Hallo Herr Krüger, nach vielen Jahren haben Sie sich letztes Jahr gemeinsam mit Ihrer Frau eine Auszeit gegönnt. Wie war das für Sie?
Die Auszeit war für uns beide eine wunderbare Gelegenheit, den Alltag hinter uns zu lassen und neue Energie zu tanken. Es war eine Zeit der Reflexion und des gemeinsamen Erlebens, die uns näher zusammengebracht hat. Wir haben die Natur genossen und uns auf das Wesentliche
konzentriert.
Und auch sonst haben Sie einige Gänge zurückgeschaltet. Was war der Anlass?
In den letzten Jahren habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden. Die Branche hat sich verändert, und ich wollte mir die Zeit nehmen, um herauszufinden, was ich wirklich will und was mir Freude bereitet.
Sie betreiben das Café „Fräulein O.“ in Köpenick. Haben Sie sich damit einen Traum verwirklicht oder kam die Idee eher spontan?
Die Idee für das Café kam tatsächlich aus einer spontanen Inspiration. Ich wollte einen Ort schaff en, an dem Menschen zusammenkommen, sich wohlfühlen und gute Gespräche führen können. Es ist ein Traum, der sich nach und nach entwickelt hat und nun Teil meines Lebens ist.
Sie sagten einmal, dass sich die TV-Branche massiv verändert habe. Inwiefern?
Die TV-Branche hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, insbesondere durch den Einfluss von Streaming-Diensten und sozialen Medien. Die Art und Weise, wie Geschichten erzählt werden, hat sich verändert, und auch die Erwartungen des Publikums sind anders. Es gibt mehr Möglichkeiten, aber auch mehr Konkurrenz.
Sie spielen gerne Rollen als „Naturbursche“ – am liebsten mögen Sie das Wasser. Welches Element würden Sie Ihrer Frau zuordnen?
Meine Frau ist definitiv das Feuer. Sie hat eine leidenschaftliche und kreative Art, die alles um sie herum erhellt. Sie bringt Energie und Wärme in unser Leben, und ich bewundere ihre Stärke und Entschlossenheit.
Wie sieht Ihr Sommer aus?
Mein Sommer wird wahrscheinlich eine Mischung aus Arbeit und Freizeit sein. Ich plane, viel Zeit im Freien zu verbringen, vielleicht einige Reisen zu unternehmen und natürlich Zeit mit meiner Familie zu genießen. Ich liebe es, neue Orte zu entdecken und Abenteuer zu erleben.
Was war Ihr intensivstes Schauspielerlebnis?
Eines meiner intensivsten Schauspielerlebnisse war die Rolle in „Stauff enberg“. Die Auseinandersetzung mit solch einer historischen Figur und die Verantwortung, die damit einhergeht, waren sehr bewegend. Es hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, die Wahrheit in der Darstellung zu finden.
Sie sind laut eigenen Aussagen „grenz-wertig“ unterwegs und lieben alles, was mit Sport, Kraft und Fliegen zu tun hat. Welcher Herausforderung würden Sie sich gerne noch stellen?
Ich würde gerne eine längere Trekkingtour in den Bergen machen, vielleicht sogar eine Expedition. Die Natur herauszufordern und meine Grenzen zu testen, ist etwas, das mich immer wieder fasziniert.
Sie schreiben gerade an einer Fortsetzung von „Der leise Ruf des Schmetterlings“. Der erste Teil erschien 2018. Warum liegen so viele Jahre zwischen dem ersten und dem zweiten Teil?
Die Fortsetzung braucht Zeit, um die richtige Tiefe und Entwicklung zu erreichen. Ich wollte sicherstellen, dass die Geschichte authentisch bleibt und die Charaktere sich organisch weiterentwickeln. Es ist ein Prozess, der Geduld erfordert, aber ich bin zuversichtlich, dass es sich
lohnen wird.
Sie sind Vater von sieben Kindern. Was ist das Wichtigste, was Sie ihnen auf den Weg mitgeben?
Das Wichtigste, was ich meinen Kindern mitgeben möchte, ist die Bedeutung von Liebe, Respekt und der Verfolgung ihrer Träume. Ich möchte, dass sie wissen, dass sie immer sie selbst sein können und dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen und daraus zu lernen.
