25. Juli 2026
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Im Talk mit Michél von Wussow

Der aus Scharbeutz stammende Singer/Songwriter besingt in seinen Songs gesellschaftliche und persönliche Themen, die jeden beschäftigen, wie etwa den Klimawandel. Uns verrät der Newcomer mit der gefühlvollen Stimme, wie er seinen Durchbruch erlebte und was seine Pläne sind.

Hallo Michél! Wie bist Du heute in den Tag gestartet?
Moin – mit Mukke und Kaffee 🙂 

Einem größeren Publikum wurdest Du bei Ina´s Nacht bekannt. Hättest Du selbst mit diesem Durchbruch gerechnet?        
Ich habe versucht, es ganz doll zu manifestieren, dass ich irgendwann mal im Schellfischposten spiele. Dass es dann wirklich passiert ist und Ina uns angefragt hat, ist immer noch nicht zu begreifen.

Du beschreibst Dich als sehr optimistisch. Wann wurde diese Einstellung zuletzt auf die Probe gestellt?
Ich glaube wir leben in einer Zeit, in der das tagtäglich auf die Probe gestellt wird. Bin dankbar, dass ich dem Leben als Optimist begegnen darf. Trotzdem wird es immer eine Herausforderung bleiben einen guten Grad zwischen Hoffnung und Kram, der weh tut, zu finden. Genau das kann auf meinem neuen Album „Traum B“ gehört werden.

Was möchtest Du mit Deiner Musik erreichen?
Viele Menschen berichten auf meinen Konzerten, dass sie in der Musik einen Safeplace gefunden haben. Es wäre das Größte für mich, wenn das für immer so bleibt. Und eigene Konzerte im Stadion ist ein Traum/Ziel von mir 😉

Die Botschaften auf dem am 23. August erschienenen Album „Traum B“ sind ungeschönt und direkt und paaren sich mit kraftvollen instrumentalen Sequenzen, wie etwa in dem gleichnamigen Titelsong. Anders als in Deinem Debütalbum „Angst gegen Vertrauen“ ist nun aber die E-Gitarre zu hören. Was hat Dich zu dem Wechsel veranlasst? 
Die E-Gitarre war auch schon auf „Angst gegen Vertrauen“ vertreten. Ich würde aber sagen, dass Helge Preuß und ich mit Traum B diese musikalische/soundliche Entwicklung voll und ganz durchgezogen haben, weil es sich einfach gut und richtig angefühlt hat. Egal, was musikalisch um einen herum passiert. Bin sehr dankbar dafür.

Was wäre Dein persönlicher Traum B?  
Mein persönlicher Traum B passiert gerade, vor allem mit dieser Platte. Ich darf meine Gefühle und Scheiße, die ich erlebt habe, in Musik packen und auf Bühnen spielen. Menschen hören mir zu und fühlen mit. Ich bin in gewisser Weise dankbar für all die schlimmen Sachen, die mir passiert sind, denn sie mich haben genau hier hingeführt.

Am 8. September erlebte man Dich live bei „Stars am Strand“ als Vorgruppe von Silbermond in Timmendorfer Strand. Quasi ein Heimspiel. Was magst Du an unserer Gegend? 
Es war für mich ein krass besonderes Konzert, weil ich hier angefangen habe in Bands zu spielen, Straßenmusik zu machen und Songs zu schreiben. Ich liebe das Meer, es ist immer bei mir, egal wo ich bin und auch in meiner Musik.

Welcher Deiner Songs berührt Dich am meisten?
Alles geht vorbei, der Song über mein Kindheitstrauma

Wirst Du auch mit steigendem Erfolg weiterhin in den Fußgängerzonen singen?
Ich liebe es. Es ist wie nach Hause kommen.

Bitte verrate uns zum Schluss nochmal Deinen perfekten Sommermoment!
In der Ahoi Kaffee Rösterei Haffkrug Cappuccino am Meer trinken und Musik hören 🙂

Wir bedanken uns für das nette Gespräch!

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