25. Juli 2026
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Kunst & mehr

Das explosive Erbe
Das Regionalmuseum thematisiert mit der Sonderausstellung „Munition im Meer – Das explosive Erbe“ die aktuelle Bergung der Munitionsaltlasten, die Bergungskonzepte und die Geschichte der Munitionsverklappungen in der Lübecker Bucht.
Zum Kriegsende vor 80 Jahren lagern in Deutschland noch unvorstellbare Mengen an Munition und Kampfstoffen. Die Alliierten beschließen, diese in festgelegten Arealen in Nord- und Ostsee zu entsorgen. Die Lübecker Bucht wird für die Beseitigung herkömmlicher Waffen und Munition aus der britischen Besatzungszone ausgewählt. Die Versenkung wird in Lübeck von den britischen Besatzungstruppen organisiert. Seitdem liegen etwa 300.000 Tonnen versenkter Waffen auf dem Boden der Ostsee, insgesamt sind es schätzungsweise 1,6 Millionen Tonnen in deutschen Gewässern. Diese Altlasten sind eine tickende Zeitbombe, denn die eisernen Behälter rosten und geben nach und nach ihre giftigen Inhaltsstoffe frei. Die Sonderausstellung ist im Museum für Regionalgeschichte Pönitz zu sehen. Weitere Infos unter www.gemeinde-scharbeutz.de.

© Museum Scharbeutz

Max Pechstein
Max Pechstein an der Ostsee. Der Künstler zählt zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Expressionismus und ist mit einigen seiner Werke seit Mitte August im Ostholstein-Museum in Eutin zu sehen. Der Maler und Grafiker war in den Jahren 1906-1912 mit Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Fritz Bleyl und Karl Schmidt-Rottluff Mitglied der bekannten Künstlergruppe „Brücke“. Vor allem widmete er sich Figuren- und Landschaftsbildern, die er in einer unverwechselbaren expressiven Form- und Farbgebung umsetzte. Insbesondere die Ostseeküste – zunächst die des damaligen ostpreußischen Niddens und später dann des pommerschen Lebas – übte auf ihn zeitlebens einen besonderen Reiz aus. Hier fand der Künstler seine Vorstellung von der Verbundenheit von Natur und Mensch sowie von Natur und Kunst erfüllt.
Nach seinem ersten Besuch in Nidden 1909 waren für Pechstein über 40 Jahre die scheinbar unberührte Natur und die an der Küste lebende Bevölkerung Thema seiner Kunst. In seinen Werken stellte Pechstein daher immer wieder Fischer und Bauern, deren Alltag, die Dünen- und Binnenlandschaft, das Meer, Schiffe und Boote sowie Akte in der Landschaft dar. In der Ausstellung „Max Pechstein an der Ostsee“ wird eine Auswahl von Papierarbeiten mit den einschlägigen Motiven der Küsten und des Binnenlandes an der Ostsee, ergänzt durch eine kleine Anzahl an Ölbildern, präsentiert. Die Ausstellung ist bis zum 2. November zu sehen. Weitere Infos unter www.kreis-oh.de.

Max Pechstein, Fischerkopf IX, 1921, Holzschnitt, © Pechstein 2025 Hamburg Berlin

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