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Gehölze regelmäßig schneiden!

© Foto: BGL

Bäume, Hecken und Sträucher in Form zu bringen, ist nicht nur fürs schönere Aussehen angesagt, auch den Pflanzen tun Verjüngungsschnitte gut. Doch das ist in manchen Fällen nicht das ganze Jahr über erlaubt. Das Bundesnaturschutzgesetz gibt auch einige Fäll- und Schnittverbote vor, die sich auf die Baum- und Gehölzpflege beziehen.

Die gelten für die Zeit vom 1. März bis zum 30. September jeden Jahres. Diese Gesetze dienen dem Schutz der Tiere, die in Bäumen und Sträuchern ihre Rückzugsgebiete finden. Gerade brütende Vögel werden so geschützt. Ein schonender Formschnitt fällt aber nicht unter das Verbot. Auch die Pflegeschnitte an Obstgehölzen können ganzjährig durchgeführt werden. Sie sollten aber unbedingt darauf achten, keine Nester zu zerstören.
Der Garten verändert sich mit der Zeit und manches Mal werden Gartenbesitzer unzufrieden mit ihm. Zum Beispiel wenn Hecken zu üppig wachsen, die Sicht versperren oder einfach zu viel Platz einnehmen. Auch kann es sein, dass sie nicht mehr schön aussehen und ihre Vitalität verloren haben. Da wirken radikale Rückschnitte oft Wunder. Manchmal ist es aber auch nötig, die Pflanzen herauszugraben, um Platz für neue zu schaffen. Wissen Sie selbst nicht so recht, wie Sie am besten vorgehen, helfen Landschaftsgärtner vor Ort. Nutzen Sie die Zeit im Winter für diese Arbeiten. Laubgehölze haben ihre Blätter abgeworfen und alle Pflanzen führen nur wenig Wasser. Im Winterschlaf werden im Garten keine schweren Schäden im grünen Reich angerichtet. Beachten sollten Sie aber, dass es nicht kälter als fünf Grad Minus sein sollte. Sonst wird es schwieriger die Äste sauber zu schneiden. Der weitere Grund betrifft das Bundesnaturschutzgesetz, das anfangs schon erwähnt wurde.

Landschaftsgärtner empfehlen es, Hecken regelmäßig in Form zu schneiden. Häufig wachsen sie in die Breite und weisen auch Lücken auf. Dann ist ein einmaliger Verjüngungsschnitt notwendig. Seitenäste werden dabei stark eingekürzt. Zunächst sieht das Ergebnis etwas kümmerlich aus. Doch schon nach kurzer Zeit erneuern sich die Gehölze von innen heraus und bilden neue Triebe. Bei den laubabwerfenden Hecken ist der Schnitt problemlos, aber etwas schwieriger wird es bei den immergrünen Hecken. Eiben und Liguster sind unkompliziert im Gegensatz zu Berberitze-, Feuerdorn- oder Buchsbaumhecken. Hier berät Sie der Fachmann.
Setzen Sie Sträucher auf den Stock. Das bedeutet sie auf einer Höhe von zehn bis 20 Zentimeter abzuschneiden. Heimische Gehölze wie Hainbuche, Holunder und Haselnuss vertragen das sehr gut. So bleiben sie schön dicht und tragen vermehrt Früchte.
Auch Bäume profitieren vom Rückschnitt, besonders ältere Exemplare werden mit richtiger Schnitttechnik kräftiger. Kennen Sie sich nicht genau mit diesen Techniken aus, ist es sinnvoll, Expertenrat einzuholen. Der Profi weiß genau, welche Äste konkurrieren und entfernt totes Holz. Junge Bäume brauchen einen Erziehungsschnitt, damit sie schön gleichmäßig wachsen. Beim späteren Erhaltungsschnitt wird verhindert, dass die Krone zu dicht wird. Ihr Vorteil: Sie erfreuen sich beispielsweise bei Obstbäumen über viele Blüten und eine reiche Ernte.

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