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Interview – Im Gespräch mit Tim Linde

© Foto: René Münzer / www.ear-lab.com

Seine Songtexte sind tiefsinnig, humorvoll und regen zum Nachdenken an. Der Debutsong “Wasser unterm Kiel“ wurde ursprünglich für die Taufe seiner Tochter geschrieben und schaffte es 2014 auf Platz 2 der iTunes-Charts. Uns verriet der 41jährige Schleswig-Holsteiner, wie es zu seinem unvorhergesehen Erfolg kam und wie sein perfekter Sommer aussieht…

Mit ihren Songtexten sprechen Sie vielen Menschen aus der Seele. Woher kommt ihr Gespür dafür?
Ich denke, das liegt einfach daran, dass wir ja alle die gleichen Freuden, Sorgen und Gefühle haben, die uns bewegen. Ich unterscheide mich ja nicht von allen Anderen. Und da ich vor allem mir selber aus der Seele spreche, erkennen sich zu meiner Freude viele in meinen Texten wieder.

Ihr Song „Wasser unterm Kiel“ gelang über Umwege an einen Produzenten. Können Sie uns kurz beschreiben, wie genau es dazu kam?
Ich hatte das Lied meiner Tochter zur Taufe geschrieben und wollte es gerne meiner Familie als Andenken an das Fest auf CD brennen. Dazu ging ich in das Tonstudio eines Freundes und nahm es auf – für eine rein private Verwendung. Dem Besitzer des Studios gefiel der Titel aber so gut, dass er ihn an seinen Freund René Münzer weitergab, der ja als Produzent schon mit Bands wie zum Beispiel „Orange Blue“ erfolgreich war. Ich wusste davon nichts. Und eines Tages kam der Anruf mit der Frage, ob ich nicht Lust hätte, „Wasser unterm Kiel“ zu veröffentlichen.

Der musikalische Erfolg stellte sich recht spät ein. Haben Sie damit noch gerechnet?
Ich habe ja keine Musikkarriere angestrebt, geschweige denn den Erfolg damit. Wie sollte ich also damit rechnen? Wäre es nicht so gelaufen, wie ich es beschrieben habe, wäre meine Musik nie veröffentlicht worden.

Was wäre Ihr Plan B gewesen?
Mein beruflicher Plan A war immer meine Firma. Über einen Plan B habe ich mir gar keine Gedanken gemacht, da ich das Unternehmen 10 Jahre lang aufgebaut habe

Sie sangen auf dem Festakt zum 70-jährigen Jubiläum von Schleswig-Holstein. War das der bisherige Höhepunkt Ihrer Karriere?
Sicher war das ein Highlight. Aber der Weg der letzten Jahre war gesäumt von Höhepunkten. Darüber könnte ich ein Buch schreiben. Gute Idee, eigentlich…

Wie verbringen Sie Ihren Sommer?
Ruhig. Im Februar ist mein neues Album „Freigeister“ erschienen, seither war ich auf Tour. Damit geht es im Herbst weiter. Also nutze ich die Zeit, um gemeinsam mit meiner Familie die Akkus aufzuladen.

Apropos Sommer …was kommt bei Ihnen auf den Grill?
Ich grille wahnsinnig gerne. Das Spektrum reicht von Würstchen bis Halloumi.

Nebenbei haben Sie auch eine Filmproduktionsfirma. Wie bekommen Sie alles unter einen Hut?
Das Frage ich mich auch. Aber es klappt wunderbar, weil beides kreative Arbeit ist.

Sie wohnen kurz vor Hamburg. Warum zieht es Sie gerade in diese Ecke?
Ich wohne vor den Toren Hamburgs in Schleswig-Holstein und fühle mich hier sauwohl. Die Mischung aus dem Leben in der Natur und der Nähe zur schönsten Stadt Deutschlands ist genau mein Ding.

Am 8. November halten Sie sich bei uns in Timmendorfer Strand auf und nehmen am UNICEF Talk teil. Wollen Sie danach noch ein paar Tage die See genießen?
Wollen ja – können nein. Aber ich freue mich sehr auf die Zeit in Timmendorfer Strand.

Wir bedanken uns für das nette Gespräch, wünschen Ihnen alles Gute und immer „ne Hand breit Wasser unterm Kiel!“ Danke, gleichfalls!

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