Wie sind Sie zu den Karl-May-Spielen gekommen?
Ich wurde von den Karl-May-Spielen kontaktiert. Die Rolle des Charles Leveret hat mich sofort gereizt, weil sie so viel Tiefe und Komplexität bietet. Es war eine großartige Gelegenheit, Teil dieser legendären Produktion zu werden.
Was fasziniert Sie an der Rolle des Charles Leveret? Wären Sie auch gern der Winnetou gewesen?
Charles Leveret ist eine faszinierende Figur – ein Mann, der sowohl Stärke als auch Schwäche zeigt, was ihn menschlich macht. Die komplexe Mischung aus Macht und Verletzlichkeit macht diese Rolle besonders spannend. Als Winnetou hätte ich mich auch wohlgefühlt, aber Leveret ist einzigartig
Wie bereiten Sie sich speziell immer wieder neu auf Ihre Rolle bei den Spielen vor? Gibt es eine bestimmte Routine?
Ich beschäftige mich intensiv mit der Geschichte meiner Figur. Besonders bei den Karl-May-Spielen, die so viele Menschen berühren, ist es wichtig, die Rolle immer wieder frisch und lebendig zu gestalten. Ich gehe viel ins Gespräch mit meinen Kollegen, lese viel und versuche, mich in die Zeit und die Charaktere einzufühlen. Natürlich gibt es auch körperliche Vorbereitung, wie Reitunterricht.“
Wie würden Sie die Zusammenarbeit mit Ihren Schauspielkolleginnen und
-kollegen beschreiben? Und insgesamt mit dem ganzen Team?
Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen ist ein Traum. Es herrscht ein unglaublicher Teamgeist, und jeder bringt sich ein, um das Beste aus der Produktion herauszuholen. Besonders bei den Karl-May-Spielen ist die Harmonie und das Vertrauen zwischen uns sehr wichtig, da wir auf der Bühne und vor allem im Freien viel gemeinsam erleben. Karl-May-Familie ist nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebter Zusammenhalt.“
Sie spielen zusammen mit Sonja Kirchberger das „böse“ Ehepaar Leveret. Verkörpern Sie in Rollen lieber das Gute oder Schlechte?
Ich finde es unglaublich spannend, auch mal die dunkleren Seiten zu zeigen. Charles Leveret ist kein klassischer Bösewicht – er ist eine komplexe Figur mit viel Tiefe. Das Spiel mit den Gegensätzen von Gut und Böse fasziniert mich. Aber ehrlich gesagt, sind beide Seiten für mich gleichermaßen reizvoll. Es geht immer darum, die Figuren authentisch zu machen..
Wie sind Sie zur Schauspielerei gekommen?
Ich habe schon als Kind eine Leidenschaft für das Schauspiel entwickelt. Über Theatergruppen und Schulaufführungen habe ich den Weg auf die Bühne gefunden. Später habe ich dann meine Ausbildung an einer Schauspielschule gemacht, und seitdem war die Bühne mein Zuhause. Es hat sich alles nach und nach entwickelt, aber die Liebe zur Schauspielerei war immer der Antrieb.
Würden Sie gern noch mal bei den
Karl-May-Spielen auftreten und was wäre Ihre Lieblingsrolle?
Es wäre eine Freude, wieder bei den Karl-May-Spielen dabei zu sein. Jede Rolle dort hat ihren eigenen Reiz, aber ich könnte mir vorstellen, irgendwann auch eine andere Facette der Karl-May-Welt zu erleben, vielleicht eine Figur, die noch mehr auf die Natur und das Abenteuer fokussiert ist.“
Kennen Sie Lampenfieber? Wie ist das Gefühl, in einem Open-Air-Theater
mit so vielen Zuschauern zu spielen?
Lampenfieber gehört dazu, besonders bei großen Produktionen wie den Karl-May-Spielen. Das ist auch gut so, denn es hält einen auf Trab. Das Gefühl, vor so vielen Menschen im Open-Air-Theater zu spielen, ist einzigartig. Es ist eine besondere Energie, die das Publikum mit einem teilt – das ist unbeschreiblich und macht das Spiel noch intensiver.
Wie entspannen Sie sich in diesem Sommer in Ihrer Freizeit? Sind Sie
an der Ostsee?
Ja, ich genieße es, mich nach den intensiven Aufführungen am Meer oder in den Bergen zu entspannen. Orte der Ruhe und Erholung sind für mich wichtig um den Kopf freizubekommen und neue Energie zu tanken.
Wie sehen Ihre Schauspielpläne für die nahe Zukunft aus?
Ich freue mich auf weitere spannende Projekte, bei denen ich mich als Schauspieler weiterentwickeln kann. Es gibt bereits einige interessante Angebote, die mich im Film herausfordern werden.