25. Juli 2026
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Im Gespräch mit Nicolas König

Als Hörspiel- und Synchronsprecher sowie als Schauspieler hat Nicolas König sich einen Namen gemacht. Nach Episodenbesetzungen im „Großstadtrevier“ oder etwa beim „Landarzt“ spielte er seine erste Hauptrolle in der Actionserie „Die Feuerengel. Uns verriet der gebürtige Hamburger, warum er sich auf den Sommer freut und wieso er in diesem Jahr was Neues ausprobiert…

Hallo Herr König, erzählen Sie uns zum Einstieg doch
mal etwas Schönes vom heutigen Tag?

Wirklich schön war heute, dass ich zum ersten Mal in diesem Jahr wieder im Sattel gesessen habe. Auch wenn es nur eine kleine Runde durch die Felder war, kann man dabei herrlich den Kopf frei kriegen und Energie tanken!

Am 24. Juni 2023 starten wieder die legendären Karl-May-Spiele in
der Bad Segeberger Kalkberg Arena. Bei der diesjährigen Aufführung „Winnetou I – Blutsbrüder“ findet für Sie ein Rollenwechsel statt:
vom Schauspieler zum Regisseur. Eine neue Herausforderung?

Definitiv! Als Schauspieler hat man in erster Linie seine eigene Rolle im Kopf – aber als Regisseur alle. Für einen Schauspieler fängt die Arbeit an, wenn er das fertige Buch in die Hand bekommt. Als Regisseur ist man schon Monate im Voraus mit der Produktion beschäftigt: Buchbesprechungen, Bühnenbild, Besetzung, Kostüme, Musik, Pferde, Spezialeffekte, Stunts und und und. Für all das bin ich natürlich nicht allein verantwortlich. Für jede Position gibt es großartige hochqualifizierte Kollegen. Aber man wird von Anfang an mitgenommen, mit eingebunden und kann so auch seine eigenen Ideen beisteuern und mitentscheiden. Das ist eine tolle Teamarbeit!

Und doch stehen Sie als Backup bereit, falls jemand ausfällt.
Kann man sich auf solche Spontaneinsätze überhaupt vorbereiten?

Ich muss gestehen: Ich liebe solche Herausforderungen! Hilfreich ist in diesem Jahr sicherlich, dass ich den Text durch das Erarbeiten der Inszenierung schon sehr genau kenne und ganz genau weiß, was in den einzelnen Szenen passiert.

Sehen Sie sich in Zukunft öfter mal als Regisseur?
Es würde mich unglaublich freuen, auch über die kommende Spielzeit hinaus meinen Teil zu dem beizutragen, was bei den Karl-May-Spielen über viele Jahre aufgebaut worden ist.

Egal ob Häuptling, Old Shatterhand oder Bankier – Sie haben schon
zahlreiche Rollen in Segeberg bekleidet. Welche haben Sie am
liebsten besetzt?

Das kann ich gar nicht so einfach beantworten. Jede Rolle, die ich am Kalkberg gespielt habe, hatte etwas ganz Besonderes – und ich habe jede zu ihrer Zeit am liebsten gespielt. Aber außergewöhnlich war definitiv Old Shatterhand, den ich letztes Jahr für sieben Vorstellungen übernehmen musste…nein: übernehmen DURFTE! Das war eine Rolle, die man ansonsten wohl nie mit mir in Verbindung gebracht hätte.

Resümee aus 30 Jahren Zugehörigkeit im Karl-May-Ensemble:
Inwiefern hat sich das Publikum verändert?

Die Spiele sind erwachsen geworden – aber ohne die kindliche Freude oder ihren ganz eigenen Charme zu verlieren. Erwachsen sind sie in
Konzeption und Ausführung und einfach professioneller. Seien Sie aber sicher: Wir haben bei der Arbeit eine Menge Spaß – und genau das spürt auch das Publikum. Und das Schöne ist, dass unser Publikum mit uns gewachsen ist. Kinder werden Eltern, Eltern werden Großeltern und letztendlich sind sie, wenn die Vorstellung beginnt, alle wieder Kind. Wie heißt es so schön? „Man hört nicht auf zu spielen, weil man alt wird. Man wird alt, wenn man aufhört zu spielen.“ Und daran glauben Gott sei dank beide: die Spiele und das Publikum.

Sie sagten einmal, dass Sie einen Teil zur Hilfe Bedürftiger
beitragen, indem Sie spenden. Auch sind Sie am 23. März beim
„Unicef-Talk Unterhaltung am Meer“ zu Gast. Wo liegt Ihr persönliches Hauptaugenmerk in Bezug auf die Unterstützung der Kleinsten?

Ich persönlich unterstütze seit Jahren ein internationales Programm mit Kinderpatenschaften und helfe immer spontan dort, wo gerade Hilfe gebraucht wird. Das betraf zuletzt die vom Krieg betroffenen Kinder in der Ukraine und die jungen Erdbebenopfer in der Türkei. Außerdem nehme ich auch immer sehr gern an Aktionen von „Dunkelziffer e.V.“ und „Stiftung Hänsel und Gretel“ zum Schutz von Kindern teil – und es ist mir eine besondere Freude, Unicef im Rahmen dieser Talkrunde zu unterstützen.

Genießen Sie nach dem Talk noch unser schönes Timmendorf
oder geht es für Sie gleich weiter?

Nach dem Talk geht es gleich wieder zurück – leider! Aber da ich nur 45 Autominuten von hier entfernt lebe, genieße ich die Lübecker Bucht mehrmals im Jahr – ob im Sommer beim Sonnenbaden oder im Winter bei Spaziergängen, bei denen man sich mal so richtig durchpusten lässt.

Gibt es spannende schauspielerische Projekte,
auf die wir uns freuen dürfen?

Ich habe gerade einen Kinofilm und zugleich eine Serie für RTL+ abgedreht: eine Adaption des Romans „Hagen von Tronje“ von Wolfgang Hohlbein. Und einen neuen Film der Reihe „Unsere Geschichte“. Worum es dabei geht, darf ich aber noch nicht verraten.

Verraten Sie uns zum Schluss doch bitte, was bei Ihnen so richtig
für Vorfreude auf den bevorstehende Sommer sorgt…
Worauf ich mit im Sommer freue? Erstens: die Karl-May-Spiele. Zweitens: die Karl-May-Spiele. Und drittens: die Karl-May-Spiele. Ach ja – ich habe da noch was vergessen: die Karl-May-Spiele – und meine neue Aufgabe dort. Aber dann auch einfach darauf, bei herrlichem Wetter in der Sonne zu liegen und abends den Grill anzuschmeißen.

Wir bedanken uns für den netten Talk und wünschen viel Erfolg bei den Karl May-Spielen!

Nicolas Koenig © Paul Zimmer

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