25. Juli 2026
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Madeiras Vielfalt ist immer eine Reise wert

Weihnachtssterne zieren in den kommenden Wochen wieder so manche Fensterbank und sorgen mit ihren leuchtend roten Blättern für Weihnachtsstimmung in der winterlichen Stube. Und während man sich hierzulande in der Regel mit Topfpflanzen zufriedengibt, fährt man im Garten Eden des Atlantiks ein paar Nummern größer auf.

© C. Letzeisen


Auf Madeira wachsen die Weihnachtssterne nicht nur im heimischen Garten. Während ihrer Blütezeit färbt die „Euphorbia pulcherrima“ ganze Berghänge in Rot – auch die Parks und Straßen von Funchal erstrahlen in der Signalfarbe. In der Weihnachtszeit verwandelt sich die Inselhauptstadt in ein riesiges Weihnachtsdorf, das vor allem am Abend für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgt.
Überhaupt ist das vom Atlantik umspülte Eiland eine Perle der Natur: Schroffe Klippen, glitzernde Wasserfälle und grüne Hänge mit einer einzigartigen Pflanzenpracht wechseln sich hier auf kleinstem Raum ab. Dank ihrer Lage – die Insel liegt auf gleicher Höhe wie Südmarokko – findet man das ganze Jahr eine blühende Flora vor. Über 3.000 Pflanzenarten wie Lilien und Hibiskus gedeihen hier dank der milden Temperaturen. Selbst im Dezember klettert das Thermometer noch bis auf 20 Grad Celsius.
Aber die Vulkaninsel hat weit mehr zu bieten als die Pflanzenwelt. Wer sich abseits der ausgetretenen Pfade bewegt, entdeckt eine Insel voller Überraschungen – von versteckten Buchten und vulkanischen Höhlen bis hin zu traditionellen Dörfern und kulinarischen Schätzen.

© C. Letzeisen
© C. Letzeisen


Madeira ist berühmt für seine Levadas. Die künstlichen Bewässerungskanäle werden oft von Wanderern genutzt, um die beeindruckenden Landschaften der Insel zu erkunden. Doch während die bekannten Routen wie die Levada das 25 Fontes oder die Levada do Caldeirão Verde oft viel besucht sind, gibt es auf der Insel auch weniger frequentierte Wege, die ebenso faszinierende Ausblicke bieten. Die Wanderung entlang der Levada Serra do Faial erstreckt sich über 11,3 Kilometer und zeigt Madeiras üppige Natur abseits der gängigen Pfade. Sie beginnt in der charmanten Gemeinde Camacha, bekannt für ihre Traditionen und ihr Korbflechter-Handwerk. Ebenfalls empfehlenswert ist die Levada do Rei welche in São Jorge startet. Immer dem Bewässerungskanal entlang schlängelt sie sich durch dichte Lorbeerwälder und bietet dabei spektakuläre Ausblicke auf das umliegende Bergland. Diese Tour eignet sich auch für Familien mit Kindern, da es auf der Strecke kaum Steigungen gibt.
Überhaupt gibt es auf der Insel Aktivitäten für jedermann: Während sich Aktivreisende beim Wandern oder Mountainbiken auf den leichten bis zu anspruchsvollen Pfaden austoben, finden Kulturinteressierte in der Inselhauptstadt alles, was das Herz begehrt: malerische Gässchen mit kleinen Boutiquen und Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel.

© C. Letzeisen


Ein weiteres Highlight ist die Abfahrt mit einem Korbschlitten durch die engen Gassen in Richtung Livramento. Die beiden Lenker in weißer Tracht und Strohhut steuern das Gefährt Mithilfe von Seilen und das Bremsen erfolgt auch heute noch mit der Sohle ihrer Stiefel. Nach einer Tour stärkt man sich dann in einer Taverne mit madeirischen Köstlichkeiten – Espada (schwarzer Degenfisch mit Banane) oder Thunfisch-Steak und dazu ein Gläschen Poncha (Zuckerrohrschnaps).
Wer nach all den Aktivitäten eine Pause braucht, der genießt diese an Stränden in der Nähe von Funchal oder am schwarzen Sandstrand von Porto do Abrigo do Seixal. Deutlich ruhiger, aber nicht minder schön sind die Geheimtipps an der Ost- und Nordküste. In Prainha in Caniçal wartet eine kupferfarbene Liegewiese. Mit den Gelb- und Brauntönen steht er im besonderen Kontrast zu den üppigen Grüntönen der Insel. Ebenfalls einen Besuch wert ist der Strand Laje in der Gemeinde Seixal. Die Palmen entlang der Promenade verleihen diesem Kieselstrand seinen exotischen Namen „Jamaika-Strand“.
Die besondere Magie der Insel wird deutlich, wenn man den Sonnenaufgang über dem schwarzen Sand von Praia do Seixal oder den Sonnenuntergang von den imposanten Klippen des Miradouro do Precipício beobachtet. Spätestens jetzt ist klar – Madeira ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.

Weitere Informationen zu Madeira gibt es auf www.visitmadeira.com/de

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