25. Juli 2026
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Lübecks Schätze

Der Dom zu Lübeck

Es ist kaum zu glauben, aber der Lübecker Dom – Lübecks älteste Kirche – feiert in diesem Jahr seinen 850-jährigen Geburtstag. Mit einer 10-Tage-Festwoche im Sommer und zwei Festgottesdiensten wurde dieses Ereignis gebührend begangen: mit Gesang, Spiel und Tanz sowie Konzerten und Vorträgen. Im November findet anlässlich des Jubiläums noch eine Veranstaltung statt, die Sie am Ende des Textes finden. Der Dom gehört zusammen mit St. Jakobi, St. Marien, St. Petri und St. Aegidien zum Ensemble der sieben Türme der Lübecker Altstadt. Ein Spaziergang durch das Domviertel am Südrand der Altstadt mit Grünanlagen und dem angrenzenden Mühlenteich ist auch gerade im Herbst ein Vergnügen.

Historie

Etwas zur Geschichte: Siebzig Jahre haben die Menschen daran gearbeitet, bis der Dom in seiner romanischen Gestalt fertig war. Sie folgten den Plänen und hatten eine Idee. Die Menschen, die 1173 damit begonnen haben, mussten wissen, dass sie die Fertigstellung nicht erleben würden. Kaum war er 1247 geweiht, begann man 15 Jahre später mit dem Bau der Paradiesvorhalle und wenig später wurde der Dom nach Osten hin erweitert. Kapellen wurden angefügt und Kunstwerke gestiftet. Bis heute muss das Mauerwerk in regelmäßigen Abständen ausgebessert werden. Fast immer steht irgendwo ein Gerüst.
Doch auch der Dom wurde im 3. Reich zerstört. In der Nacht zum Palmsonntag 1942 brannte die alte Hansestadt und mit ihr drei große Kirchen: St. Marien, St. Petri und der Dom. Sprengbomben verwüsteten den gotischen Chor. Alle Dächer verbrannten. Das an den Süderturm anschließende Seitenschiffgewölbe stürzte ebenso ein wie der größte Teil des Chorgewölbes über dem Hochaltar. Die Fenster waren zersplittert, Feuer zerstörte die große Orgel, den größten Teil des Gestühls, den Hochaltar, Schrankenwerke und viele andere Kostbarkeiten. Verkohlt war der obere Teil des Triumphkreuzes und halb verbrannt der Schalldeckel der Kanzel. Der kostbare Passionsaltar von Hans Memling (1491) und andere Kunstwerke blieben wunderbarerweise erhalten. Beim Wiederaufbau des Domes, besonders des Chores, wurde man an das Ausmaß der Bauzeiten des Mittelalters erinnert. Von 1960 bis 1977 dauerte der Wiederaufbau des gotischen Chores, 1982 wurde die Paradiesvorhalle fertiggestellt.

Kunstschätze und Events

Als Ort der Stille lädt der Dom zur Besinnung ein, zum Beispiel unter dem Triumphkreuz von Bernt Notke oder am Lichteraltar. Das Triumphkreuz, der Lettner, die Seitenaltäre, Marienfiguren und weitere Kunstschätze sind erhalten geblieben und ziehen viele Besucher an.
Ein fotografischer Streifzug unter dem Titel „Der Dom zu Lübeck und seine Umgebung“ steht am 2. November um 18 Uhr auf dem Programm. Im Dezember findet das 75. traditionelle Weihnachtssingen der Lübecker Knabenkantorei statt. Infos erhalten Sie unter www.domzuluebeck.de.

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