25. Juli 2026
Anzeige
Anzeige

Aktuelle Beiträge

Interview – Im Gespräch mit Patrick L. Schmitz

Patrick Ludovicus Schmitz – der Theaterschauspieler, Sänger, Synchronsprecher und Regisseur hat den Humor im Blut und überzeugt durch sein facettenreiches Auftreten unter anderem bei den Segeberger Karl-May -Spielen. Uns verriet der Bamberger, warum er im Dezember Timmendorfer Strand besucht und wie er den einen oder anderen Bühnenstar gekonnt wieder aufleben lässt.

Hallo Herr Schmitz! Was geht so ab in Bamberg?

Bamberg ist wunderschön. Sollte jeder mal hinfahren, der noch nicht da war. Viel Kultur, alte Gassen, leckeres Essen und das beste Bier! Durch die Studenten ist abends auch immer was los und in Klein-Venedig kann man sogar Gondel fahren!

Egal ob Heinz Erhardt oder jedes Jahr ein anderer Charakter bei den Segeberger Karl-May-Spielen – offensichtlich sind Sie sehr wandelbar. Wie findet man sich in so viele unterschiedliche Charaktere ein?

Als Schauspieler möchte man ja gerne wandelbar sein. Natürlich gibt es dann mit der Zeit gewisse Rollen, auf die man meistens besetzt wird. Bei mir dann oft -und vor allem bei den Karl May Spielen- das komische Fach. Das sind dann meistens auch die dankbarsten Rollen. Spielen tue ich eigentlich alles gern – wenn das Publikum happy ist, bin ich happy!

Apropos wandelbar: Im Hörspiel „Winnetou und das Gold der Rocky Mountains“ haben Sie sieben Rollen verkörpert. Kommt man da nicht schnell durcheinander?

Eigentlich nicht! Erstens haben wir ja geprobt, zweitens hatten wir in dem Fall ja sogar den Text vor der Nase und drittens: es macht einfach Riesenspaß sich aus der Bühne auszutoben! Und da sind viele verschiedene Rollen natürlich perfekt!

Sie sind unter anderem bekannt für Ihr Heinz Erhardt-Soloprogramm. Ist es eine große Herausforderung für Sie in die Fußstapfen eines so bedeutenden Künstlers zu treten?

Witzigerweise hat es sich für mich nie wie eine große Herausforderung Angefühlt. Der Heinz ist irgendwie zu mir gekommen. Ich habe Ihn als Kind sehr verehrt, eine Kassette die ich von ihm hatte, hoch und runter gehört und oft seine Filme gesehen. Dann sollte ich vor circa 15 Jahren am Stadttheater Bamberg bei einem Heinz Erhardt Programm mitmachen, es kam die Brille, es kam der passende Anzug und MEIN Heinz Erhardt war geboren! Im laufe der Jahre und der Haare – und dem guten Essen in Bamberg- glich ich mich körperlich auch immer mehr an. Und je öfter ich Ihn spielte, umso besser wurde die Körperlichkeit und der Ton. Das Geheimnis liegt meines Erachtens darin, dass ich nie versucht habe ihn zu imitieren oder persiflieren, sondern ihn einfach als Schaupieler SPIELE! Ich setze die Brille auf und spiele Heinz Erhardt – und es klappt irgendwie immer!

Was ist für Sie DAS Herausragende an Heinz Erhardt?

Heinz war einer der großen Humoristen der letzten 100 Jahre. Nur wenige konnten so mit der Sprache jonglieren wie er. Seine Gedichte sind problemlos in einer Reihe mit Ringelnatz, Busch und Morgenstern zu nennen. Außerdem war er ein herausragende Pianist, Komponist und Familienvater.

Nicht nur schauspielerisch, sondern auch gesanglich verzeichnen Sie Erfolge. Unter anderem haben Sie gemeinsam mit dem Blue Train Orchestra ein Roger-Cicero-Gedächtniskonzert veranstaltet. Wie war das für Sie?

Großartig! Ich liebe es zu singen – habe in meinen fast 25 Jahren auf den Brettern die die Welt bedeuten, auch schon das ein oder andere Musical spielen dürfen. Außerdem habe ich Roger Cicero sehr verehrt und liebe seine Songs! Da war diese Kooperation mit dem großartigen Blue Train Orchestra natürlich wie ein sechser im Lotto für mich! Anfang nächsten Jahres gibt es gleich wieder zwei Konzerte und demnächst gehen die Proben los!!!

Auf was für spannende Projekte dürfen wir uns künftig freuen?

Na ich hoffe mein “Heinz Erhardt verschmitzt“ Programm mal in Hamburg oder Umgebung spielen zu können, Roger und das Blue Train Orchestra stehen auch schon wieder vor der Tür und an Silvester moderiere ich wieder den großen Silvesterball im Grand Élysée Hotel in Hamburg. Inklusive “Dinner for one“! Allerdings in meinen Fall heißt der Sketch: „Dinner for Heinz“!

Umso schöner, dass wir Sie dann auch am 7.Dezember beim UNICEF-Talk im Timmendorfer Strand sehen dürfen. Gibt ein ganz bestimmtes Thema, welches Ihnen in diesem Zusammenhang besonders am Herzen liegt?

UNICEF hilft Kindern! Kinder haben immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt: nicht nur, dass ich selber vier großartige Exemplare in die Welt gesetzt habe, ich habe schon als junger Teenager mein Geld mit Babysitten verdient, später bin als Betreuer auf Kinderfreizeiten gefahren. Außerdem liebe ich es Kindertheater zu spielen! Ich habe ein Patenkind in Simbabwe und auf meiner Bucketlist steht die Ausbildung zum Klinikclown!

Sie haben im Wildpark Eekholt die Patenschaft von zwei Eulen übernommen. Haben Sie noch mehr Patenschaften?

Die zwei Eulen sind die einzigen tierischen Patenkinder die ich habe! Menschen habe ich drei: Sarah und Leni – zwei Töchter von zwei großartigen Freunden von mir und – wie gesagt- die kleine Banenkosi, ein kleines Mädchen aus Simbawe!

Die Adventszeit steht vor der Tür. Auf was freuen Sie sich am meisten?

Gemütliche Weihnachtstimmung mit der Family! Stollen, Plätzchen, Kinderpunsch(!) und amerikanische Weihnachtssongs!

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz: Humor ist…

….der Regenschirm der Weisen! (Leider nicht von mir, sondern von Erich Kästner! Aber das kann ich genauso unterschreiben!)

© Foto: Steffi Henn

Latest Posts

Anzeige

Newsletter Abonnieren

Direkt – kompakt – informativ! Unser Magazin-Newsletter.

Ja, ich möchte den regelmäßigen Newsletter des Magazins Lübecker Bucht erhalten und mich über aktuelle Produkte und Aktionen informieren. Eine Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit kostenlos möglich. Weitere Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Interessant