Das Oldenburger Wallmuseum
Einst herrschten mächtige slawische Fürsten über Ostholstein. Sie lebten vor rund eintausend Jahren auf der „alten Burg“ oder – wie sie es nannten: „Starigard“. Entlang der gesamten Ostsee waren Burg und Landesherren bekannt.
Das Oldenburger Wallmuseum zeigt die archäologischen Schätze des ehemaligen Handels- und Herrschersitzes in zwei Ausstellungen und einem ausgedehnten Freilichtgelände, das seine Besucher in das Mittelalter eintauchen lässt. So können die Museumsgäste um den Wallsee mit einem heidnischen Inselheiligtum wandern und 22 rekonstruierte Gebäude mitsamt Schiffen und Hafenanlagen entdecken.
Wie ein grüner Faden durchziehen außerdem zahlreiche Gärten und Felder die Außenanlagen. Die darin wachsenden mittelalterlichen Pflanzen können Interessierte im Rundgang oder auch bei Seminaren kennenlernen. Außerdem können Sie im Färbergarten Pflanzen entdecken, mit denen sich alle Farben des Regenbogens auf Textilien zaubern lassen.
Das ganze Jahr über finden immer wieder „Wikinger und Slawen“ den Weg nach Starigard, um hier ihr Handwerk zu demonstrieren, zu handeln und zu feiern. In den Erlebnisprogrammen dürfen Alt und Jung slawische Handwerke auch selbst ausprobieren. Das jährliche Highlight sind dabei die Slawentage im Juli, zu denen hunderte frühmittelalterliche Handwerker, Händler und Kämpfer das Museum mit Leben füllen.