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Ostseefeeling & Frischekick

© Foto: TZHS Anne Weise

Das alte Jahr mit all den schönen Momenten, aber auch mit Ecken und Kanten, liegt nun hinter uns und optimistisch sind wir in das Jahr 2020 gestartet. Wir haben Pläne, Vorsätze und sind guter Dinge. Diese wohlwollende Phase sollten wir nun ausnutzen um richtig tief durchzuatmen sowie uns möglichst lange draußen aufzuhalten. Prädestiniert dafür sind ausgedehnte Spaziergänge entlang unserer Küsten, durch das malerische Hinterland, vorbei an kleinen und großen Seen – mal still, mal spannend oder aufregend, aber in jeder Hinsicht abwechslungsreich … spannende Erkundungstouren durch die Lübecker Bucht

Für Körper, Geist und Seele
Schon der britische Schriftsteller John Ruskin wusste: Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend, Wind fordert heraus, Schnee macht fröhlich; im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter, nur verschiedene Arten von gutem Wetter. Gut möglich, dass ihm dieses Zitat während eines Spaziergangs an der Lübecker Bucht eingefallen ist, denn hier lohnt sich der Gang ins Freie bei wirklich jeder Witterung. An der Ostsee genießen wir ein mildes Reizklima, was für Körper, Geist und Seele heilend wirkt. Die Kombination von Wind, Wasser und UV-Strahlung wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Die Seeluft entlastet die Atemwege und fördert das Herz-Kreislaufsystem und stabilisiert das Immunsystem. Das Rauschen des Meerwassers sorgt dafür, dass unsere Gedanken runterfahren und sich Kopf, Körper und Geist beruhigen. Einfach nur am Strand spazieren gehen und dabei eine gute Prise salzhaltige Meeresluft einatmen, während der Blick über den weiten Horizont schweift – ein ganz persönliches Wellness-Geschenk von der Natur an die Menschheit. Die jetzige Nebensaison eignet sich dafür übrigens optimal, denn die wenig besiedelten Strände eröffnen einen grandiosen Weitblick über das Meer und den weiten Strand. Die Natur in ihrer Unberührtheit können alle Spaziergänger am Brodtener Steilufer hautnah erleben. Im Brodtener Winkel, zwischen Niendorf und Travemünde, ereignet sich im meterhohen Kliff, immer wenn Teile der Mischung aus Sand, Lehm und Ton abbrechen, ein spannendes Schauspiel. Hierbei werden nämlich Steine freigelegt, die während der Eiszeit aus Skandinavien dorthin getragen wurden. Detailliertes Wissen über diesen Prozess wird im Rahmen einer geologischen Führung angeboten. Aber auch die Erkundung des Strandes auf eigene Faust ist bereits ein spannendes Erlebnis. Von oben sind einige Bäume auf den Strand gestürzt. Es gibt immer mal wieder Treppen, die hinaufführen. Oberhalb des Naturstrandes gibt es einen gut ausgebauten Fuß- und Radweg. Von hier aus bietet sich ein fabelhafter Blick auf die umliegenden Küstenorte wie etwa Sierksdorf.

