Urlaubsidylle auf 42 Quadratkilometern
Es ist noch dunkel, als die Fähre von Funchal sich auf den Weg nach Porto Santo macht. Während auf Madeira alles in sattem Grün leuchtet und das Eiland häufig auch das Hawaii Europas bezeichnet wird, zeigt sich Porto Santo auf den ersten Blick relativ karg.

Aber was macht die Insel dann so besonders? Bei der Einfahrt in den Hafen zeigt sich die kleine Schwester Madeiras von ihrer schönsten Seite. Die morgendliche Sonne taucht die Insel und den schier endlosen Sandstrand in ein goldgelbes Licht und verleiht ihr etwas Mystisches. Deshalb hat sie auch den Beinamen „goldene Insel“. Obwohl sie vor ihrer großen Schwester entdeckt wurde, ist Porto Santo bis heute ein Geheimtipp – fern ab vom Massentourismus.
Das kleine Eiland ist nur elf Kilometer lang und sechs Kilometer breit. Dank den ganzjährig milden Wassertemperaturen zwischen 17 und 22 Grad Celsius ist Porto Santo auch in den Wintermonaten ein beliebtes Badeziel. Der größte Schatz ist die knapp neun Kilometer lange, goldgelbe Liegewiese. Diese erfüllt nicht nur Südsee-Klischees, sondern ist auch für seine wohltuende Wirkung bekannt. Studien zu Folge soll er bei Rheuma und Gelenk- und Muskelerkrankungen helfen. Wer sich am Strand nicht im Sand eingraben will, der findet ein umfangreiches Angebot an Psammo- und Thalasso-Therapien in einem der Spas.

Aber Porto Santo ist nicht nur ein Geheimtipp für Sonnenanbeter und Wassersportler, die Insel ist auch ein wahres Paradies für Abenteuerlustige und Outdoor-Enthusiasten. Mit ihrer Landschaft, von Bergen bis hin zu malerischen Küsten, bietet sie eine Fülle von Angeboten, wie der der 18-Loch-Golfplatz. Die von der Golflegende Seve Ballesteros entworfene Anlage erstreckt sich über eine Fläche von 6.434 Metern mit einem Mix aus Fairways, Wasserhindernissen und Bunkern. Er vereint so anspruchsvolle Spielmöglichkeiten mit spektakulären Panoramablicken auf die umliegende Küstenlandschaft und den Ozean.
Die Insel zeichnet sich auch durch ihr historisches und kulturelles Erbe aus. Im charmanten Hauptort, Vila Baleira, findet man kleine Shops, Bars, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Außerdem können hier die Besucher auf den Spuren des Seefahrers Christoph Kolumbus wandeln.
Die Stadt wurde vor 600 Jahren besiedelt und verfügt über eine lange Geschichte, die einem in die Zeit der maritimen Expansion zurückversetzt, insbesondere durch die Spuren, die Christoph Kolumbus hinterlassen hat. Die geografische Lage der Insel und die Kenntnisse, die der künftige Entdecker in der Zeit erlangte, beeinflussten seine späteren Reisen. Heute kann das Haus, das sogenannte „Casa de Colombo“ besichtigt werden.
Neben dem Museum wurde ihm auch das „Kolumbus-Festival“ gewidmet, das jährlich im September stattfindet. Das mehrtägige Event (18.-21.09.2025) zieht zahlreiche Schaulustige auf die Insel.
Aber das Eiland ist nicht nur im September in Feierlaune. Auch das Festa de Sao Joäo (Fest des Heiligen Johannes) wird um den 24. Juni auf der Insel ausgiebig gefeiert. Porto Santo feiert gern, kann aber auch gefeiert werden: Mag die Insel noch so klein sein, die lebendigen Traditionen, ihre ansteckende Ruhe und goldenen Strände hinterlassen bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck – Madeiras kleine Schwester ist eben ein verstecktes Juwel, das die Seele erfrischt und zum Träumen einlädt.
Preisbeispiel:
Eine Woche im 5-Sterne Hotel Pestana Porto Santo mit AI-Verpflegung,
Transfers und Flug gibt es bei TUI ab 1.515,00 Euro pro Person im,
Doppelzimmer. Mehr Infos zu Porto Santo gibt auf www.visitmadeira.com/de