25. Juli 2026
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Jugendwehren freuen sich über neue Mitglieder!

Doch die Freude ist nicht ganz ungetrübt, denn nach wie vor werden junge und ältere Menschen
gesucht, die sich aktiv bei der Feuerwehr einsetzen. Vor Kurzem tagte der Kreisfeuerwehrverband im Saal des Maritims in Timmendorfer Strand und informierte die Zuhörer über die Ereignisse im letzten Jahr.

Zwei Freiwillige Feuerwehren mussten in Ostholstein aufgelöst werden, während sich in den Gemeinden Ratekau und Scharbeutz zwei zusammengetan haben, um neue Jugendabteilungen zu gründen. Sie blicken nach vorn und haben sich mit großem Engagement aller Mitglieder der Jugendarbeit geöffnet. „Solche Neugründungen sind Gold wert“, sagte Kreiswehrführer Thorsten Plath.

Insgesamt sieht die Bilanz der ostholsteinischen Jugendwehren positiv aus: 2016 sind über 200 Mitglieder eingetreten und dementsprechend ist die Zahl der Freiwilligen auf fast 820 angestiegen. Auch Mädchen engagieren sich gern und Jugendliche mit Migrationshintergrund ebenso. Die Jugendwehren legen Wert darauf, dass das Angebot für alle jungen Menschen mit Behinderung geöffnet ist. „Über die stärkste Jugendwehr verfügt Bad Schwartau/Rensefeld mit 48 Mitgliedern“, erklärte der dienstälteste Kreisjugendwehrwart Hartmut Junge. Und fügte noch hinzu: „59 ausgebildete Jugendliche haben wir im vergangenen Jahr in die Feuerwehren übergeben – wir sind die Nachwuchsschmiede.“
Insgesamt gibt es im Kreis 131 Freiwillige Feuerwehren mit knapp 3.800 aktiven Mitgliedern. „Die sind an der Feuerwehrtechnischen Zentrale für ihre Einsätze gut aus- und fortgebildet worden. 1.800 Teilnehmer in fast 100 Lehrgängen sowie rund 1.200 Atemschutzgeräteträger in circa 100 Übungen sprechen für sich. Die Familie Feuerwehr funktioniert. Das hat sich bei Großfeuern in Timmendorfer Strand und Heiligenhafen gezeigt“, so Plath.

Der Fortbestand aller ostholsteinischen Jugendfeuerwehren, und sogar die Neugründung weiterer Jugendfeuerwehren sind für die Freiwilligen Feuerwehren in manchen Gemeinden überlebenswichtig. Die Jugendfeuerwehren in der kleinen Gemeinde Manhagen sowie Ostgemeinde Ratekau und Pönitzer Seenplatte seien die besten Beispiele dafür, dass die Feuerwehren ihr Potential noch lange nicht voll ausgeschöpft haben. Es gebe durchaus noch Gemeinden in Ostholstein, die weitere Jugendabteilungen gründen könnten. Besonders die großen Gemeinden sollten genau prüfen, ob anstatt einer Gemeindejugendfeuerwehr nicht mehrere Jugendfeuerwehren bei einzelnen Ortswehren möglich seien. Die Aktivitäten bei den Jugendwehren sind umfangreich. Neben den Versammlungen und Jubiläen, gilt es Sommerfeste zu feiern und Wettbewerbe auszutragen. Natürlich stehen Bildungsveranstaltungen im Fokus und diverse Seminare auf Bundesebene.
In diesem Zusammenhang möchten wir darauf aufmerksam machen, dass es trotz der allgemeinen positiven Entwicklung in den kleineren Ortswehren Nachwuchssorgen gibt. Aufgelöst hat sich in Harmsdorf die Feuerwehr Güldenstein und in Wangels sucht die Ortswehr Grammdorf dringend Verstärkung. Alle Infos finden Sie unter www.kjf-oh.de.

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