25. Juli 2026
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Kalabrien: Zwischen Bergamotte und blauem Meer

Es gibt Regionen, die seit Jahrzehnten die Sehnsuchtsbilder Italiens prägen: die Toskana mit ihren Zypressenalleen, die Amalfiküste mit ihren spektakulären Panoramen oder der Gardasee als Klassiker des Familienurlaubs. Und dann gibt es Kalabrien. Die südlichste Region des italienischen Festlands steht selten im Rampenlicht – und gerade darin liegt ihr besonderer Reiz.
Dort, wo sich Tyrrhenisches und Ionisches Meer beinahe berühren und Sizilien nur einen schmalen Wasserstreifen entfernt liegt, zeigt sich Italien von einer ursprünglichen Seite. Zwischen schroffen Gebirgszügen, versteckten Buchten und historischen Dörfern entfaltet sich eine Landschaft der Kontraste. Der Duft von Bergamotte liegt in der Luft, während in den Gassen jahrhundertealter Orte das Leben seinem eigenen Rhythmus folgt.
Selbst Ende Mai, wenn anderswo bereits Hochsaison herrscht, wirken viele Strände erstaunlich ruhig. Manche Buchten sind nur vom Wasser aus erreichbar und haben sich ihren beinahe unberührten Charakter bewahrt.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies entlang der Costa degli Dei, der „Küste der Götter“. Schon wenige Minuten nach dem Ablegen verändert sich die Perspektive. Weiße Felsen ragen aus dem Meer, kleine Buchten öffnen sich zwischen den Klippen, und das Wasser schimmert in ständig wechselnden Blau- und Grüntönen. Hinter Capo Vaticano liegt die Praia i Focu – nur per Boot erreichbar, oft menschenleer, nur Wind, Fels und Wellen.
Kalabrien lebt von seiner Landschaft, aber ebenso von den Menschen, die ihre Traditionen bewahren. Vieles wirkt selbstverständlich, nichts inszeniert. Das gilt für die Landwirtschaft ebenso wie für die Küche.
Diese Verbindung zeigt sich auch in den Häusern der Mediterranean Hospitality Group: dem Baia del Sole, dem Capo Vaticano Resort beide in Capo Vaticano und der Villa Paola in Tropea. Während die ersten beiden direkt am Meer liegen, thront die Villa Paola in einem ehemaligen Kloster aus dem 16. Jahrhundert über der Küste. Von den Terrassen fällt der Blick auf das Tyrrhenische Meer und die Altstadt von Tropea.
Die Philosophie der Häuser ist klar: regionale Produkte, kurze Wege, eigene Gärten. Nachhaltigkeit wird hier nicht erzählt, sondern gelebt. Die Küche folgt der Tradition der Cucina Povera – einer einfachen, aber aromatischen Küche aus wenigen Zutaten.
Handgerollte Fileja-Pasta gehört ebenso dazu wie die rote Zwiebel von Tropea, deren milde Süße sie weit über die Region hinaus bekannt gemacht hat. Beim Kochkurs im Bahia del Sole zeigt Koch Antonio Ventrice, wie die Pasta mit wenigen Handgriffen um einen Holzstab geformt wird – eine Technik, die seit Generationen weitergegeben wird.
Auch Bergamotte prägt die Region. Die Zitrusfrucht wächst fast ausschließlich an der ionischen Küste und ist weltweit vor allem als Aromageber des Earl Grey Tees bekannt. Fast ebenso prägend ist der Jasmin, der entlang der sogenannten Jasminküste kultiviert wird und die Grundlage vieler Düfte und Kosmetikprodukte bildet.
Unweigerlich führt jede Reise nach Tropea. Die Stadt auf ihrem Felsplateau ist das bekannteste Bild Kalabriens. Enge Gassen, barocke Palazzi und immer wieder der Blick aufs Meer. Römer, Byzantiner, Normannen und Spanier haben hier ihre Spuren hinterlassen. Bis heute erzählt die Stadt von dieser vielschichtigen Geschichte.
Am Abend wird Tropea zur Bühne eines stillen Rituals: Goldenes Licht legt sich über die Fassaden, die Plätze füllen sich, Stimmen mischen sich mit dem Klirren von Gläsern. Kinder spielen vor den Kirchen, während über dem Meer die Sonne versinkt.
Nur wenige Kilometer entfernt liegt Pizzo Calabro – die Heimat des Tartufo-Eises. Für meinen Vater war die süße Essenz Italiens immer das Lieblingsdessert. Entstanden in den 1950er-Jahren in der Gelateria „Dante“, wird es bis heute aus zwei Eissorten geformt, mit flüssiger Schokolade gefüllt und von Kakao umhüllt. Rustikal und raffiniert zugleich – wie so vieles in Kalabrien.
Kalabrien zeigt sich nicht als Bühne, sondern als Landschaft im eigenen Rhythmus. Zwischen Küste und Bergen, zwischen alten Traditionen und stillen Sommerabenden entsteht ein Italien, das nicht um Aufmerksamkeit konkurriert – sondern sie sich nimmt, indem es einfach bleibt, was es ist.

Mehr Infos zu Kalabrien gibt es unter www.visitcalabria.it oder www.italia.it/de. Noch mehr Infos zu den Hotels der Mediterranean Hospitality Group mit den
Hotels: Villa Paola in Tropea, dem Familienresort Bahia del Sol und dem Capo
Vaticano Resort Thalasso Spa beide in Capo Vaticano gibt es auf:
www.mediterranean-hospitality.com sowie im Reisebüro z. B. bei TUI Reisen.

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