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Orgelschätze Unter Lübecks Kirchtürmen

© Foto: St. Aegidien / Kirchenkreis Lübeck Lauenburg

Wussten Sie, dass der deutsche Orgelbau zum Weltkulturerbe zählt? Die UNESCO hat den deutschen Orgelbau und die deutsche Orgelmusik zum Weltkulturerbe ernannt. In Lübeck sind viele der wertvollen Instrumente zu finden. In der Stadt stehen 80 Orgeln, von denen mehr als 12 älter als 100 Jahre alt sind. Weltbekannt sind die Große und Kleine Orgel in der Jakobikirche.

Teilweise stammt der Pfeifenbestand aus spätgotischer Zeit (1460er Jahre). Dabei hatte die Jakobikirche Glück im Krieg, denn die Kirche und das Inventar blieben erhalten. Die Große Orgel auf der Westempore und die Stellwagen-Orgel an der Nordwand sollten Sie sich bei einem Besuch in der Kirche einmal genauer ansehen und auch ihren Klang bei einem Konzert erleben. Die berühmte Stellwagen-Orgel ist die älteste erhaltene Orgel mit Pfeifen aus der Gotik und Renaissance. Das historische Instrument führt uns auf eine musikalische Reise ins Mittelalter. Tipp: Zu einem Gemeinschaftskonzert laden am 4. Juni um 18 Uhr Studierende des St. Olaf-College aus Minnesota (USA) und der MHL ein. Zum 333. Geburtstag Johann Sebastian Bachs wird am 27. Juni um 18 Uhr unter der Leitung von Prof. Arvid Gast ein Orgel- und Kammerkonzert mit Werken von Bach aufgeführt. 40 Minuten mit Lübecks Weltkulturerbe erleben Sie beim Mittwochskonzert am 4. Juli um 17 Uhr mit Prof. Arvid Gast an den historischen Orgeln. Weitere Infos unter www.st-jacobi-luebeck.de.

Zum Glück ist auch St. Aegidien im Krieg nicht zerstört worden, sodass der Orgelprospekt noch heute in seiner ganzen Pracht zu bewundern ist. Die Scherer-Orgel entstand 1625, aber das jetzige Instrument wurde mit einigen alten Pfeifen 1982 neu eingebaut. Jede Orgel hat einen anderen Klang. Ans Herz legen möchten wir Ihnen das Chorkonzert mit Werken aus Skandinavien am 2. Juni um 19:30 Uhr unter der Leitung von Simon Reichert. Zum Lübecker Orgelsommer werden unterschiedliche Termine angeboten, so zum Beispiel am 2. Juli um 12 Uhr. Genießen Sie 35 Minuten Orgelmusik unter der Leitung von Albina Gayfutdinova mit Werken von Frescobaldi, Tunder u. a. Alles Weitere unter www.aegidien-kirche-luebeck.de.

Die große Orgel der Marienkirche hängt 25 Meter über den Kirchenbänken. Die Kemper-Orgel hat fünf Manuale und auch noch Pedale, damit man mit den Füßen auch eine Stimme spielen kann. Die weißen Register bestimmen, welche Pfeifenkombinationen erklingen sollen. Sie haben Namen von Blas- und Streichinstrumenten wie Oboe, Gambe oder Flöte. Den Klang zu mischen ist eine Kunst, denn die Register klingen ganz verschieden. Und die Lautstärke wird nicht wie beim Klavier durch die Kraft des Anschlags bestimmt, sondern hängt mit dem Luftstrom des Blasebalgs zusammen. Tipp: Freitags finden die Lübecker Abendmusiken statt, beispielsweise am 5. Juli um 19 Uhr stehen Werke von Brahms, Bach und Bruckner unter der Leitung von Universitätsdirektor Prof. David Timm auf dem Programm. Die genauen Infos finden Sie unter www.st-marien-luebeck.de.

Die moderne Marcussen-Orgel der gleichnamigen dänischen Firma von 1970 finden Sie im Dom. Ein Chorkonzert mit dem Knabenchor „Stadtsingechor Halle“ steht am 18. Juni um 19 Uhr mit Domkantor Klaus Eldert Müller an der Orgel auf dem Programm. Alles Weitere finden Sie im Internet unter www.domzuluebeck.de.

© Foto: St. Aegidien / Kirchenkreis Lübeck Lauenburg

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