125 Jahre Buddenbrooks
Lübeck. Zum 125-jährigen Jubiläum von Thomas Manns Buddenbrooks. Verfall einer Familie schlägt das Lübecker Buddenbrookhaus eine Brücke in die Gegenwart und fragt nach der Aktualität des Jahrhundertromans: Was hält Familien zusammen und woran zerbrechen sie? Die große Sonderausstellung „Family Affairs. 125 Jahre Buddenbrooks“ im St. Annen-Museum liest Thomas Manns Roman als überraschend aktuelle Erzählung über Herkunft, Erwartungsdruck, soziale Rollen und den Wunsch nach individueller Freiheit. Eröffnet wird die Ausstellung am 29. Oktober in Anwesenheit des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Staatsminister Wolfram Weimar.
Die Ausstellung versteht ‚Buddenbrooks‘ als zeitlose Erzählung über Familie, Erwartungen und individuelle Freiheit. Dass uns ein Roman von 1901 bis heute unmittelbar berührt, liegt an Thomas Manns präzisem Blick auf innerfamiliäre Konflikte, die Menschen grundsätzlich prägen“, sagt Dr. Caren Heuer, Direktorin des Buddenbrookhauses. In einer innovativen Szenografie wird das Sprachkunstwerk räumlich erfahrbar und mit Fragen verbunden, die bis in die Gegenwart reichen. Flankiert wird die Jubiläumsausstellung von einem ganzjährigen Kulturprogramm.
Thomas Mann ist erst 25 Jahre alt, als er seinen Debütroman Buddenbrooks. Verfall einer Familie 1901 veröffentlicht. Mit seinem Erstlingswerk gelang ihm ein literarischer Welterfolg, der den Grundstein für seine internationale Karriere legte. 1929 mit dem Nobelpreis für Literatur gekrönt, viermal verfilmt und in über vierzig Sprachen übersetzt, gehört das Werk bis heute zu den einflussreichsten und meistgelesenen Büchern deutscher Sprache.
Ein umfangreiches Begleitprogramm erweitert die Ausstellung um Lesungen, wissenschaftliche Debatten, Konzerte und Filmreihen. Weitere Infos finden Sie unter www.luebecker-museen.de
