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Pflanzentipp Der Zierlauch (Allium)

© Foto: globemaster

Der Zierlauch (Allium) gehört der Familie der Lauchpflanzen an und ist mit Zwiebel, Knoblauch und Schnittlauch verwandt. Ursprünglich ist die Gattung Allium in der Türkei und dem Iran beheimatet und stellt mit einer Auswahl von ca. 800 Arten eine riesige Vielfalt dar. Kulinarisch stehen uns überwiegend die Verwandten des Zierlauchs wie Zwiebel, Knoblauch, Schnittlauch oder auch Bärlauch als Nahrungsmittel zur Verfügung, haben aber auf den ersten Blick nicht viele Gemeinsamkeiten.

Die einzelnen Zierlauch-Sorten unterscheiden sich in ihren Eigenschaften stark voneinander. Dies betrifft sowohl die Größe der Blüten, als auch die unterschiedlichen Farben. Die Blüten können klein, bei anderen Sorten aber auch riesig sein, die vorherrschenden Farben sind Violett, Blau und Weiß, es gibt aber auch Sorten in den Farben Gelb oder sogar Magenta.
Besonders beeindruckend ist der Riesen-Lauch (Allium giganteum). Hier ist der Allium Globemaster zu nennen, der sich momentan besonderer Beliebtheit erfreut und immer mehr Liebhaber unter den Gärtnern findet. Die besonders großen Blüten des Allium Globemasters erregen im Staudenbeet sicher die Aufmerksamkeit des Betrachters und setzen spannende Akzente im Garten. Die kompakten, klarvioletten und filigranen Blütenbälle bestehen aus einer großen Zahl von Sternenblüten, die in ihrer gemeinsamen Erscheinung eine Kugel formen. Die Blütenkugel kann eine Größe von 25 cm erreichen und steht auf 80-100 cm hohen, festen Stielen. Blütezeit ist von Mai bis Juni.

Pflanzen Sie Allium Globemaster in Tuffs zu 5, 7 oder 9 Stück, möglichst in ungeraden Zahlen und kombinieren Sie ihn mit anderen Blumen und Stauden, die gänzlich anders geformte Blütenstände und Farben aufweisen. Im Kontrast dazu können beeindruckende und traumhafte Pflanzenbilder im Beet entstehen. Der Allium Globemaster ist ein dankbares und einfach zu haltendes Zwiebelgewächs für den Garten, es sollten jedoch einige grundsätzliche Regeln bei der Pflanzung beachtet werden: Er mag einen sonnigen Platz, gedeiht aber auch gut im Halbschatten. Wegen seiner Größe benötigt er neben einem trockenen, warmen und durchlässigen Boden, der humusreich sein und viele Nährstoffe enthalten sollte, einen Windschutz. Weiterhin ist ein hoher Kalkgehalt sinnvoll, der Erde kann durchaus auch Kompost hinzugefügt werden, jedoch kein frischer Stalldung. Erwähnenswert ist noch, dass die Pflanzen sehr gut mit Trockenheit auskommen können. Da das Laub des Zierlauchs bereits vor der Blüte vergilbt, sollte man zum Kaschieren niedrige Stauden in seiner Nähe pflanzen, die Blätter jedoch nicht abschneiden, sondern unbedingt einziehen lassen. Pflanzzeit für Allium-Zwiebeln ist im Herbst von Oktober bis November. Bei der Pflanzung gilt die allgemeine Faustregel für Zwiebelblumen: doppelt so tief setzen wie die Zwiebel hoch ist. Von den großen Zierlauch-Sorten können auf einer Fläche von einem Quadratmeter ungefähr fünf bis zehn Zwiebeln gepflanzt werden, der Abstand der einzelnen Zwiebeln sollte ca. 25 bis 40 Zentimeter betragen. Von den kleineren Zierlauch-Sorten kann man auf der gleichen Fläche 50 bis 100 Zwiebeln einsetzen.

Auch nach der Blüte haben die Samenstände des Zierlauchs bis zum Herbst einen dekorativen Wert im Beet oder zur Verarbeitung zu Trockensträußen.

© Foto: globemaster

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