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Interview – Im Gespräch mit Hans Liberg

© Foto: Lorenz Frank Foto-Design

Der holländische Klavierkomiker trägt seinen Namen nicht umsonst: Aus der Verbindung von Humor und Musik heraus sucht und findet er stets neue Zusammenhänge und Assoziationen. Und das nicht nur mithilfe des Klaviers. Welche Instrumente er noch spielt und wie der niederländische Musikkabarettist seinen Sommer bisher verbracht hat, erfuhren wir bei einem Interview mit dem Wahl- Timmendorfer.

Guten Tag Herr Liberg, wie verlief Ihr Sommer bisher? Was war für Sie das Schönste an diesem Sommer?
Diesen Sommer werden wir wieder in Timmendorfer Strand verbringen, es ist hier einfach einzigartig. Wir können hier arbeiten und die Ferien genießen zur gleichen Zeit. Das Schönste war bis jetzt die „Jazz Baltica“ mit Nils Landgren, speziell das Konzert von Wolfgang Dauner. Aber auch immer das Essen in der „Bude 8“.

Sie sind stetig auf der Suche nach neuen Zusammenhängen, die Sie dann unterhaltsam unter die Lupe nehmen. Das hört sich nach einer unheimlichen Grübelei an…
Ja ich suche immer Kombinationen die man noch nie gehört hat. Das Leben ist voller Zufälligkeiten: direkt vor meinem Haus ist beispielsweise anscheinend ein „PokemonGo“- Gym Point und das ist natürlich verrückt. Da kommen bestimmt wieder neue Musikwitze bei heraus.

Ihr Herz schlägt ganz klar für den Humor und die Musik. Gibt es auch andere Dinge, für die Sie sich begeistern können?
Meine drei Kinder sind natürlich auch ein tolles und teures Hobby, das mich immer sehr begeistert. Meine drei Hunde sind ebenfalls  toll. Und vor kurzem habe ich das Tor von unserem Grundstück elektrisch umbauen lassen – es geht nun  von selbst auf und zu. Das macht mich auch sehr glücklich. Ich bin halt noch immer ein Kind.

Wie viele und welche Instrumente spielen Sie eigentlich?
Ich habe 100 Instrumente und ich kann darauf auch einigermaßen spielen. Aber Klavier und Gitarre sind doch meine Hauptinstrumente, die ich am besten beherrsche.

In einem Interview verrieten Sie, dass Ihnen die Nähe zum Publikum wichtig ist. Was tun Sie um diese herzustellen?
Naja, ich versuche manchmal das Publikum in die Show zu involvieren. Ich frage zum Beispiel was die hören möchten und kann daraus manchmal etwas machen. Ich meine, Schubert hat mehr als 500 Lieder geschrieben. Warum dann immer dieselben spielen? Und Paul McCartney mehr als 1000 Stücke. Ich will nicht, dass das Publikum sich langweilt (lacht).

Ab November touren Sie durch Ihre Heimat – die Niederlande. Wie unterscheidet sich niederländischer von deutschem Humor?
Deutsches Publikum hat mehr Ahnung von Musik und sie lieben es, wenn ein frecher Holländer diese heiligen und klassischen Stücke herausholt. Auch lachen die Deutschen lauter und klatschen länger als die Holländer. Holländer stehen immer auf nach einer Show –  und das nicht nur um schneller an ihren Mantel heranzukommen. Holländer haben im Gegensatz zu den  Deutschen mehr Gefühl für CAMP-Humor. Das ist Humor der ein bisschen daneben ist – schlechter Geschmack der doch ganz lustig ist. Mehr so wie englischer Humor. Allerdings amüsiere ich mich überall.

Worum geht es in Ihrer Tour?
Darum, dass ich die Leute die freiwillig zu mir gekommen sind zwei Stunden lang unterhalte und Ihnen vielleicht etwas zeige, was sie noch nie gesehen oder gehört haben. Und das sie ein oder zweimal so sehr gelacht haben, dass es weh tut (lacht).. Meine neue Show „TRALALALA“ zeigt jedem, dass Musik eine sehr internationale Sprache ist die verbrüdert. Und das brauchen wir heute mehr als je zuvor.

Wann und wo können wir Sie hier in Deutschland sehen?
Sie können mich während der kommenden Monate vielleicht mal in Timmendorf oder im Niendorfer Hafen sehen. Meine nächste Tour startet im November und geht durch Holland. Im Internet gibt es die Termine aller Shows und auch tolle Ausschnitte.

Ihr Talent als Musiker, Entertainer und Kabarettist hat Ihnen schon einige Auszeichnungen beschert. Eine davon ist die hohe königliche Auszeichnung: Ritter des Ordens vom Niederländischen Löwen im März 2008. Was bedeutet das?
Wenn man Ritter ist, muss man die königliche Familie beschützen. Willem Alexander und Maxima und Beatrix und die anderen sind alle in meiner  Show gewesen. Sie haben alle ein tolles Gefühl für Humor. In Holland wird man Ritter, wenn man auch im Ausland bekannt ist. Sie dürfen mich deshalb auch Sir Hans nennen, aber tun sie es lieber nicht (lacht).

Sie machen jeden Tag Sport und ernähren sich seit 30 Jahren von Bio-Fleisch. Was tun Sie sonst noch für Ihre Gesundheit?
Um jung zu bleiben muss man nicht aufhören zu arbeiten –  Arbeit hält dich fit. Ich esse auch viel Fisch vom Niendorfer Hafen, der ist sehr gesund. Auch ein wöchentliches  lustiges Gespräch mit Ralf Cassagrande und Anka vom „Cafe Wichtig“ beim Kaffeetrinken hält gesund. Da wird viel gelacht. Leider tun wir das zu wenig.

Wir bedanken uns für das unterhaltsame Gespräch und wünschen eine erfolgreiche Tour durch die Niederlande.

 

© Foto: Lorenz Frank Foto-Design

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