Bekannt ist der Radio- und Fernsehmoderator unter anderem als Gastgeber des Show-Formats „Das Rote Sofa“, auf dem er regelmäßig spannende Menschen interviewt. Für uns wechselte der Wahl-Hamburger die Seiten und plauderte unter anderem über den Alterungsprozess.
Auch verriet er uns, warum er unter die Autoren gegangen ist…
Hallo Hinnerk, welcher Gast auf dem Roten Sofa ist Dir besonders in Erinnerung geblieben (außer Katja Riemann)? Mir stockte der Atem, als mir Bob Geldof unter Tränen erzählt hat, dass er sich eine Mitschuld am Drogentod seiner Tochter gibt. Oder Natascha Kampusch, die tatsächlich zum ersten Mal in Einzelheiten von Ihrem Martyrium der Einkerkerung gesprochen hat.
Was war das Wichtigste, was Du Deiner Tochter mit auf den Weg gegeben hast? Vertrau am meisten Dir selbst.
Humor und Selbstironie sind zwei Deiner Charaktereigenschaften. Verrate uns doch eine dritte Tugend, die Dich auszeichnet? Gelassenheit, wenn es brenzlig wird.
In Deinem Buch „Younger sän ewer – Da geht noch was“ nimmst Du das Älterwerden gekonnt auf die Schippe. Welcher Schlag Mensch muss das Buch gelesen haben? Jeder, der seinem eigenen Altern mit einem Lächeln begegnen möchte.
Du gibst in dem Buch viele private Einblicke preis. War es leicht für Dich, so aus dem Nähkästchen zu plaudern? Ja, weil ich die Dinge gerne beim Namen nenne und wir sie alle kennen.
Glaubst Du, dass Männer den Prozess des Älterwerdens problemloser durchlaufen als Frauen? Ich glaube, dass Frauen und Männer jeweils unterschiedlich altern, aber wir uns doch in einem einig sein sollten: Lieber alt werden als nicht!
„Generation 50“ versus „Generation Z“ – Was haben die einen, was die anderen nicht haben? Die 50er hatten immer den Durst, etwas erreichen zu wollen, etwas Besseres aus Ihrem Leben zu machen. Die Zler sind da möglicherweise etwas weniger ambitioniert, weil viele schon zu viel haben.
Was ist mit 50 Jahren besser als mit 20 Jahren? Das Selbstbewusstsein…ansonsten: Nichts, aber das wird durch das Selbstbewusstsein wettgemacht.
Planst Du noch mehr Buchveröffentlichungen? Vielleicht … wie man sich davor bewahrt, ein alter, mürrischer Sack zu werden…
Zum Schluss hätten wir von Dir gerne einen kurzen und knacken Tipp, um jung zu bleiben. Raus aus der Bequemlichkeit und rein in junges, frisches Denken!
Wir bedanken uns für den netten Talk und wünschen noch einen tollen Sommer!