nach Beendigung der Rolle bei den Karl-May-Spielen machen werden?
Erstmal ganz in Ruhe einen Drink nehmen und darüber nachdenken, was ich hier eigentlich gemacht habe.

Sie haben auch schon auf verschiedenen Theaterbühnen gespielt. Gibt es eine bestimmte Figur, die Sie besonders gern einmal verkörpern würden?
Da hätte ich eine ganze Liste von Figuren. Den Lear, Richard III, die Klassiker eben. Aber dass man mir in diesem Land solche Rollen anbieten würde, ist relativ gering. Man schätzt mich eben mehr als Arzt, Kommissar usw… aber ich kann auch damit gut leben.

Sie leben in Lübeck und auf Mallorca. Was schätzen Sie besonders an der Lübecker Bucht und was an der Baleareninsel?
Ganz klar die Nähe zum Meer und natürlich hier in der Gegend das Vertraute. Ich bin Norddeutscher.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit und wie halten Sie sich sportlich fit?
Ich habe meine Freizeit in den letzten Monaten damit verbracht, ein Buch über meinen Beruf zu schreiben. Der Titel ist: Spielen amerikanische Schauspieler einfach besser? Und es kommt im Herbst auf den Markt. Fit halte ich mich dadurch, dass ich mich bewusst ernähre (meine Frau Tina ist gelernte Ernährungsberaterin) ich jogge, Stand Up paddle und mache regelmäßig Übungen.

Sie werden am 8. November zur UNICEF-Benefiz-Talk-Show nach Timmendorfer Strand kommen. Sind Sie ein gesellschaftlich engagierter Mensch?
Ich glaube, ich könnte mehr tun für die Gesellschaft und ob ich ein engagierter Mensch bin, müssen andere entscheiden. Ich kann das nicht beurteilen.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, wie würde der aussehen?
Dass ich noch drei Wünsche mehr frei hätte.

Wir danken Ihnen für das Interview und wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute!

© Foto: Jürgen Magg

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