Nägel haben den aus Mecklenburg stammenden Künstler Günther Uecker weltbekannt gemacht. Seine großformatigen Nagelreliefs hängen in vielen Museen der Welt – und in Lübeck.
Jetzt ist der Mitbegründer der Zero-Kunst im Alter von 95 Jahren im Kreis seiner Familie und Freunden in Düsseldorf gestorben. Gearbeitet hat der Universalkünstler bis ins hohe Alter in seinem Atelier in Düsseldorf. Noch vor kurzer Zeit hatte er eine Ausstellung in der Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan. Auch in Lübeck können Sie zwei Werke anschauen. Seit 2003 stehen die vierzehn „Gebrochenen Kreuze“ als Dauerleihgabe in der Marienkirche. Die etwa fünf bis sechs Meter hohen Kreuze sind mit Bandagen verbunden und mit Nägeln durchbohrt. „Es gibt Kunstkenner, die die Nagelkreuze als eines der bedeutendsten Werke von Uecker bezeichnen“, sagt Robert Pfeifer, Pastor der Marienkirche. Allerdings sei es noch ungewiss, ob das Kunstwerk nach Ueckers Tod in der Marienkirche bleiben kann. Ein weiteres Werk, das Nagelkunstwerk mit dem Titel „Wind“, begegnet Ihnen in der Eingangshalle der Kunsthalle St. Annen. Zusammen mit den beiden Künstlern Heinz Mack und Otto Piene gründete Uecker Anfang der 1960er-Jahre die Avantgardegruppe Zero, um nach dem Krieg einen puristisch-ästhetischen Neuanfang zu etablieren.