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Urlaubsregion im Wandel

© pbh Planungsbüro Hahm, Lübeck, Kossin + Vismann, Coesfeld und SWUP GmbH, Quickborn

Es ist kaum noch zu übersehen – die Ostseebäder an der Lübecker Bucht wandeln sich rasant. Überall werden neue Seebrücken gebaut, Promenaden verschönert und Hotels in die Höhe gezogen. Wir geben einen kleinen Überblick über geplante Projekte in der Region zwischen Timmendorfer Strand und Fehmarn. Die Bäder investieren jedenfalls Millionen.

In Scharbeutz, Timmendorfer Strand und Haffkrug entstehen neue Seebrücken. Die Maritim Seebrücke in Timmendorfer Strand wird einem Neubau weichen, der etwa fünf Millionen Euro kosten soll. Zurzeit ist noch offen, welches Modell verwirklicht wird. „Wir hoffen, dass wir 2019 mit dem Bau starten können“, sagt Gesine Muus von der Gemeinde Timmendorfer Strand.
Die Gemeinde Scharbeutz hat die Sieger für die Entwürfe für die Seebrücken in Scharbeutz und Haffkrug bereits ermittelt. Die Brücke in Scharbeutz wird 275 Meter lang und Anlegemöglichkeiten für Bäderschiffe, aber auch Gastliegeplätze für Segler erhalten. Der Brückenkopf wird der Aufenthaltsbereich für Besucher mit Liegeplätzen und ist abends beleuchtet, sodass er aussieht, wie eine Insel im Meer. Die neue Brücke in Haffkrug wird sogar 332 Meter lang und knickt auf der Hälfte der Strecke nach Süden ab. Auf zwei Plattformen können Besucher verweilen. Übrigens werden beide Brücken höher gebaut, um dem zu erwartenden Anstieg des Meeresspiegels Rechnung zu tragen.
Auch in Grömitz wird eifrig gebaut. Dort sind oberhalb des Yachthafens auf einem Gebiet von 17.369 Quadratmetern drei Komplexe geplant. Neben einem Lifestyle-Wellness-Hotel, werden ein Low-Budget-Teil und Unterkünfte für Mitarbeiter ab 2020 entstehen. Darüber hinaus ist eine Lifestyle-Unterkunft für junge Leute am Lensterstrand in Planung. Dazu Tourismuschefin Janina Kononov: „Das Areal ist vorhanden, wir suchen jetzt einen Investor. Die Bewerbungsfrist endet am 30. April.
In Kellenhusen stehen zwei Projekte an: ein Skulpturenpfad im Forst und eine Lichtinstallation für die Seebrücke. Letzte sei in Kiel so gut angekommen, dass das Land 50 Prozent der Kosten übernehme, teilt der Tourismuschef Thorsten Brandt mit. Der Clou: Die Gäste können vor während und nach ihrem Urlaub über die Farbgebung für die Seebrücke per Internet abstimmen.

Das Subtropische Badeparadies in Weissenhäuser Strand wird ausgebaut und dafür sind gut 20 Millionen Euro vorgesehen. Eröffnet wird wahrscheinlich im späten Frühjahr 2019, das hofft Geschäftsführer David Depenau. Gäste können sich dann auf eine hippe Virtual-Realitiy-3D-Loung freuen. Ebenso Großenbrode will sich für Urlauber und Besucher verschönern und hat gerade begonnen eine neue Erlebnispromenade zu bauen. Dort sollen innerhalb von zwei Jahren 1,5 Kilometer inklusive Seebrückenvorplatz erneuert werden. Am Südstrand entsteht zudem eine Meervilla mit 48 Einheiten. Heiligenhafen nimmt mehrere Projekte in Angriff. Neben einem Museumssteg für Traditionssegler sind auf dem Steinwarder ein Erlebnisbad und ein Ferienhotel geplant. „Auch das Thema Elektrofähre auf dem Binnensee möchten wir wieder aufnehmen“, erklärt Tourismuschef Manfred Wohnrade.

Auf Fehmarn wird mit einer neuen 12,7 Millionen teuren Promenade in Burgtiefe begonnen. „Die Fertigstellung soll im Frühjahr 2020, eventuell schon Ende 2019, sein“, erklärt Tourismuschef Oliver Behnke.

Ein neues Hotel wird an der Stadtbucht von Eutin entstehen. Die Jury entschied sich für das geplante Inklusionshotel wegen seiner Offenheit und Leichtigkeit. Dabei sollen elf der 25 Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen sein. Das Hotel wird über 40 Zimmer mit Spa-Bereich, ein Restaurant, einen Bankettraum und eine Terrasse mit Blick auf den Großen Eutiner See verfügen.

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