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Waldspaziergang – Bunte Blätter sammeln und pressen

© Foto: de.depositphotos.com / Mashiki

Langsam färben sich die Blätter der Bäume wieder gelb und feuerrot. Der Wind treibt sein Spiel mit ihnen und jagt sie von den Bäumen. Was gibt es jetzt Schöneres als einen Waldspaziergang mit den Eltern zu unternehmen, in den Blätterhaufen zu toben und sich die allerschönsten Exemplare mit nach Hause zu nehmen. Vielleicht haben eure Eltern ein Baumbuch, dann könnt ihr anhand eurer Fundstücke die Bäume bestimmen oder ihr schaut im Internet, zum Beispiel unter www.baumkunde.de. Eine wunderschöne Idee ist es, Blätter oder auch Blüten zu pressen.

Und das geht so: Nehmt die schönsten Exemplare und trocknet sie zunächst vorsichtig mit Küchenpapier. Zum Pressen eignen sich ausgediente dicke Bücher oder eben Blumenpressen, die ihr in Bastelläden kaufen könnt oder ihr bittet eure Großeltern, sie mit euch anzufertigen. Das geht ganz einfach, denn dazu braucht ihr lediglich zwei Sperrholzplatten, zwei Stücke Pappe, Pergamentpapier und vier Schrauben für die Ecken der Platten. Die gleichgroßen Teile müssen dann nur zusammengeschraubt werden, nachdem ihr euer buntes Blatt dazwischen gelegt habt. Also erst die Spanplatte, dann die Pappe, das Pergamentpapier, das Blatt, die Pappe und schließlich die zweite Spanplatte. Schraubt alles fest zusammen und übt euch in Geduld. Wichtig ist es, das Papier alle paar Tage zu wechseln, denn es nimmt die Feuchtigkeit eures Fundstückes auf. Nach einigen Wochen sind sie ganz trocken und ihr könnt sie mit Folie beispielsweise auf Grußkarten fixieren oder schöne Arrangements für Bilderrahmen entwerfen. Die eignen sich ganz toll als Geschenk. Tipp: Wollt ihr eure herbstlichen Stücke lieber in Büchern pressen, denkt daran, dass die Buchseiten unter Umständen durch die Feuchtigkeit beschädigt werden. Auch hier solltet ihr das Pergamentpapier regelmäßig vorsichtig wechseln. Und stapelt beim Pressen viele Bücher übereinander, damit ein ordentliches Gewicht zusammenkommt. Dann müsst ihr nicht so lange warten, bis ihr das Ergebnis begutachten könnt.

Seid ihr bei eurem Waldspaziergang auf der Suche nach besonders prächtigen Blättern, schaut euch nach den verschiedenen Ahornbäumen, wie Feld- und Spitzahorn, um. Sie leuchten von gelb über rot-orange bis rot. Auch die Blutbuche, die Vogelbeere oder der Wilde Wein punkten mit einem schönen Herbstkleid. Neben Blättern könnt ihr auch Gräser und Blüten pressen, nur zu dick sollten sie nicht sein. Lebt ihr in einem Haus mit Garten, guckt, was ihr dort findet. Manche Obstbäume und Sträucher wie etwa die Stachelbeere eignen sich ebenfalls zum Pressen.
Habt ihr das Grün nicht vor der Tür, findet ihr auch in den zahlreichen Parks bunte Blätter zum Basteln. Plant ihr mit euren Eltern am Wochenende einen Spaziergang ein, lohnt ein Ausflug in den Naturpark Holsteinische Schweiz. In Schleswig-Holstein haben wir mit einem Waldanteil von 15 Prozent dort die waldreichste Region. Früher war das ganz anders. Schleswig-Holstein war ehemals ein von Küste zu Küste dicht bewaldetes Land. Noch im 10. Jahrhundert, so hieß es, konnte ein Eichhörnchen selbst in Dithmarschen von Meldorf bis zur Küste von Baum zu Baum springen. Schaut euch das auf der Karte an und stellt euch vor, wie die flinken Gesellen von Ast zu Ast unterwegs waren.

Viel Spaß beim Sammeln.

© Foto: de.depositphotos.com / Mashiki

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