Die Rotunde der Trinkkurhalle in Timmendorfer Strand ist Treffpunkt für Kunst- und Kulturinteressierte: In einer umfassenden Retrospektive wird noch bis zum 6. April das facettenreiche Werk der Niendorfer und Lübecker Künstlerin Hildegard Schwartz (1891–1960) beleuchtet. Als vielseitig talentierte Grafikerin, Malerin und Buchkünstlerin prägte sie hier die Kunstszene mit ihrer Leidenschaft für Kalligrafie, Holz- und Linolschnitte.
Die Ausstellung „Hildegard Schwartz – Eine Retrospektive“ würdigt nicht nur die Kunstwerke der Künstlerin. Sie berücksichtigt auch die historische Bedeutung und den Einfluss ihrer Familiengeschichte: Sowohl Urgroßvater wie Großvater unterhielten als Präsidenten der nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina enge Kontakte zu bedeutenden Persönlichkeiten ihrer Zeit, darunter Johann Wolfgang von Goethe, Gustav Carus (13. Präsident der Leopoldina, Leibarzt des sächsischen Königs wie Maler der Romantik) und über Carus auch zum berühmten Landschaftsmaler der Romantik Caspar David Friedrich, der aus aktueller Sicht auch als früher Vertreter einer sozialen und ökologischen Bewegung gedeutet werden kann. Weitere Infos unter www.timmendorfer-strand.de.
Zu Beginn des Ausstellungsjahres 2025 zeigt das Ostholstein-Museum in Eutin ab 2. März unter dem Titel Fotografie und Lyrik – Monika Lawrenz und Anke Bastrop im Erdgeschoss Arbeiten der in Mecklenburg lebenden Künstlerinnen Monika Lawrenz und Anke Bastrop, die sich in den unterschiedlichen Gattungen Fotografie und Lyrik beide der Natur widmen und die ihr innewohnende Schönheit, aber auch ihre Verletzlichkeit in den Vordergrund stellen. Die Ausstellung ist bis zum 11. Mai zu sehen.
Zeitgleich wird im Dachgeschoss unter dem Titel Exlibris – Die Kunst der Kleingrafik ab 7. März eine große Auswahl an Exlibris ausgestellt, die als besondere Form der Kleingrafik eine lange, bis ins Mittelalter reichende Tradition haben. Sie dienten im Zuge des Buchdrucks als künstlerisch gestaltete Besitzanzeige in Büchern zur Kennzeichnung des Eigentümers und wurden auch in den nachfolgenden Jahrhunderten künstlerisch und in unterschiedlicher Form umgesetzt.
Unter dem Einfluss von Künstlern wie Max Klinger, Emil Orlik, Heinrich Vogeler oder Willi Geiger erlebte die Tradition des Exlibris Ende des 19. Jahrhunderts noch einmal einen neuen Aufschwung. Insbesondere im Jugendstil und im Expressionismus erfreute sich die Gattung des Exlibris bei Künstlern und Publikum großer
Beliebtheit. Die Ausstellung ist bis zum 18. Mai zu sehen. Weitere Informationen und Öffnungszeiten erhalten Sie im Internet unter www.museum.kreis-oh.de.