Aus zwei wird eins. Im Beisein von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer wurde jetzt in Rostock die Fusion der bisherigen Wasser- und Schifffahrtsämter Lübeck und Stralsund vollzogen. „Die Kompetenz und Verantwortung für die Schifffahrt in der Ostsee liegen jetzt in einer Hand“, sagte Scheuer. Dabei soll es für die Beschäftigten keine finanzielle Verschlechterung geben; auch müsse niemand gegen seinen Willen den Arbeitsort wechseln. Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee wird zu einem Revier und nicht mehr in westliche und östliche Ostsee unterteilt. Aus bislang 39 Ämtern sollen später 17 werden. Leiter des neuen WSA Ostsee ist Stefan Grammann. Durch die Vernetzung und vor allem zunehmende Digitalisierung erhofft man sich Erleichterungen in vielen Bereichen. Aber die Aufgaben für das neue Amt sind gewaltig.
Es ist für die gesamte 2050 Kilometer lange deutsche Ostseeküste zuständig und ebenso für die 160 Kilometer Binnenwasserstraßen. Zu den Aufgaben des Amtes zählt die Umsetzung Seehafenzufahrten Rostock und Wismar sowie die deutsch-dänische Zusammenarbeit bei der Maritimen Verkehrssicherung während des Baus des Fehmarnbelt-Tunnels. Darüber hinaus erheben die Beschäftigten Umweltdaten, erstellen hydrografische Informationen und sorgen für eine sichere und zuverlässige Infrastruktur. Auch an der Realisierung internationaler Sportereignisse wie der Kieler, Warnemünder und Travemünder Woche sowie HanseSail ist das Amt maßgeblich beteiligt. Für die relativ „kleine“ Ostsee sind die Schiffsbewegungen enorm: 58300 Schiffe wurden im letzten Jahr allein zwischen der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und der dänischen Insel Falster gezählt, 11000 im Revier Lübeck.
© Foto: Wasserstraßen-und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV)