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Neue Sonderausstellung SEHQUENZEN im Günter Grass-Haus

Foto: Günter Grass Haus Lübeck

SEHQUENZEN ist der Titel der neuen Sonderausstellung mit Werken von Klaus Peter Dencker, die noch bis zum 22. März im Günter Grass-Haus gezeigt wird. Klaus Peter Dencker war 17 Jahre lang Leitender Regierungsdirektor in der Hamburger Kulturbehörde. Daneben machte er Musik in einer Jazzband und widmete sich seiner wahren Leidenschaft: der Visuellen Poesie. Das macht er auch heute noch. Er gilt als einer der international wichtigsten Autoren dieser Kunstform zwischen Text und Bild. Anlässlich seines 75. Geburtstages zeigt das Günter Grass-Haus in Lübeck die Ausstellung SEHQUENZEN. Sie wurde im Januar im Rahmen eines Pressetermins der Öffentlichkeit präsentiert. „Wir freuen uns, dass wir in unserem Forum für Literatur und bildende Kunst erstmals die Werke eines gebürtigen Lübeckers präsentieren können, der Wort und Bild auf einem Blatt miteinander verknüpft“, betonte Museumsleiter Jörg-Philipp Thomsa. Klaus Peter Dencker, 1941 in Lübeck-Travemünde geboren, studierte Literaturwissenschaft, Japanologie und Philosophie. Ende der Sechzigerjahre veröffentlichte er erste literarische Arbeiten. Schon früh jedoch bezweifelte er, dass sich allein mit Sprache die Welt erklären ließe und er begann, seine Texte visuell zu gestalten. Aus Schrift, Zeichen und vorgefundenen Materialien komponiert er Textbilder, die im Kopf eines jeden Betrachters
andere Geschichten entstehen lassen. Mit dem Einsatz von Farben, Formen oder Fotos in einer ausgefeilten Collagetechnik bricht er die Bedeutung der Wörter auf. Durch Sprachspielereien, Provokationen und Irritationen entstehen Bilder, die auf den ersten Blick rätselhaft erscheinen. Doch wer seine Augen über die Bildflächen wandern lässt, kann darin eine Vielzahl von Geschichten entdecken und erfinden. Die eigentliche Poesie findet im Kopf des Betrachters statt. Einzelheiten finden Sie unter grass-haus.de und facebook.com/grasshaus.

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