25. Juli 2026
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Spargel-Special

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Auf dem Markt gab es den ersten Spargel aus heimischem Anbau zur Osterzeit. Die Preise sind hoch; der aus Bioanbau kostete fast 20 Euro. Bedenkt man, wie Preise zum Beispiel für Löhne und Produktionskosten gestiegen sind, ist das gerechtfertigt. Denn da steckt viel Handarbeit drin. Jede Stange wird einzeln herausgestochen und muss auch von Hand verpackt werden. Erwartet wird in diesem Jahr eine sehr gute Qualität, weil der März warm war und in tieferen Bodenschichten noch ausreichend Wasser vorhanden ist.

Den frischesten Spargel aus der Region gibt es direkt beim Spargelbauern oder auf dem Wochenmarkt. Dort werden glänzende, feste Stangen angeboten, die aromatisch duften. Besonders lecker ist er, wenn Sie ihn am gleichen Tag zubereiten, aber in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, hält er im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu zwei Tage. Die Zubereitung ist denkbar einfach. Schneiden Sie das untere Ende ab und schälen Sie den weißen Spargel von Kopf bis Fuß. Bei der grünen Variante nur das untere Drittel schälen. Dann kurz in Salzwasser mit einer Prise Zucker garen. Fabelhaft schmeckt er auch gebraten, gebacken, gedämpft, gedünstet oder roh.    

Wer auf Nachhaltigkeit achtet, kauft deutschen Spargel von April bis zum 24. Juni. So werden lange Transportwege vermeiden und es gibt ihn in großer Menge. Ökologisch erzeugten Spargel erkennen Sie am grünen EU-Bio-Siegel. Je nach Anbauverband gibt es weitere Kennzeichnungen wie Demeter, Bioland oder Naturland. Kaufen Sie regionalen Spargel, unterstützen Sie Erzeugerbetriebe aus der Region!

Von Weiß bis Violett

Ganz in Weiß. Der beliebte weiße Bleichspargel ist von Kopf bis Fuß gleichmäßig hell, weil er unter der Erde ohne Sonnenlicht heranwächst. Spargelstecher erkennen, wann der richtige Zeitpunkt ist, ihn zu ernten. Sein Kopf hebt die Erde leicht an. Diese Variante schmeckt sehr mild.

Der violette Bleichspargel gedeiht ebenfalls unter der Erde. Doch im Gegensatz zum weißen wird er erst gestochen, wenn sein Kopf die Erde durchbrochen hat. „Durch die Lichteinwirkung färben sich die Spargelspitzen durch sekundäre Pflanzenfarbstoffe (Anthozyane) violett. Dieser Spargel wird wegen seines leicht kräftigeren und würzigeren Geschmacks geschätzt“, ist zum Thema beim Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zu lesen.     

Dann gibt es noch den violetten Spargel, der genau wie der grüne oberirdisch wächst und einen hohen Anteil an Anthozyanen hat. Er ist äußerlich komplett violett und innen grün. Im Geschmack ähnelt er dem grünen Spargel.  

Beim grünen Spargel, der über der Erde gedeiht, bildet sich der grüne Farbstoff Chlorophyll durch das Sonnenlicht. Er ist kräftiger im Geschmack und seine Stangen sind dünner.

Manchmal ist auf den Märkten Wildspargel zu kaufen, bei dem es sich um die Sprossen des Spitzblättrigen Spargels handelt. Er wird traditionell im Mittelmeerraum gesammelt. Wer gern intensiv schmeckendes, bitteres Gemüse mag, sollte ihn probieren. Eine weitere Sorte ist der Thaispargel, der wie Grünspargel aussieht, aber dünner ist und nicht geschält werden muss. Er wird im Umland von Bangkok angebaut.   

In der Küche ohne Starallüren

Spargel ist keine Diva in der Küche, aber dennoch ein kulinarischer Star im Frühling. Man kann viele tolle Gerichte mit ihm zaubern und das sogar das ganze Jahr. Wer frisch geerntete geschälte Stangen einfriert, kann auch im Winter mal ein Omelett mit Spargel genießen.      

Wie wär’s mal mit Pasta und Frühlingsgemüse. Ihr Magazin hat sich umgeschaut und beim BZfE folgende Rezept-Tipps entdeckt.  

Wenn die Tage länger und wärmer werden, steigt der Appetit auf leichte Frühlingsgerichte. Einfach und schnell zubereitet ist Pasta mit saisonalem Gemüse wie Spargel, Bärlauch und Radieschen. In der Pasta harmoniert Grünspargel wunderbar mit einer zitronigen Soße. Zunächst kleinere Spargelstücke in etwas Olivenöl anbraten und Knoblauch, Zitronensaft und einige Stücke Bio-Zitronenschale hinzugeben. Kurz köcheln, ein wenig Nudelwasser unterrühren und abschmecken. Die Soße über die Nudeln geben und mit Basilikumblättern und geriebenem Parmesan bestreuen. Alternativ serviert man Pasta mit Grünspargel zu einem nussigen Pistazienpesto. Dafür werden die geschälten, gerösteten Steinfrüchte mit Olivenöl und Basilikum püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Bärlauchpesto verleiht Nudeln eine milde Knoblauchnote: Blätter grob hacken und mit Olivenöl und Salz im Mixer zerkleinern. Man kann noch etwas Pfeffer und Pinienkerne oder Walnüsse hinzugeben. Auch mit Spinatpasta lässt sich kulinarisch der Frühling einläuten. Jungen Blattspinat in dünne Streifen schneiden und mit Zwiebeln und Knoblauch in einer Pfanne wenige Minuten dünsten. Wenn er zusammengefallen ist, Frischkäse einrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Mit gekochten Spaghetti vermengen und mit geriebenem Parmesan bestreuen. BZfE

Aber Spargel kann auch süß. Probieren Sie doch mal ein Dessert mit Waffel, karamellisiertem Spargel, Vanilleeis und Erdbeeren. Dazu schneiden Sie den Spargel in Stücke und garen ihn. Danach in Butter in einer Pfanne braten und mit Zucker karamellisieren lassen. Bereiten Sie Waffeln zu und servieren Sie sie auf einem Teller mit einer Kugel Vanilleeis, klein geschnittenen Erdbeeren und dem Spargel. Einfach köstlich!    

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