Wer am Timmendorfer Strand spazieren geht, wird die Großbaustelle vor dem Maritim aufmerksam verfolgen. Fast 40 Pfähle sind in den Boden gerammt worden und die ersten tonnenschweren Stahlsegmente zum Verlegen sind bereits geliefert worden. Der illuminierte Rundgang über die Ostsee, der 11,3 Millionen Euro kostet, soll im Herbst dieses Jahres fertig sein. Es kam zu Verzögerungen: Schuld waren Lieferschwierigkeiten und die frostigen Temperaturen zum Jahresende. Außerdem musste die Schonzeit der Schweinswale eingehalten werden. Auch ein schwerer Seegang habe zweimal die Arbeitsebene weggespült, berichtet Bauleiter Sebastian Stoll, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Dr. Lehners + Wittorf. Doch jetzt gehts zügig weiter. Am aufgelegten ersten Segment werden die Bewehrungseisen des Widerlagers verflochten und einbetoniert. Dieser Teil der Brücke müsse später besonders viel aushalten, erläutert Sebastian Stoll. Das Widerlager müsse die gesamte Spannung der Brücke, die durchs Ausdehnen und Zusammenziehen des Stahls entstehe, aufnehmen können. Sechs weitere Segmente sind bereits vorgefertigt: Sie sollen Stück für Stück aufgelegt werden, die Holzbauarbeiten folgen simultan. Sind die Bohlen aus Bongossi-Holz befestigt, können die Elektroarbeiten beginnen. Denn der Rundweg, der an die Schlinge eines Schiffstaus erinnern soll, beeindruckt durch seine aufwendige Beleuchtung. Wir sind sehr gespannt auf den
ersten Rundgang.