Traumhafte Kulissen präsentieren sich dem Beobachter beim Entlangspazieren des sechs Kilometer langen Wanderwegs – teilweise bis zur mecklenburgischen Küste. Wenn man richtig hinhört, erzählt die Stille uns etwas – nämlich, dass du ganz bei dir selbst bist. Silent Walks – das sind von den örtlichen Tourismusagenturen angebotene erholsame, schweigende und angeleitete Spaziergänge ganz ohne Sprache. Das beruhigende Rauschen des Meeres und das leise Pfeifen des Windes, zwischendurch der Schrei einer Möwe, und sonst einfach nur Stille. Das ermöglicht uns den hektischen Alltag zu vergessen und mit der Natur im Einklang zu sein. Immer mal wieder finden für alle „Silent-Walker“ an ausgewählten Stellen Achtsamkeits- und Yogaübungen statt, die bei der aktiven Entspannung unterstützen, die Konzentration auf das Hier und Jetzt fördern und den Alltagsstress in weite Ferne rücken. Vom Treffpunkt aus geht es auf direktem Weg hinein in die Natur. Das Tempo der Wanderung wird auf die jeweilige Gruppenkonstellation abgestimmt. Erforderlich sind festes Schuhwerk und bequeme, witterungsangepasste Kleidung, sodass die Bewegungsfreiheit bei den Entspannungsübungen nicht eingegrenzt ist. Silent Walks sind für jedes Fitnesslevel geeignet. Jeder Walk dauert 1 bis 1,5 Stunden. Teilnahme kostenfrei. Die Silent Walks werden im Wechsel von Jessica Grapatin (Seelenlauscherei Pelzerhaken) und Britta Sommer (Strandfit Sierksdorf) durchgeführt. Hinweis: Es wird um Verständnis gebeten, dass das Mitführen von Hunden beim Silent Walk nicht möglich ist. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Seen, Biotope und historischen Bauten
Das Wandern ist hierzulande nicht nur des Müllers Lust, denn auch das Hinterland hat einiges zu bieten. Entdecken Sie das Binnenland doch einmal neu. Vorbei an Seen, Biotopen und historischen Bauten und Aussichtspunkten, gewappnet mit einem Fernglas, gibt es hier viel Spannendes. Den ultimativen Ausflugstipp wollen wir gleich am Anfang preisgeben. Ein sehr beliebter Wanderweg führt durch die malerische Aalbeek-Niederung. Dieses Gebiet bezeichnet eine alte Sandbarre, welche die See vor einer ehemaligen Förde abgelagert hat. Dadurch formte sich die Meeresbucht zum Hemmelsdorfer See. Am besten ist es, die Wanderung am Niendorfer Hafen, an der Mündung der Aalbek, zu beginnen. Es wird dem Bach gefolgt und die Bundesstraße überquert. Vorbei am Vogelpark lässt sich schon das Highlight der Route erblicken – der Herman-Löns-Turm. Von dort aus bietet sich ein fabelhafter Blick über die gesamte Niederung. Am Fuße des Turms führt eine lange Holzbrücke über die Aalbek. Von diesem Punkt aus kann man entweder bis nach Hemmelsdorf wandern oder der Mühlenau folgen und bis zum Timmendorfer Strand gelangen. Im malerischen Naturpark Holsteinische Schweiz führen insgesamt 27 ausgeschilderte Strecken zu niedlichen Flüssen, klaren Seen, weiten Feldern, lichten Wäldern, Gutshöfen, malerischen Dörfern oder beeindruckenden Schlössern. Um Letzteres zu sehen, ist ein Ausflug nach Plön unabdingbar. Die gemütliche Kleinstadt verfügt über märchenhafte Gassen, die genauso wie die kilometerlange Promenade am Großen Plöner See zu ausgedehnten Spaziergängen einladen. Bei Voranmeldung sollte das eigentliche Highlight der Tour, die Besichtigung des Plöner Schlosses, nicht fehlen. Dieses prächtige Renaissance-Gebäude wurde während des dreißigjährigen Krieges auf einem Hügel errichtet. Das Schloss wurde unterschiedlich genutzt – unter anderem war es eine Gelehrtenschule. Seen und ein imposantes Schloss gibt es aber auch unweit von Plön in Eutin. An den Ufern zweier Seen gelegen gilt Eutin als kultureller Mittelpunkt der Holsteinischen Schweiz. Das Schloss liegt direkt am Großen Eutiner See und kann nach umfangreichen Sanierungsarbeiten nun wieder besichtigt werden. Im Inneren wird das Leben im Schloss im 18. Jahrhundert präsentiert.

Empfehlenswert ist auch die Strecke von Scharbeutz nach Klingberg durch die Scharbeutzer Heide. Vorbei an Ostsee, Wald und Großen Pönitzer See eröffnet sich den Wandersleut´ eine artenreiche Vielfalt und unberührte Fleckchen Erde. Maritime Kulisse und zeitgenössische Kunst hingegen erleben Spaziergänger bei einer Hafenwanderung entlang des Kunstkilometers in Neustadt. Die 14 Objekte von acht verschiedenen Künstlern entlang des Spazierweges sollen anregen und aufregen damit eine lebendige Auseinandersetzung zwischen künstlerischen Intensionen und dem Geschmack und Empfinden nicht geschulter Betrachter stattfinden kann. So vielseitig wie Spazierengehen und Wandern an der Lübecker Bucht ist es wohl nirgendwo. Befreien Sie Ihren Geist „per pedes“ und genießen Sie Schritt für Schritt die vielseitigen Wandergründe aus geschwungenen Küstenlandschaften, Mooren, Seen, Wäldern, Feldern und Geschichte – wir sagen im Februar: I´m walking for freshness!

© Foto: TZHS Anne Weise

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