…unterwegs mit dem kleinsten Kreuzfahrtschiff Deutschlands
Keine Wasserrutschen, keine Shopping-Malls – dafür Weinverkostung, Kultur und ein Gefühl wie bei Freunden an Bord. Kein Wunder, bietet die MS Hamburg nur maximal 400 Passagieren Platz. Ein Schiff, das in Häfen anlegt, an denen die großen Kreuzer nur vorbeifahren können und Fremde schnell zu Bekannten werden – nicht zuletzt dank einer Crew, die zum Großteil seit vielen Jahren an Bord ist.
Es ist Herbst, als die MS Hamburg in Bordeaux mit dem Ziel Lissabon ablegt. Dazwischen liegen charmante Häfen, große Aussichten, eindrucksvolle Kultur und viel Zeit für Entschleunigung. Schon beim Einschiffen macht sich der Vorteil der überschaubaren Schiffsgröße sofort bemerkbar – das Schiff legt direkt im Herzen der Stadt. Ein Privileg, das nur wenige Kreuzfahrer genießen. Vom Sonnendeck kann ich die Lichter der Weinbars, in denen der berühmte rote Tropfen im Mittelpunkt steht, sehen. Auch das nahegelegene Weinmuseum Cité du Vin, ein futurischer Tempel des Rebensafts, lädt zu einem interaktiven Rundgang ein. Gleich gegenüber, in den Markthallen, türmen sich fangfrische Austern, Tintenfisch, Atlantikgarnelen – wer mag, probiert sich gleich hier durch die Köstlichkeiten des Meeres.

Zurück an Bord führt uns ein Sommelier in die Kunst der Weinverkostung ein. Vier Sorten wollen probiert werden, begleitet von Fachwissen über Farbe, Duft, Glasform – und der Erkenntnis, dass ein guter Wein atmen will. Es wird geschnuppert, geschwenkt, geschlürft – und gelacht. Denn auf der Hamburg ist Kontakt kein Zufall, sondern gelebte Normalität. Viele reisen allein, aber einsam bleibt hier kaum jemand. Kein Wunder, dass die meisten Gäste Wiederholungstäter sind.
Auch kulinarisch geht es genussvoll weiter: Frühstück im „Palmgarten“ auf dem Sonnendeck, mittags Pasta mit Meerblick im „The Grill“, abends ein mehrgängiges Dinner im stilvollen „Alsterblick“. Gegessen wird gemeinsam in einer Sitzung – ein Detail, das wie vieles an Bord zur angenehmen Entschleunigung beiträgt.
Entspannen kann man auch in den komfortablen und funktionalen Kabinen. Die Außenkabinen haben zum Teil große Fenster und einige verfügen über absenkbare Infinity-Panoramascheiben.
Tagsüber geht es an Land: ins Guggenheim-Museum nach Bilbao, nach Porto oder in die Altstadt von Santiago de Compostela. Wer an Bord bleibt, der genießt die Ruhe auf dem Deck. Am Abend stehen Shows auf dem Programm – niveauvoll, charmant, unaufdringlich.
Ein Blick auf die kommenden Reisen macht bereits an Bord Lust auf mehr: London, St. Malo, Sevilla, Casablanca, Lanzarote, die Kapverden – Boa Vista, Santiago, São Nicolau, Santo Antão. Dazu Teneriffa, Gran Canaria, Madeira sowie Gijón. Reiseziele, die neugierig machen und dank der kompakten Größe der MS Hamburg auf besonders persönliche Art erlebbar sind.
Wer das Besondere sucht und fernab des Massenbetriebs reisen möchte ist auf der MS Hamburg genau richtig. Kein Schiff für alle – aber eines, an das man gerne zurückdenkt, sobald der Alltag wieder Fahrt aufnimmt.
Weitere Infos gibt es auf www.plantours-kreuzfahrten.de