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Interview – Im Gespräch mit Christine Neubauer

© Foto: José Campos

Sie ist bekannt aus zahlreichen Filmen wie „Die Briefe meiner Mutter“ oder „Die Holzbaronin“. Bis 2013 war Christine Neubauer die „Landärztin“ Johanna Lohmann in der gleichnamigen Serie. Darüber hinaus machte sie sich als Buchautorin mit der Vollweib-Reihe einen Namen. Wir trafen die sympathische 55-Jährige in Timmendorfer Strand und plauderten mit ihr ungezwungen über Fitness-Trends und Traumerfüllungen…

Hallo Frau Neubauer, willkommen im echten Norden. Wie geht es Ihnen? Sind Sie gut hier angekommen?
Hallo, ich bin entspannt an der Lübecker Bucht angekommen und es geht mir sehr gut.

Zusammen mit Ihrem Lebensgefährten José Campos haben Sie sich auf Mallorca ein tolles Zuhause erschaffen. Die Erfüllung eines lang gehegten Traumes?
Zu dieser Idee kam es eher spontan. Wir haben gemeinsam die Leidenschaft, etwas kreativ entstehen zu lassen. Es handelt sich bei unserem Zuhause um eine eingebrochene Ruine aus dem 14. Jahrhundert. An dieser hat mein Lebensgefährte vier Jahre lang mit seinen eigenen Händen mitgearbeitet. Bei der Inneneinrichtung ist jedes einzelne Teil handverlesen und von uns gemeinsam weltweit zusammengetragen. Es war eine persönliche, individuelle und kreative Erfüllung.

In Ihrer Rolle als Judith Silberstein bei den diesjährigen Karl-May-Spielen in Bad Segeberg verkörpern sie einen bösen Charakter. Können Sie uns einen kleinen Vorgeschmack geben?
Es fällt mir wahnsinnig schwer diesen Charakter zu spielen aber es macht mir auch tierische Freude mal richtig böse sein zu müssen. Es ist etwas absolut Neues, denn so unangefochten böse konnte ich noch nie sein. Ich kann in dieser Rolle auch reiten und das live – das ist etwas anderes als vor der Kamera. Darauf freue ich mich sehr.

Geht es nach Beendigung der Karl-May-Spiele direkt wieder nach Spanien?

Ich hoffe in der Zeit, in der ich hier bin, auf einen guten Sommer. Danach habe ich die Sehnsucht mich in mein spanisches Zuhause zurückzuziehen. Dort ist auch mein Atelier, in dem ich im September wieder malen werde. Da ist auch der Strand nicht weit. Das ist mein persönliches Rezept zum Entspannen.

Mit Ihrer Buchreihe „Vollweib“ haben Sie vielen Frauen Mut gemacht, sich auch jenseits der 90-60-90 -Maße wohlzufühlen und somit die Vorzüge weiblicher Formen publiziert. Was halten Sie von dem heutigen Fitness-Hype, der durchtrainierte und sehnige Figuren als Schönheitsideal deklariert?
Es ist unterschiedlich in meinem Empfinden. Ich finde man sieht nicht nur die durchtrainierten Menschen sondern eine große Vielfalt. Mir fällt zum Beispiel auf, dass die Plus-Size-Models einen wahnsinnigen Erfolg feiern. Zurzeit werden aus meiner Sicht alle Facetten der weiblichen Figur präsentiert. Dabei will ich die Männer nicht aussparen, denn auch sie sind von dem Ideal, das von den Medien gebildet wird, nicht verschont. Ich finde, und das war auch die Botschaft der Vollweib-Bücher, jeder sollte seine eigene Wohlfühlfigur für sich selbst finden.

Planen Sie eine Fortführung der Vollweib-Buchreihe aufzugreifen?
Nein. Die Buchreihe ist vor Jahren beendet worden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich irgendwann etwas Neues in der Richtung mache, aber das ist abhängig von meinem Empfinden. Die Vollweib-Bücher entstanden damals aus dem Impuls heraus. Ich mache etwas dann, wenn ich was zu sagen haben und ich meine das Thema möchte ich jetzt vermitteln.

Als gebürtige Münchnerin sind Sie zukünftiges Essen gewohnt. Was ist Ihr Leibgericht?

Ich mag aus meiner Heimat die Gerichte aus meiner Kindheit. Natürlich esse ich mal gerne einen klassischen Schweinsbraten mit Knödeln. Ich bin aber eher, weil es gesünder ist und auch besser schmeckt, auf Gemüseeintöpfe ausgerichtet. Da gib es den Pichelsteiner Eintopf meiner Mama. Den hat sie mir als Kind schon gekocht. Dieses Gericht wünsche ich mir auch immer, wenn ich mal wieder nachhause komme und von meiner Mutter bekocht werde.

Aber das ist kein Vergleich zur spanischen Küche, oder?

Die spanische Küche ist sehr mediterran und beinhaltet auch viel Gemüse. Ich bin ein absoluter Paella-Fan. Aber die muss auch gekonnt gemacht sein.

Sie engagieren sich sehr stark in sozialen und gesellschaftlichen Bereichen. Das zeigt sich einmal mehr durch Ihre Teilnahme bei der UNICEF-Benefiz-Talk-Show „Unterhaltung am Meer“, direkt am Timmendorfer Strand. Worauf möchten Sie in diesem am meisten aufmerksam machen?

Heute Abend ist die UNICEF-Gala. Es gibt aber auch Organisationen, für die ich mich das ganze Jahr über stark mache. Mit RTL zusammen engagiere ich mich für die Christoffel-Blindenmission. Diese unterstützt ein Projekt, bei dem sich für den Aufbau einer Schule von blinden Kindern in Chile stark gemacht wird, die bei einem Erdbeben zerstört wurde. Dieses Jahr soll es fertig werden. Einen persönlichen Bezug habe ich auch zu einer Dame, die den Verein „Ehrensache“ gegründet hat. Hier hat eine Privatfrau aus Eigeninitiative diesen Verein gegründet. Es werden behinderte Kinder mit Pferden therapiert. Mit dieser Frau bin ich sehr verbunden und hab sich des Öfteren unterstützt. Ich reite selber auch und habe auch mal mit behinderten Kindern gearbeitet. Aus dieser Zeit weiß ich, was ein Tier bei Kindern bewirken kann.

Wir bedanken uns für das freundliche Gespräch und wünschen einen traumhaften Sommer!

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