25. Juli 2026
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Ein magischer Ort Kloster Cismar

Cismar ist in seiner fast 800 Jahre langen Geschichte schon vieles gewesen: Erst eine Einöde im Sumpf, dann ein reiches Kloster und Wallfahrtsort. Es wechselte sogar seine nationale Zugehörigkeit in dänisch, preußisch und schließlich deutsch. Cismar ist seit jeher ein Zentrum für Kunst und Kultur, wurde durch Benediktiner-Mönche geschaffen und geprägt und das ist auch heute noch an jeder Ecke und in jedem Winkel zu spüren. Maler, Literaten, Schriftkünstler und andere Schöngeister verfallen dem Charme dieses magischen Ortes. Vor allem jetzt in den Sommermonaten blüht das Zentrum für kulturelle Workshops, Kreativität und Besinnung auf und bietet dennoch Ruhe innerhalb der Klostermauern. Mit dem Fahrrad in rund 15 Minuten von Grömitz erreichbar, ist das magische Cismar mit seinem Kloster das ideale Ausflugsziel, wenn man dem trubeligen Strandleben für ein paar Stunden entfliehen und mehr über die 800 Jahre lange Geschichte erfahren möchte.

Kaffeetrinken über der Johannisquelle

Zur Geschichte wollen wir in diesem Rahmen nicht zu sehr ins Detail gehen und uns aufs Wesentliches beschränken. 1177 wurde das Johanniskloster in der Hansestadt Lübeck gegründet. Dann wurden 1231 Mönche durch den Erzbischof in Bremen in die Einöde nach Cismar verbannt, wo sie 1238 mit dem Bau des Klosters begannen. 1249 wird die bis heute erhaltene Johannisquelle im zweischiffigen Gewölbekeller des im Süden der Klosteranlage liegenden Nebengebäudes, in dem sich auch das Refektorium befindet, für heilig erklärt. 1260 wurde die Kirche fertiggestellt. Für den Chor wird 1310 bis 1320 in einer Lübecker Werkstatt ein Reliquienschreinaltar hergestellt, wahrscheinlich der älteste geschnitzte Flügelschreinaltar, den die Kunstgeschichte kennt. Zu Wohlstand kam das Kloster Cismar insbesondere durch die Verehrung der im Flügelaltar aufbewahrten Reliquien. Scharen von Pilgern zogen zum Kloster Cismar. Bei Ihrem Besuch können Sie den Altar, der weitgehend original erhalten ist, bewundern. 1544 wird der Landbesitz des Klosters verstaatlich und Pilger blieben als Folge der Reformation aus. In den folgenden Jahrhunderten wird das Kloster zu unterschiedlichen Zwecken genutzt: als Gutshof mit Privatkapelle, Landratsamt, Jugenderholungsheim und in der Zeit des 3. Reiches als Beherbergung des Arbeitsdienstes sowie Marine-Depots. In den Jahren von 1982 bis 1987 wurde die Klosteranlage umfangreich saniert.

Wer mehr erfahren möchte, kann das Kloster Cismar im Juni, Juli und August an bestimmten Tagen kreativ erkunden. Dann steht Arndts Pilgerreise auf dem Programm.

Der junge Arndt wird von einer rätselhaften Krankheit geplagt. Sein Vater, ein angesehener lübscher Kaufmann, schickt ihn auf eine Pilgerreise ins Kloster Cismar. Wird die Heilige Johannisquelle seinem Sohn die erhoffte Heilung bringen? Und was wird aus der wertvollen Reliquie, die Arndt als Geschenk an die Mönche mit im Gepäck hat? Ein kreativer Rundgang durch das Kloster für alle ab 8 Jahren. Informationen/Anmeldung: 04363 9052887 oder info@koerperlernen.com.

Am Nachmittag wird man vom Duft frischen Kuchens und Kaffees in den Klosterhof gelockt. Dort warten im Klostercafé hausgemachte Leckereien für eine Stärkung und den Genuss zwischendurch. Über der Heiligen Johannisquelle gelegen, die man auch heute noch besichtigen kann, schlemmt man inmitten der Atmosphäre des alten Gemäuers – in den Sommermonaten punkten die Terrasse und die Grünflächen rund um das Café. Infos unter www.kloster-cismar.de.

© Foto: Jörg Wischmann / Förderkreis

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