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Im Talk mit Patric Heizmann

Hinter vielversprechende Aussagen wie „Ich bin dann mal schlank“, „Essen erlaubt“ oder „Ich darf das“ verbirgt sich der Ernährungsprofi und Fitnesscoach Patric Heizmann. Was ihn von anderen, auf diesem Gebiet tätigen unterscheidet, ist die Art und Weise wie er seinen Stoff vermittelt – als Entertainer tritt er live vor Publikum auf ,um mit einer Prise Witz und einem Teelöffel Charme Klarheit in den wilden Ernährungsdschungel zu bringen. Wir sprachen mit dem 42-jährigen Freiburger und erfuhren unter anderem, warum „Essen erlaubt“ ist….

 

  • Guten Abend! Fallen wir mal gleich mit der Tür ins Haus: Was kommt im Hause Heizmann denn zu Abend auf den Tisch?

 

Bei uns gibt es fast alles. Allerdings legen wir großen Wert darauf, dass möglichst wenig von der „Füllstoffindustrie“ durch den Magen geht. Das heißt, wir benutzen häufig Zutaten die keine Zutatenliste haben. Und wenn eine Zutatenliste dann nach Möglichkeit maximal nur fünf Zutaten – super einfache Regel. Allerdings merkt man beim Einkaufen, dass dies leider nicht so einfach umzusetzen ist.

 

  • Hand aufs Herz: Gibt es bei Ihnen auch mal Chips und Gummibären?

 

Nein, dafür aber Schokolade und Kuchen. Chips und Gummibärchen mag ich nicht so, dafür liebe ich aber Schokolade. Und noch mehr mag ich Pflaumenkuchen. Das hätte jetzt wohl niemand vermutet, aber auch Schokolade kann man sinnvoll einsetzten – als Genusstraining. Man sollte nur darauf achten, dass man niemals Süßigkeiten isst, wenn man Hunger hat. Bei Hunger braucht der Körper immer etwas – eine bestimmte Aminosäure zum Beispiel. Die beste Zeit für Schoko und Co. ist daher immer nach dem Essen wenn man satt ist. .

 

  • „Der perfekte Tag“ ist das Credo Ihrer Ernährungsmethode. Wie sieht ein perfekter Tag bei Ihnen so aus?

 

Ich habe ernährungstechnisch jeden Tag einen perfekten Tag. Und wenn man das richtig macht, dann passt auch eine halbe Tafel Schokolade oder ein Stück Pflaumenkuchen dazu. Jeder sollte mal versuchen, nur einen Tag pro Woche bestimmte Regeln einzuhalten. Dazu gehören etwa die Aufnahme von drei Mahlzeiten .Auch das Schaffen individueller Ruheinseln, wie ein schöner Spaziergang, ist gesundheitsfördernd. Auch Schlaf ist enorm wichtig für die Entstressung. Zum Abschalten spiele ich persönlich auch sehr gerne mit meinen Kindern oder mache Sport. Das kann aber bei jedem individuell sein.

 

  • Was halten Sie von dem derzeitigen Trend vegan, also gänzlich ohne tierische Produkte, zu leben?

 

Man muss das von zwei Seiten betrachten: Ich habe überhaupt nichts gegen Veganer. Tierethik ist gut und vernünftig. Wir essen alle insgesamt zu viel Fleisch. Allerdings kann der generelle Verzicht auf tierische Produkte zu Problemen führen. Viele essentielle Stoffe kommen in der Pflanzenkost weniger vor. Ich sage immer: Wenig aber gutes Fleisch.

 

  • Heute werden dem Verbraucher ja zuhauf Rezepte für Grüne Smoothies, Fitness-Apps und diverse „21-Tage-Programme“ um die Ohren gehauen. Kein Wunder, dass so manch Abnehmwilliger da verwirrt ist. Was ist bei Ihrem Programm anders?

 

Mein Programm ist anders weil ich die Leute erstmal entspannen möchte. Essen ist nicht schlimm für den Körper und macht auch nicht krank. Mit diesen Hardcore-Programmen nimmt man schnell ab. Ich bin aber kein Mann für die schnelle Nummer, denn auf lange Sicht hält man das disziplinarisch nicht durch. Man erlernt mit dem perfekten Tag wie gut uns dieser Tag tut. Dann übernehmen wir die Dinge die uns gut getan haben ganz automatisch an weiteren Tagen. Damit wird der Erfolgsdruck herausgenommen, der schon viele Abnehmversuche zunichte gemacht hat.

 

  • Über das Wissen, wie man gesund abnimmt verfügen viele. Nur leider scheitert es an der Umsetzung. Welchen Tipp haben Sie parat?

 

Da die schlimmsten Ernährungsfehler beim Trinken gemacht werden, kann ich immer nur anraten, viel viel Wasser zu trinken. Ein banaler Tipp aber wahnsinnig wichtig. Oder anders gesagt: Möglichst wenig davon trinken, wo man nicht drin baden möchte.

 

  • Ihre Themenschwerpunkte sind Gesundheit, Ernährung und Bewegung. Das Ganze wird gepaart mit Comedy. Die derzeitige Live-Tournee „Essen erlaubt“ ist die Nachfolge von „Ich bin dann mal schlank“. Sie ist unter anderem am 6. Oktober 2016 im Lübecker Kolosseum zu sehen. Wie sieht das durchschnittliche Publikum aus?

 

Es gibt eine Tendenz in Richtung weiblicher Gäste: durchschnittlich 2/3 Frauen und 1/3 Männer könnte man sagen. Ansonsten völlig bunt gemischt – ganz schlanke die gesund bleiben wollen oder auch die gesamte Familie. Wer sich für gesunde Ernährung irgendwie rudimentär interessiert, dem gefällt auch mein Bühnenprogramm. Der Besucher wird am Abend sehr viel gelacht haben und wer herzlich lacht, der kann für diesen Moment schon mal nicht essen.

 

  • Ihr gesamtes Wissen über Ernährung, Sport und einen gesunden Lifestyle vermitteln Sie in Ratgeberbüchern, Hörbüchern, DVD´s und Shows. Was sind dabei Ihre Quellen?

 

Ich beschäftige mich seit über 25 Jahren mit diesen Themen weil sie mich brennend interessieren. Ich habe also mein Hobby zum Beruf gemacht. Alles was mir sinnvoll erscheint teste ich auch an mir selber aus. Ich bewege mich darüber hinaus im Leistungssport – als Crossfitter teile ich gut funktionierende Dinge auch mit meinem Publikum.  Nicht zuletzt lese ich fast alles, was mit den Formen von gesundender Lebensart zu tun hat.

Wir bedanken uns für das freundliche Gespräch und wünschen eine tolle und gesunde Herbstzeit.

 

Foto: Health Media

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